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Liqui Moly: Trend geht zu dünnflüssigen Ölen

Günter Hiermaier, Geschäftsführer der Liqui Moly GmbH
© Foto: Liqui Moly GmbH

Im Schmierstoffbereich steigt die Zahl der angebotenen Produkte seit Jahren. Auch im Bereich Additive besteht eine wachsende Nachfrage. Die Produkte werden immer spezialisierter.


Datum:
20.09.2021
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Im kommenden Februar zieht sich Ernst Prost aus der Liqui Moly-Führung zurück. Geschäftsführer Günter Hiermaier, der seit 1990 an der Seite Prosts die Entwicklung des Schmierstoffspazialisten aus Ulm geprägt hat, übernimmt dann alleine. AUTOHAUS hat mit ihm über die Corona-Krise, die Unternehmensstrategie und das Produktportfolio gesprochen. Hier lesen Sie einen Auszug.

AH: Gibt es bei Schmierstoffen noch Spielraum für neue Produkte?

Günter Hiermaier: Man mag es kaum für möglich halten, aber dieser Spielraum ist noch da. Im Schmierstoffbereich steigt die Zahl der angebotenen Produkte seit Jahren. Allein auf dem deutschen Markt werden ungefähr 250 Ölsorten angeboten. Nahezu zu jedem neu entwickelten Motor wird ein eigenes Motoröl entwickelt. Das hat einerseits mit den unterschiedlichen Philosophien der Fahrzeughersteller zu tun. Andererseits müssen diese den permanent wachsenden Ansprüchen der Politik in puncto Umweltschutz Rechnung tragen. Dabei hat sich das Motoröl zu einem Konstruktionsbauteil entwickelt, das in der entsprechenden Modifikation einen Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen leisten kann. Hier geht der Trend eindeutig zu dünnflüssigen Ölen. Denn je dünner ein Motoröl ist, desto geringer ist die Energie, die der Motor aufwenden muss, damit der Schmierstoff an alle wichtigen Stellen gelangt.

AH: Was ist Ihr meistverkauftes Produkt?

G. Hiermaier: Schmierstoffe machen derzeit rund zwei Drittel unseres Gesamtumsatzes aus. Topseller sind hier unser Top Tec 4200, das eine breite Palette an Spezifikationen vor allem von Volkswagen abdeckt, und unser Top Tec 4600, das vor allem für Mercedes, BMW und Opel entwickelt wurde. Daneben werden besonders dünnflüssige Öle für die neueste Motorengeneration wie unser Top Tec 6200 und Top Tec 6600 immer stärker nachgefragt. Und speziell für Autohäuser haben wir mit der Pro-Engine-Linie ein exklusives Sortiment an Motorölen, die offizielle Freigaben der Autohersteller tragen.

AH: Wie läuft es künftig bei Additiven?

G. Hiermaier: Auch in diesem Bereich besteht Nachfrage – eine, die wächst. Denn die modernen Motoren sind hochempfindlich. Bei immer dünneren Motorölen besteht die Gefahr, dass der Schmierfilm abreißt. Dann könnte der Motor Schaden nehmen, weil der Verschleiß steigt. Entsprechend große Bedeutung haben Additive für einen höheren Verschleißschutz. Im Kraftstofftrakt ist es ähnlich. Moderne Aggregate quittieren jegliche Art von Ablagerungen, auch schon sehr feine, mit Funktionsproblemen. Hier können Kraftstoffadditive vorbeugend und/oder zur Problembehandlung eingesetzt werden. Ein prominentes Beispiel ist LSPI. Immer mehr moderne Motoren leiden unter erhöhtem Risiko von Low Speed Pre-Ignition. Das kann zu Motorklopfen und damit zu ernsten Motorschäden führen. Liqui Moly hat ein Additiv entwickelt, das diese Gefahr deutlich reduziert: den Pro-Line Direct Injection Cleaner. Das ebenfalls von uns entwickelte Hybrid-Additiv ist auch ein Beweis unserer Innovationskraft.

Das vollständige Interview mit Günter Hiermaier lesen Sie in AUTOHAUS 18/2021, das am 20. September erscheint. Darin spricht der Manager auch über die Corona-Lage, die Auswirkungen der Rohstoffknappheit und die strategischen Pläne des Unternehmens.

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