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ADFC: Rebecca Peters zur neuen Bundesvorsitzenden gewählt

Der am gestrigen Sonntag neu gewählte Bundesvorstand des ADFC mit Rebecca Peters (rotes Kleid) an seiner Spitze.
© Foto: ADFC

Der Fahrradclub ADFC hat eine neue Bundesvorsitzende: Die Verkehrsgeographin Rebecca Peters, sie war bisher Vize, wurde auf der am gestrigen Sonntag stattgefundenen ADFC-Bundeshauptversammlung zur neuen Frontfrau des Clubs gewählt. Die Veranstaltung fand pandemiebedingt im Digitalformat statt.

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Die frisch gewählte ADFC-Bundesvorsitzende Rebecca Peters skizzierte auf, welche Weichen die Ampel-Koalitionäre dringend stellen müssen, damit Deutschland bis 2030 ein Fahrradland wird und die Potenziale des Radverkehrs für den Klimaschutz optimal nutzt. Deutschland stecke mitten in einer anspruchsvollen Transformation, analysierte sie zunächst. Deshalb gehe es darum, so Peters, "in wenigen Jahren ein klimafreundliches Verkehrssystem aufzubauen – und gute Mobilität für alle zu ermöglichen". Dafür sei das Fahrrad in Kombination mit einem sehr gut ausgebauten ÖPNV und guten Fußwegen eine "unglaublich potente und zugleich sozial verträgliche Lösung". Ihre Vision sei, dass das Fahrrad "das Lieblingsverkehrsmittel in Deutschland wird. In der Stadt und auf dem Land, bei Jung und Alt". Nicht alle Autofahrten müssten wegfallen, "aber möglichst viele". Damit das gelingt, müsse Deutschland "in weniger als zehn Jahren ein richtig attraktives Fahrradland mit hervorragenden Radwegen, großzügigen Fahrradparkhäusern und sicheren Kreuzungen werden". Dafür trete sie an. "Weil die Beharrungskräfte des alten Verkehrssystems aber so gewaltig sind, müssen wir als Fahrradlobby dynamisch weiterwachsen, die Kräfte für die Verkehrswende bündeln und gemeinsam stark und unüberhörbar sein", fügte sie an.

"Fahrrad in den Koalitionsvertrag!"

Von der künftigen Bundesregierung forderte Peters "dringend ein kraftvolles Bekenntnis zum Fahrrad im Koalitionsvertrag". Tempo 30 als Standard innerorts, eine grundlegende Reform des Straßenverkehrsgesetzes und eine dauerhafte Regelfinanzierung des Radinfrastrukturausbaus in Höhe von 10 Euro pro Kopf und Jahr vom Bund seien unverzichtbare Voraussetzungen, um das Radfahren für die Massen attraktiv zu machen. Peters: "Die Ampel-Koalition darf sich nicht vorgaukeln, dass man mit ein bisschen Ladeinfrastruktur für Elektroautos das Kern-Problem löst. Deutschland braucht weniger Auto und viel mehr Fahrrad. Und dafür brauchen die Menschen attraktive Angebote – komfortable und sichere Radwege, auf denen man gerne fährt."

"Multiprofessioneller" Bundesvorstand

Die Verkehrsgeographin Rebecca Peters (25) aus Niederkassel wurde von den Delegierten zur neuen ADFC-Bundesvorsitzenden gewählt. Ihr zur Seite steht ein "multiprofessionelles Vorstandsteam", wie es der Club selbstbewußt bezeichnet. Dem Vorstandsgremium Gehörn an: Reinhard Buschmann (42), Kommunikationsexperte aus Berlin, Diplom-Kauffrau Amelie Döres (59) aus Mainz, die Ärztin und Fahrradbranchen-Unternehmerin Hanna Grau (31) aus Weilerswist, ferner Dr. Joachim Lohse (63) aus Hamburg als ehemaliger Verkehrssenator der Freien Hansestadt Bremen sowie der IT-Unternehmer Christoph Schmidt (45) aus Köln und der Tourismusexperte Christian Tänzler (59) aus Berlin.

Weltgrößter Fahrradclub

Die ADFC-Bundeshauptversammlung mit rund 140 Delegierten aus 16 ADFC-Landesverbänden fand am vergangenen Wochenende pandemiebedingt weitgehend digital statt. Der ADFC bezeichnet sich selbst "größter Interessensverband der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit – mit über 200.000 Mitgliedern, mehr als 500 regionalen Gliederungen und rund 11.000 ehrenamtlich Engagierten". Der Fahrradclub setze sich auf allen politischen Ebenen für die Verkehrswende und einen sicheren, komfortablen Radverkehr ein. Der ehrenamtliche ADFC-Bundesvorstand wird alle zwei Jahre gewählt. Für das operative Geschäft betreibt der ADFC eine Bundesgeschäftsstelle mit einem 40-köpfigen hauptamtlichen Team an den ADFC-Standorten Berlin und Bremen. (wkp)

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