DA Direkt-Umfrage: "E-Auto‑Prämie überzeugt kaum"

27.04.2026 08:28 Uhr | Lesezeit: 3 min
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Eine aktuelle Umfrage für den Direktversicherer DA Direkt zeigt es deutlich: Die meisten der Kunden, für die eine E-Auto-Kaufprämie vorgesehen ist, interessieren sich kaum dafür. Sie plädieren stattdessen für einen zügigen Ausbau der Ladeinfrastruktur mit Toiletten und aktivem Schutz vor Regen.
© Foto: Grafik DA Direkt

Die Mehrheit der Deutschen lehnt die Kaufprämie der Bundesregierung für den Kauf von Elektroautos ab. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Civey-Befragung im Auftrag des Direktversicherers DA Direkt.

Über die Hälfte der Autofahrerinnen und Autofahrer in Deutschland (57 %) bewerten laut der Umfrage für den Direktversicherer DA Direkt die neue Kaufprämie der Bundesregierung für E-Autos negativ. Lediglich eine kleine Minderheit von 6 Prozent der potenziellen Autokäuferinnen und Autokäufer plant, die Förderung in Anspruch zu nehmen.

Wird also der Effekt von Kaufanreizen und Fördermaßnahmen der Politik und der Hersteller auf die aktuell steigenden Zulassungszahlen von Elektroautos überschätzt? Die Zahlen deuten darauf hin, dass dem zeitlichen Zusammenhang womöglich keine Kausalität zugrunde liegt. Unterschiede in der Bewertung der Fördermaßnahme bestehen je nach Antriebsart. So steht laut Umfrage jede zweite Person mit Elektroauto der Prämie grundsätzlich positiv gegenüber. Demgegenüber befürworten nur 22 Prozent der Verbrennerfahrenden die Prämie.

Eigentliche Zielkunden werden wenig erreicht

"Gerade diejenigen, die zum Umstieg auf Elektroautos bewegt werden sollen, lehnen die Kaufprämie mehrheitlich ab. Zu den weiterhin bestehenden Vorbehalten gegenüber E-Autos kommt die aktuell ohnehin wirtschaftlich angespannte Lage hinzu, in der weniger Menschen über die Anschaffung eines neuen Fahrzeugs nachdenken", sagt Silvia Künnemann, Leiterin Product & Customer Experience bei DA Direkt.

Unterschiedliche Wahrnehmung der Ladestruktur

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur hinkt nach Ansicht der Befragten dem Bedarf hinterher. Lediglich 13 Prozent der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger bewerten das Angebot als gut. Eigene Reiseerfahrungen mit dem E-Antrieb relativieren diese Wahrnehmung zumindest teilweise. So empfinden immerhin 38 Prozent der E-Autofahrenden das Angebot an Ladesäulen als gut. Unter den Verbrennerfahrenden herrscht hingegen große Skepsis: Zwei Drittel von ihnen bewerten die Ladeinfrastruktur als schlecht.

Toiletten und Regenschutz schmerzlich vermisst

Unter den Störfaktoren bei öffentlichen Ladestationen dominieren unübersichtliche Preisstrukturen und Bezahlmöglichkeiten, zu wenige Schnellladesäulen (DC-Lader) sowie eine geringe Aufenthaltsqualität vor Ort. Vermisst werden häufig Sanitäranlagen bei größeren Ladeparks sowie Überdachungen zum Schutz vor Regen oder Hitze während des Ladevorgangs.

"Ladeinfrastruktur fördern wichtiger"

Die Befragten geben ein klares Votum gegen die E-Auto-Förderung ab. Anstelle einer Subvention einzelner Fahrzeuge wäre die Förderung der Ladeinfrastruktur in Deutschland nachhaltiger und volkswirtschaftlich interessanter", so Kfz-Versicherungsexpertin Künnemann.

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