Goslar: Verkehrsgerichtstag als Diskussionsthema in der Schule

09.02.2026 02:03 Uhr
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Prof. Dr. Ansgar Staudinger (v. re.), Helmut Trentmann (Präsident des BADS), Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner und Dr. Silke Köstler-Holste (Schulleiterin des RG) mit den Schülerinnen und Schülern des RG nach der Diskussionsrunde.
© Foto: Stadt Goslar

Der Deutsche Verkehrsgerichtstag (VGT) und die Stadt Goslar sind seit nunmehr 64 Jahren eng miteinander verbunden. Doch so bekannt der VGT in Fachkreisen ist, stellt sich für die Veranstalter immer wieder die Frage: "Was verbinden junge Menschen eigentlich mit dieser Veranstaltung?"

"Eine der ersten Veranstaltungen der jährlich stattfindenden Verkehrsgerichtstage richtet sich gezielt an die junge Generation", erläuterte VGT-Präsident Prof. Dr. Ansgar Staudinger direkt vor dem diesjährigen VGT (wir berichteten). Ziel sei es, Goslarer Jugendliche über das traditionsreiche Ereignis zu informieren und ihnen dessen Inhalte näherzubringen.

Regional, aber überregionale Bedeutung 

In der Aula des Ratsgymnasiums (RG) Goslar begrüßte neben Schulleiterin Dr. Silke Köstler-Holste auch Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 12 und 13. Anschließend gab Prof. Dr. Ansgar Staudinger anhand anschaulicher Beispiele Einblicke in seinen beruflichen Werdegang sowie in die Themen des Verkehrsgerichtstages.

Mit zahlreichen Anekdoten berichtete Staudinger über die Arbeit und das Umfeld des Verkehrsgerichtstages. "Derzeit besuchen rund 1.800 Tagungsteilnehmende Ihre schöne Heimatstadt und erarbeiten in acht Arbeitskreisen Empfehlungen für Berlin – als Denkanstöße für die Gesetzgebung", so der Präsident, der bei dieser Gelegenheit auch die Themen und Inhalte der Diskussionsrunden im Hotel Achtermann & Co. näher vorstellte.

Die beim VGT erarbeiteten Empfehlungen richten sich an den Gesetzgeber sowie an die verkehrsrechtliche Praxis und haben in der Vergangenheit regelmäßig große Bedeutung im Gesetzgebungsverfahren erlangt.

Top-Thema Führerschein

Besonders großes Interesse zeigten die jungen Erwachsenen am Thema "Führerscheinprüfung". Die häufigsten Fragen dabei waren:

• Warum ist der Führerschein so teuer?

• Weshalb fallen so viele Prüflinge durch?

• Wie sieht der europäische Vergleich aus?

• Ist der deutsche Ausbildungsstandard zu hoch?

• Würde ein niedrigeres Kostenniveau die Verkehrssicherheit beeinträchtigen?

• Können Simulatoren Fahrstunden ersetzen?

• Und trägt evtl. auch ein Fachkräftemangel in Fahrschulen zu den steigenden Preisen bei?

Ob und inwieweit all diese Detailfragen vom VGT-AK beantwortet werden konnten, war in unserer gegenständlichen Meldung von vergangenem Montag nachzulesen.

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Münzen zur Entscheidungsfindung hatte der Präsident des BADS im Gepäck: "Fährst du oder fahre ich, wenn Alkohol im Spiel ist?".
© Foto: Stadt Goslar

Wer fährt "rauschfrei"?

Zum Motto "Rauschfrei Fahren" referierte in der Aula des Ratsgymnasiums Goslar zudem Helmut Trentmann, Leitender Oberstaatsanwalt a. D. und Präsident des Bundes gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr (BADS). Erst kürzlich hatte er Prof. Dr. Ansgar Staudinger für dessen große Verdienste um die Verkehrssicherheit mit der Goldenen Medaille ausgezeichnet. Für die Schülerinnen und Schüler des Ratsgymnasiums brachte Trentmann zahlreiche kleine Münzen sowie einen praktischen Tipp mit: "Sprechen Sie sich im Freundeskreis ab, wer fährt, wenn Alkohol im Spiel ist. Nutzen Sie dafür die Münze, die auf der einen Seite mit ,Du fährst' und auf der anderen mit ,Ich fahre' beschriftet ist."

HASHTAG


#64. Deutscher Verkehrsgerichtstag

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