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Klimafreundliche Antriebe: ZDK für technologieoffene Anreize

Klimafreundliche Antriebe
ZDK für technologieoffene Anreize
Was ist der richtige Weg für mehr Klimaschutz im Verkehr? Der ZDK bezieht Stellung.
© Foto: Stephen Finn/stock.adobe.com
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Bei der Reduzierung der CO2-Emissionen muss vor allem der Verkehrssektor liefern. Das Kfz-Gewerbe hat dabei vor allem die Brennstoffzelle und E-Fuels im Blick. Auch den Verbrenner schreibt die Branche noch nicht ganz ab.

Das Deutsche Kfz-Gewerbe (ZDK) spricht sich weiter für die technologieoffene Förderung von Maßnahmen zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes von Kraftfahrzeugen aus. Zwar seien Anreize zur stärkeren Verbreitung von lokal emissionsfreien Batterieautos sinnvoll, sagte ZDK-Präsident Jürgen Karpinski am Dienstag mit Blick auf das angekündigte Klimapaket der Bundesregierung. "Diese Fahrzeuge haben ihre Existenzberechtigung im reinen Kurzstreckenverkehr." Wo jedoch lange Strecken oder schwere Lasten zu bewältigen seien, gebühre anderen klimafreundlichen Antriebskonzepten der Vorzug. Karpinski: "Dazu zählt durchaus auch der Verbrennungsmotor."

Am 20. September will das Klimakabinett unter Vorsitz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ein großes Maßnahmenpaket vorlegen, damit Deutschland nationale und international verpflichtende Klimaziele erreichen kann. Während die Union bisher über milliardenschwere Förderprogramme vor allem auf Anreize fürs CO2-Sparen setzen will, pocht die SPD auf strikte Vorgaben. Vor allem der Verkehr muss im Klimakabinett liefern. Die CO2-Emissionen im Verkehr lagen 2018 immer noch auf dem Niveau von 1990.

"Mit klimaneutral hergestellten synthetischen Kraftstoffen stünde sofort der gesamte Bestand von über 52 Millionen Pkw und Nutzfahrzeugen für den Abbau der CO2-Belastung zur Verfügung", betonte Karpinski. Durch Einsatz von Fördermitteln könne den E-Fuels zu wettbewerbsfähigen Preisen verholfen werden. Auf diese Weise ließen sich wesentlich schneller Erfolge erzielen als allein über die nur langsam in den Bestand einfließenden Batterieautos. Auch müsse keine neue Ladeinfrastruktur geschaffen werden, da das bestehende Tankstellennetz genutzt werden könne.

"Tankstellen mit Wasserstoffsäulen ausrüsten"

Der ZDK-Chef sieht den mittels Wasserstoff und Brennstoffzelle angetriebene Elektromotor ohnehin als die technologisch überlegene Lösung, was Gewicht, Reichweite und Betankungsdauer anbelangt. "Langfristig ist Geld für die Ausrüstung von Tankstellen mit Wasserstoffsäulen wesentlich sinnvoller angelegt als für die Schaffung fußballfeldgroßer Elektro-Ladeparks entlang der Bundesfernstraßen“, so Karpinski weiter.

Der Verband unterstütze deshalb auch die Pläne von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zur industriellen Herstellung klimaneutral erzeugten Wasserstoffs. Karpinski: "Damit schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe, weil der Wasserstoff sowohl für den Brennstoffzellenantrieb als auch für die Herstellung synthetischer Kraftstoffe genutzt werden kann." (rp/dpa)

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