Cybersecurity im Automobil: GTÜ-Gruppe stärkt Sicherheit und Vertrauen in die digitale Mobilität

19.10.2026 05:26 Uhr | Lesezeit: 4 min
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Cybersecurity ist eine elementare Aufgabe für Autohersteller wie vor allem auch Autohäuser und Freie Werkstätten. Experten-Unterstützung schützt vor hohen Kostenrisiken, wenn etwas schief gelaufen ist.
©Foto: GTÜ

Moderne Fahrzeuge sind digitalisiert, vernetzt und softwaregetrieben. Cybersecurity ist nach Ansicht der GTÜ-Gruppe schon jetzt ein Schlüssel für Sicherheit und Vertrauen. Die Prüf- und Überwachungsorganisation bietet deshalb dem Markt ihre Kompetenz für sichere Fahrzeug-Homologation an.

Die Zukunft des Autos rollt bereits auf den Straßen. Moderne Fahrzeuge sind vernetzt, digitalisiert und in immer stärkerem Maße softwarebasiert. Sie kommunizieren mit ihrer Umgebung, erhalten Updates, verarbeiten Daten und integrieren digitale Funktionen, die Komfort, Effizienz und Sicherheit erhöhen. So ausgestattet, ersetzen sie sukzessive frühere Fahrzeuggenerationen.

Zuverläsasiger Schutz vor Manipulation und Missbrauch

Der technische Fortschritt findet statt – und mit ihm wächst die Verantwortung, Sicherheit neu und umfassender als bisher zu denken. "Cybersecurity im Automobil ist deshalb kein technisches Spezialthema. Sie ist ein zentraler Bestandteil sicherer und vertrauenswürdiger Digitalisierung. Denn je stärker Fahrzeuge mit digitalen Systemen, Backend-Strukturen, mobilen Diensten und Infrastrukturen verbunden sind, desto entscheidender stellt sich die Frage, wie zuverlässig diese Systeme vor Manipulation, unbefugtem Zugriff und Missbrauch geschützt sind", ist die GTÜ überzeugt.

Baustein digitale Sicherheit

Cybersecurity entscheide zunehmend darüber, ob Menschen, Unternehmen und Behörden den vielfältigen vernetzten Technologien vertrauen können. Für die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung mbH ist klar: Wer sich für Sicherheit im Straßenverkehr einsetzt, muss moderne Fahrzeuge mit zusätzlicher Kompetenz betrachten. Die klassische technische Fahrzeugsicherheit bleibe unverzichtbar. Hinzu komme die digitale Sicherheit als weiterer zentraler Baustein. Nur wenn beide Perspektiven gemeinsam betrachtet werden, entstehe das Vertrauen, das eine digitalisierte Mobilität braucht. 

Digitale Risiken so früh als möglich erkennen

Eine besondere Bedeutung in Bezug auf Sicherheit habe dabei die Fahrzeug-Homologation, also die behördliche Genehmigung von Fahrzeugen für den Straßenverkehr. Sie steht am Anfang der Kette, wenn Fahrzeuge und Fahrzeugkomponenten in den Verkehr gebracht werden. Bereits in dieser Phase müssen technische Anforderungen, regulatorische Vorgaben und Sicherheitsnachweise zusammengeführt werden. Das gilt insbesondere für Cybersecurity und Software-Update-Management, weil digitale Risiken nicht erst im Betrieb entstehen, sondern bereits in Entwicklung, Architektur, Prüfung und Genehmigung berücksichtigt werden müssen. 

Technischer Dienst als Homologationsbegleiter

Die GTÜ-Gruppe sieht sich auf diesem Gebiet nach eigenem Bekenntnis "breit aufgestellt". Der Technische Dienst der GTÜ begleitet Homologationsverfahren und bringt seine Kompetenz in die Prüfung und Bewertung von Fahrzeugen und Fahrzeugkomponenten ein. Darüber hinaus ist ATEEL S.à r.l. ein Kompetenzzentrum innerhalb der GTÜ-Gruppe für Homologation, Cybersecurity, Penetration Testing und Zertifizierung. Das hundertprozentige Tochterunternehmen ist spezialisiert auf die Zertifizierung von Kraftfahrzeugen und Komponenten und unterstützt Hersteller dabei, regulatorische Anforderungen zuverlässig, praxisnah und zukunftsorientiert umzusetzen. 

Neues PenTest-Labor

Ein aktuelles Beispiel für diese Kompetenz ist das im Mai eröffnete PenTest-Labor der ATEEL. Dort untersuchen die Experten Steuergeräte, Kommunikationsschnittstellen und vernetzte Fahrzeugfunktionen unter realitätsnahen Bedingungen auf Schwachstellen. Ziel ist es, diese sichtbar zu machen, Angriffswege zu analysieren und daraus belastbare Erkenntnisse für Entwicklung, Absicherung und Nachweisführung abzuleiten. Damit wird Cybersecurity nicht abstrakt betrachtet, sondern praktisch verifizierbar. Geprüft wird auf Basis der internationalen Regelwerke UN-R155 (Cybersecurity) und UN-R156 (Software-Updates). 

Sicherheit durch Unabhängigkeit

Für die GTÜ-Gruppe ist Cybersecurity ein "konsequenter Bestandteil" ihres Sicherheitsverständnisses: "Moderne Mobilität braucht technische Innovation – aber ebenso verlässliche Prüfung, regulatorische Kompetenz und eine unabhängige Bewertung." Genau hier setzt die GTÜ gemäß eigener Aussage an: Sie "denkt Sicherheit voraus, begleitet den Wandel aktiv und gestaltet die Voraussetzungen dafür, dass Digitalisierung im Straßenverkehr sicher und vertrauenswürdig bleibt".

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