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Ifo-Kon­junk­tur­test: Assekuranzen blicken pessimistisch in die Zukunft

Die deutschen Versicherer blicken mit großen Sorgenfalten in die Zukunft. Die Geschäftslage hat sich über den Sommer nochmals weiter eingetrübt und wird aktuell negativer bewertet als zu Beginn der Corona-Pandemie.
© Foto: GDV

Alle Parameter, die derzeit Wirtschaft und die Gesellschaft belasten wie z.B. Inflation, Ukraine-Krieg, Energiekosten, Lieferketten und Warenbeschaffung, machen inzwischen auch deutlich den Versicherungen zu schaffen. Deren Ausblick fällt düster aus.

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Die Stimmung in der Versicherungswirtschaft hat sich in den Sommermonaten erheblich abgekühlt. Die vom Ifo-Institut im Juli und August 2022 befragten Unternehmen bewerten ihre aktuelle Geschäftslage nochmals deutlich schlechter als im Vorquartal.

Die heiße Jahreszeit brachte neben starken Hitzewellen eine erheblich abgekühlte Erwartungshaltung der Assekuranzent mit sich. Die einzelnen Unternehmen verrieten in der Sommerumfrage des ifo-Konjunkturtests einen durchweg pessimistischen Zukunftsausblick. Damit setzt sich der Abwärtstrend aus der Frühjahresumfrage weiter fort. Zugleich fielen die Geschäftserwartungen der Versicherer für die kommenden sechs Monate auf den tiefsten Stand seit Beginn der Corona-Pandemie.

"Der Krieg in der Ukraine, die hohe Inflation, anhaltende Lieferkettenengpässe und die starke Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung trüben die Stimmung stark ein", kommentiert GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen die Ifo-Umfrage.

Lage negativer bewertet als zu Pandemie-Beginn

Bei der Beurteilung der aktuellen Geschäftslage sackte der Saldo aus positiven und negativen Bewertungen auf -16,9 (Vorquartal: -13,1) Punkte. Der Anteil der Unternehmen, die bei der Umfrage im Juli und August ein negatives Urteil abgaben, stieg mit 28 Prozent auf einen höheren Wert als zu Beginn der Corona-Pandemie (23 Prozent im ersten Quartal 2020). Die Geschäftserwartungen der Versicherer gingen zugleich um über 20 Punkte auf den zweittiefsten Wert der Zeitreihe (-12,5 Punkte) zurück. Der langfristige Durchschnitt liegt hier bei 13,7 Punkten.

In der Sparten-Betrachtung schätzen die Lebensversicherer ihre aktuelle Geschäftslage deutlich schlechter ein als im Vorquartal. Eine knappe Mehrheit der Teilnehmer (55 Prozent) bezeichnete ihre Lage nur als befriedigend. „Die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate fallen ebenfalls schlechter aus als im Frühling. Der Anteil der Lebensversicherer, die in den nächsten Monaten eine negative Geschäftsentwicklung für wahrscheinlich halten, hat sich im Sommer mit 22 Prozent gegenüber dem Frühjahr mehr als vervierfacht“, so Asmussen.

Schaden- und Unfallsparte sackt deutlich ab

Auch in der Schaden- und Unfallversicherung zeichnet sich ein sehr verhaltenes Stimmungsbild ab. Zwar legte die Einschätzung der aktuellen Lage leicht zu, aber auch diese bleibt weit hinter dem langfristigen Durchschnitt zurück. So gaben in der Umfrage nur 0,6 Prozent der Unternehmen an, dass sich die Rahmenbedingungen im Vergleich zum Vorquartal verbessert hätten.

Bei der Erwartungshaltung in Bezug auf das zukünftige Geschäft deutet sich ein merklicher Einbruch an. "Nach positiven Entwicklungen in den vergangenen Umfragen ergibt sich in den Sommermonaten bei den Kompositversicherern ein Stimmungswechsel", sagt Asmussen. "Knapp 27 Prozent der Versicherer erwarten eine Verschlechterung der Rahmenbedingungen in den kommenden Monaten." In allen Bereichen erwarten die Unternehmen deshalb mehrheitlich eine Tarifanpassung nach oben.

Im Bereich Kraftfahrt verweilten die Stimmungswerte trotz leichter Erholung im negativen Bereich. Die Umfrageteilnehmer schätzten die aktuelle Geschäftslage überwiegend negativ ein. Gleichzeitig hatte sich die Erwartungshaltung für die Entwicklung der kommenden Monate jedoch leicht verbessert.

In der Unfallversicherung fiel die Stimmung nach einem Frühjahrserwachen in ein tiefes Sommerloch. Das Klima verzeichnet wieder einen negativen Wert (-12,0 im Vergleich zum Vorquartal). Die Erwartungshaltung bezüglich der Entwicklung in den kommenden Monaten blieb nahezu unverändert (+0,5 im Vergleich zur letzten Umfrage).

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