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Marktsegmente im Mai: Schritt für Schritt aus der Corona-Starre

Marktsegmente im Mai
Schritt für Schritt aus der Corona-Starre
Anders als im April waren die Unterschiede zwischen den Marktsegmenten nicht so ausgeprägt.
© Foto: Brian Jackson/stock.adobe.com
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Noch bewegen sich die Pkw-Neuzulassungszahlen coronabedingt deutlich unter Vorjahresniveau. Doch der Vergleich der Krisenmonate April und Mai zeigt eine leichte Erholung.

Die taktischen Pkw-Neuzulassungen haben im Corona-Monat Mai 2020 wieder angezogen. Vor allem in den Marktsegmenten Fahrzeughandel und Autovermieter gab es mehr Aktivitäten als zuletzt. Das zeigen aktuelle Auswertungen von Dataforce und der AUTOHAUS Neuzulassungsdatenbank.

Demnach kamen die Autohäuser mit 29.476 getätigten Eigenzulassungen dem Wert aus dem Vorjahresmonat am nächsten (minus 45,6 Prozent). "Möglicherweise sind die Händler nun dazu übergegangen, die ohnehin auf dem Hof stehenden Fahrzeuge im eigenen Namen anzumelden, um sie dann als Tageszulassungen abzuverkaufen", erklärte Dataforce-Analyst Benjamin Kibies.

Auch der Privatmarkt zeigte mehr Bewegung, getragen von der Wiedereröffnung der Verkaufsräume und Zulassungsstellen. Über diesen Kanal kamen im Mai immerhin 63.960 Neuwagen auf die Straße (minus 48,2 Prozent). Bei den Vermietern wurden 20.849 Einheiten gezählt (minus 50,8 Prozent). Der größte Rückgang zeigte sich mit 59 Prozent bei den Eigenzulassungen der Hersteller (10.878 Fahrzeuge).

Dataforce-Neuzulassungen-Mai-2020

Interessant ist in der aktuellen Krisen-Situation auch der Vergleich zum direkten Vormonat, also zwischen Mai und April 2020. Normalerweise entwerten die saisonalen Unterschiede diesen Vergleich, doch angesichts der Corona-Pandemie treten diese in den Hintergrund. Laut Dataforce zeigt sich hier ein deutlicher Aufschwung von 39,1 Prozent. Treiber waren noch vor den privaten Anmeldungen (plus 26,2 Prozent) insbesondere der Handel mit einer Verdopplung der Neuzulassungen (plus 99,9 Prozent) und die Autovermieter (plus 326,5 Prozent).

Im wichtigen Flottenmarkt haben die Neuzulassungen im direkten Monatsvergleich dagegen nur um 4,4 Prozent zugenommen. Kibies: "Hauptgrund dafür ist wohl der höhere Ausgangswert, da auch im April noch verhältnismäßig viele Firmenwagen angemeldet wurden." Darüber hinaus dürften sich die von einigen Fuhrparkverantwortlichen angekündigten Bestellstopps allmählich auswirken. Insgesamt brachten die Flottenprofis im Mai 42.985 Fahrzeuge zur Anmeldung (minus 49,4 Prozent).

Wie berichtet, war der deutsche Automarkt im Mai um knapp die Hälfte geschrumpft. Das Kraftfahrt-Bundesamt zählte in Summe 168.148 neue Pkw. (rp)


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