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Zukäufe: DRS Group steigt zum Megadienstleister im Hagelschaden auf

Mehr als "nur" Hagel: Das DRS K&L Zentrum in Isenbüttel bei Wolfsburg ist auf 20.000 qm ausgestattet mit neuesten Technologien rund um die Karosserie, Lackierung, Mechanik und Elektromobilität.
© Foto: DRS Group

Der weltweit tätige Hagelschadendienstleister DRS Group hat zum 1. Januar 2022 zwei renommierte deutsche Traditionsunternehmen in sein Firmennetzwerk mit übernommen. Konkret handelt es sich um die beiden Firmen Hagelschaden-Zentrum Karosseriefachbetrieb GmbH & Co. KG und HPI-Zentrum GmbH & Co. KG.

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Die in Hamburg ansässige DRS Group wird durch den Zukauf der beiden namhaften Unternehmen, die ihren Stammsitz jeweils in Baden-Württemberg (Ulm bzw. Gärtringen) haben, endgültig auch zum deutschlandweiten Platzhirsch in der Hagelinstandsetzung. Darüber hinaus stellt sich DRS im Lack- und Karosseriebereich deutschlandweit noch breiter auf. Sowohl das Hagelschaden-Zentrum (Ulm), als auch das HPI-Zentrum werden künftig weiterhin ihre Identität behalten. Ebenfalls sollen die bisherigen Geschäftsführer und das Personal weiterhin als Ansprechpartner für die Kunden an Bord bleiben.

Bündelung von Erfahrung und Kompetenzen

Bereits seit mehreren Jahren gehört die DRS Group weltweit zu den etablierten Unternehmen im Bereich der Hagelschadeninstandsetzung. Seit 2013 bereichert die DRS Kfz-Technik GmbH das Portfolio des Unternehmens mit seinen großen Lack- und Karosseriebetrieben in Wolfsburg und Braunschweig. Die Integration der Hagelschaden-Zentrum Karosseriefachbetrieb GmbH & Co. KG und HPI Zentrum GmbH & Co. KG in den Firmenverbund bietet der DRS Group indes die "einmalige Möglichkeit, das Know-How von mehreren Jahrzehnten Branchenzugehörigkeit zu bündeln", wie es Danny Stepputis, Gesellschafter und Geschäftsführer des Unternehmens, gegenüber AUTOHAUS formulierte.

Lack wenn nötig – aber in Eigenregie und mobil vor Ort

Prozesssteuerung und Digitalisierung, gepaart mit hochqualifizierten und motivierten Mitarbeitern, bilden seinen Worten zufolge künftig die Säulen des neu aufgestellten Firmennetzwerkes. Zu den weiteren Schwerpunkten werden u.a. mobile Lackierkabinen gehören, mit denen vor Ort auch schwere Hagelschäden, bei denen zusätzliche Lackierarbeiten erforderlich werden, unmittelbar und ohne Einbindung weiterer Dienstleister in Eigenregie final abgearbeitet werden können.

Ausweitung auf Privatkundengeschäft

"Seit vielen Jahren arbeitet DRS an der Digitalisierung und an der Weiterentwicklung von Prozessen, um immer effizienter in der Instandsetzung von komplexen Projekten zu werden. Hier lag unser Fokus in der Vergangenheit auf dem B2B Geschäft", hielt Danny Stepputis in seinem ersten Statement gegenüber unserer Redaktion fest. Weiter sagte er: "Mit dem Kauf der Firmen HZU und HPI stellen wir uns noch breiter im Privatkundensektor auf und werden hohe Synergieeffekte erzielen. Wir haben durch die Fusion eine starke Kraft im Markt geschaffen. Uns lag es besonders am Herzen, die Belegschaft aller Unternehmen weiter zu beschäftigen."

Neuester Fahrzeug-Komplettscanner am Start

Insbesondere HZU und HPI werden ab der neuen Hagelsaison 2022 dabei auch von dem 360°-Alles-Scanner profitieren, den DRS als Vertriebspartner des französischen Unternehmens ProovStation einsetzen wird (wir berichteten). ProovStation ist ein quasi "Ganzkörper-Scanner", der Fahrzeuge im 360°-Modus inklusive Fahrzeugboden und künftig auch im Innenraum "abtasten" wird. Weiterer, entscheidender Vorteil: Er soll ohne Halle selbst im Freien problemlos einsetzbar sein und einen Serien-Durchsatz hoher Stückzahlen mit Zustandsprotokoll innerhalb von gerademal 90 Sekunden ermöglichen.

Schimanski: "Gelungene Fusion"

Gerhard Schimanski, seit mehr als drei Jahrzehnten in Deutschland Pionier und "Urgestein" der lackschadenfreien Instandsetzung von Hagelschäden, konstatierte: "Uns war es sehr wichtig, die Unternehmen HZU & HPI auf solide Beine für die Zukunft zu stellen. In der Vergangenheit standen wir aufgrund unterschiedlicher Zielkunden nie im Wettbewerb. Wir haben in den Gesprächen zur Fusion sofort gemerkt, dass wir mit DRS den richtigen Partner für die Weiterführung der Unternehmen gefunden haben."

Die Unternehmen des neuen Hagel-Verbundes

2006 durch Danny Stepputis gegründet, hat die DRS Group in den vergangenen Jahren die Hagelinstandsetzung revolutioniert und gehört seit vielen Jahren zu den führenden Unternehmen der Branche. Mit zwei hochmodernen Karosserie- und Lackbetrieben in Braunschweig und Wolfsburg ist DRS als kompetenter Partner für Versicherer und Autohersteller kontingentübergreifend auch weit über Europa hinaus bekannt.

Seit über 30 Jahren ist die Hagelschadenzentrum Ulm GmbH tätig. Neben der Spezialisierung auf Hagel-Instandsetzungen bietet das Unternehmen eine Vielzahl weiterer Leistungen an, die in den Kompetenzfeldern Karosserie&Lack, Autoglas und Fahrzeugpflege zusammengefasst sind.

Die 1996 gegründete HPI Zentrum GmbH & Co. KG zählt zu den wenigen, ganzjährig und bundesweit tätigen Hagelschadenexperten in Deutschland sowie auch den angrenzenden europäischen Nachbarländern. (wkp)

Mit dem Verkauf des Hagelschaden-Zentrum Ulm und des HPI-Zentrums an die DRS Group hat das Unternehmer-Ehepaar Gerhard und Daniela Schimanski (rechts im Bild) auch für das Personal klare Zukunftsperspektiven geschaffen.
© Foto: Walter K. Pfauntsch
Auch das HPI-Zentrum zählt seit über einem Vierteljahrhundert zu den verlässlichen Dienstleistern bei regionalen Großschaden-Ereignissen. Hier ein Blick in eine Besichtigungshalle in Metzingen beim letztjährigen Juni-Hagel.
© Foto: HPI-Zentrum
Sein Unternehmen hält mit der Instandsetzung von 40.000 hagelbeschädigten Autos in Mexiko in nur 89 Tagen den unangefochtenen Weltrekord – bei einer Nachbearbeitungsquote von deutlich unter einem Prozent: DRS-Gründer und -Geschäftsführer Danny Stepputis (hier bei seinem Auftritt auf dem 1. Münchner Hagel-Symposium von AUTOHAUS im Jahr 2019)
© Foto: Walter K. Pfauntsch
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