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Oettinger: Einführung von E10 "verunglückt"

Oettinger: Grundidee einer neuen Diesel-Besteuerung richtig.
© Foto: Michael Gottschalk/ddp

EU-Energiekommissar Günther Oettinger hat das Chaos um den Biosprit in Deutschland kritisiert. Die Grundidee einer neuen Diesel-Besteuerung hält der CDU-Politiker für richtig.


Datum:
14.04.2011
1 Kommentare

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EU-Energiekommissar Günther Oettinger hat das Chaos um die Einführung des Biosprits E10 in Deutschland kritisiert. Der frühere baden-württembergische Ministerpräsident sagte am Donnerstag in Stuttgart: "Das ist ein Musterbeispiel für ein verunglücktes Drehbuch." Die Autofahrer bräuchten eine klare Aussage, in welchen Fahrzeugen der neue Kraftstoff einsetzbar sei. "Möglicherweise gilt wie bei Monopoly: 'Zurück auf Start'."

Nach dem Chaos um den umstrittenen Biosprit bieten viele Tankstellen nun wieder den gewohnten Superkraftstoff an. Aral und Shell haben das für ihre Stationen in Süd- und Ostdeutschland angekündigt. Der Biokraftstoff E10 mit zehn Prozent Ethanol ist bislang bei den Autofahrern weitgehend durchgefallen (wir berichteten).

Gleichzeitig verteidigte der CDU-Politiker den Vorstoß der Kommission in Brüssel für eine neue Besteuerung von Diesel. Die Grundidee sei richtig, sagte Oettinger. Es gehe nicht um den Liter, sondern den Energiegehalt und den Kohlendioxidausstoß als ergänzenden Faktor. "Der Vorschlag der EU ist gerecht." Es werde eine Übergangszeit geben, so dass Deutschland sein Steuersystem anpassen könne.

Bisher ist bei den Steuern allein der Verbrauch maßgeblich, die EU-Kommission möchte dies ändern. Kritiker in Deutschland befürchten Verteuerung beim Diesel. Der Vorschlag der Kommission muss noch im EU-Parlament und im EU-Finanzministerrat beraten werden. Das überarbeitete Gesetz soll 2013 in Kraft treten. Falls ein Mitgliedsland wie etwa Deutschland Einwände hat, kann es die Reform im Ministerrat blockieren. Deutsche Politiker hatten bereits vor der Präsentation der Pläne auf breiter Front dagegen mobil gemacht.

"Wir brauchen bezahlbare Energie"

Auf dem Kongress der Fachzeitschrift "auto, motor und sport" diskutierten Experten vor allem über die Zukunft der Energieversorgung. Dort kritisierte Oettinger die Strompreise in Deutschland: Es seien die zweithöchsten innerhalb der Europäischen Union. "Wir brauchen bezahlbare Energie in Deutschland auch für den kleinen Mann", betonte er. Nur in Dänemark sei der Strom noch teurer. Der Kommissar verteidigte die geplante Überprüfung aller Atomkraftwerke in Europa auf ihre Sicherheit.

Der Vorstandschef des Dax-Konzerns Linde, Wolfgang Reitzle, kritisierte den Atomkurs der schwarz-gelben Bundesregierung dagegen scharf: Es sei "beängstigend", was die Bundesregierung mache. "Das ist überhaupt nicht mehr durchdacht." Der frühere BMW- und Ford-Manager forderte die Politik zur Vorlage eines Energiekonzepts auf. Es sei dringend eine Gesamtstrategie notwendig. (dpa)

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KOMMENTARE


Dieter M. Hölzel

14.04.2011 - 17:07 Uhr

Diesen unsäglichen Herrn Oettinger brauchen wir ja nun wirklich nicht auch noch. Die Grundidee sei richtig, aber der Treistoff müsse für den " kleinen Mann " auch bezahlbar sein, sagt er gleichzeitig. Nicht wie bei Monopoly zurück auf Start, nein Herr Oettinger, setzen 6 !!! Innerhalb der CDU keine Einigkeit, wie soll das denn ausgehen, Merkel sagt nein, Brüderle sagt nein, aber Oettinger, jetzt auf dem warmen Stuhl in Brüssel hingelobt, oder wegrationalisiert, dem sind jetzt die Bürger in Deutschland sch....egal. So, genau so ist die Politkaste !!!


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