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HB ohne Filter: Corona- und Lieferzeitendrama +++ Eisenach und Rüsselsheim ++ Zukunftswerkstatt 4.0 +++ Tachobetrug "isch over" +++ Harald Witte

© Foto: Ralph M. Meunzel/AUTOHAUS

Unabhängig, scharfsinnig, auf den Punkt: der aktuelle Wochenkommentar von AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat!

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Datum:
19.11.2021
Lesezeit: 
10 min

2 Kommentare

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Corona- + das Lieferzeitendrama +++ Eisenach und Rüsselsheim bleiben unter dem Opel-Dach +++ Zukunftswerkstatt 4.0 eröffnet – Eine neue Brancheperspektive! +++ +++ Tachobetrug "isch over" +++ Kraftfahrzeuggewerbe LV Bayern - Einstimmige Harmonia! +++ Harald Witte – Der besondere Meister!

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Montag, 15. November 2021

Corona- + das Lieferzeitendrama

Wenn BMW in diesem Jahr in den Verkaufszahlen Daimler deutlich überholen wird und das mit einer Umsatzrendite von deutlich über zehn Prozent, dann zeigt das, dass man die Analyse der Chipmalaise von Marke zu Marke genauer anschauen muss. Selbst die Lieferzeiten von E-Autos strecken sich. BMW führt aktuell den i4 und den iX ein, aber der Frühstarter i3 läuft aus und erhält keinen Nachfolger! Auch Tesla kann nicht sofort nach der Probefahrt liefern, es gibt Wartezeiten bis zu zwölf Monate. Dann gibt es Marken wie beispielsweise Mazda, die können ihre Händler in Sachen E-Autos grundsätzlich nur unterbelichtet beliefern. Bei Daimler trifft man gar Lieferzeiten bis zu 14 Monaten an. Manche Händler beteuern für 2021 glänzende Verkaufszahlen, vor allem im Großkundengeschäft, doch bis wann kann geliefert werden?

Die strukturelle Problematik liegt darin, dass die Chip-Mangelwirtschaft voraussichtlich bis August 2022 anhalten wird. Der große Unterschied zur Coronazeit seit 18. März 2020: die staatlichen Unterstützungsgelder in Form von Kurzarbeitergeld oder vielfach bezahlten Überbrückungshilfen bleiben auf dieser Strecke der Mangelwirtschaft aus. Der "Verkaufsstillstand" über den Winter wird bei einigen Betrieben zur Liquiditätsenge führen. Ob da die Kreditvaluta oder auch die Kredittilgungen abermals gestreckt werden? Liquidität vor Rentabilität! Diese "Verkaufsdürre" ist auch für das gesamte Verkaufsteam wenig motivierend. Ob da nicht der eine und andere Verkäufer der Branche seinen Rücken zuwendet? Ausbaden muss die Malaise einmal mehr der Handel. Man stelle sich vor, wie ein Hersteller derartige Marktsituationen im Direktvertrieb lösen möchte? Chaos pur!

Abermals lässt Corona aktuell die Luft anhalten. RKI-Chef Lothar Wieler spricht von einer Notlage, es stehe eine "schlimme Weihnacht" vor uns. Im Juli hat das RKI bereits vor der jetzigen Situation gewarnt. Man ging da in großer Gelassenheit aufgrund der anstehenden Bundestagswahl darüber hinweg. Jetzt muss man feststellen, dass die Wirkung der Impfung nachlässt. Und dennoch schützt das Impfen am besten. 67 Prozent der Bevölkerung sind geimpft. Dass sich 33 Prozent nicht impfen lassen, ist unverantwortlich. Man sollte hier politisch in der Konsequenz endlich klare Führung zeigen. Hier der Beschluss der Ministerpräsidenten, der am 18.11.2021 getroffen wurde.

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Dienstag, 16. November 2021

Eisenach und Rüsselsheim bleiben unter dem Opel-Dach

Vor zwei Wochen habe ich an dieser Stelle die Stellantisankündigungen über Opel dargestellt und dabei die Frage gestellt: Uwe Hochgeschurtz, wo bleiben sie? Offensichtlich ist man über die Aktivitäten der Gewerkschaft, der Politik wie der Händlerschaft in der Stellantis-Konzernzentrale einsichtig geworden, dass für Deutschland der Manager sprechen muss, der erster Repräsentant der Marke Opel ist. Und das ist seit September Uwe Hochgeschurtz. Nun ist bekannt, dass inzwischen auf allen Ebenen persönliche Gespräche stattfinden. Gut so! Der Opel-Gesamtbetriebsratsvorsitzende Uwe Baum: "Die Werke in Rüsselsheim und Eisenach verbleiben in der Opel-Familie." Die Produktion in Eisenach läuft in der ersten Januarwoche an. Auf eine gelingende Fortsetzung!

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Mittwoch, 17. November 2021

Zukunftswerkstatt 4.0 eröffnet – Eine neue Brancheperspektive!

Die deutsche "Service-Perle" steht! In Esslingen. Eigentlich ist Esslingen mehr als Vorort zur Daimler-Zentrale oder über die Gurken aus den Hengstenberg-Gläsern bekannt. Bitte, 95 Unternehmen, Institutionen, Dienstleister, Werkstattausrüster setzen das markanteste Service-Zeichen: Kooperation! Man stelle sich vor, jeder von ihnen bringt stets seine neueste Service-Innovation ein. Nachdem die Hochschule in Geislingen und das IfA zusammen mit der DAT als Betreiber agieren, steht hier eine gigantische Integrationsaufgabe an. Wer koordiniert und führt all diese umfangreichen Service-Offerten zusammen.

Gut, dass der verantwortliche Macher Prof. Dr. Stefan Reindl selbst Mechaniker, Kfz-Meister ist, ja, inzwischen war. Schwarze Hände hat er schon länger nicht mehr. Und was er als IfA-Chef und Studiendekan der Hochschule zu bewältigen hat, wäre eigentlich genug an Arbeit.  Wichtig, er weiß um die Praxis und hat das Pro, das mit der wissenschaftlichen Seite, mit dem Spektrum der Servicetheorie zu verbinden. Er hat da mit Prof. Dr. Benedikt Maier einen fundierten Sozius. Nochmals, hier wurde – auch politisch gewollt – eine hervorragende Voraussetzung geschaffen. Jetzt ist sie mit Inhalt zu füllen.

Die Zukunftswerkstatt 4.0 ist entstanden im Rahmen des Strategiedialogs Automobilwirtschaft Baden-Württemberg. Und die Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat das Projekt aktiv unterstützt. Ohne Frage, das war aus der Vergangenheit heraus der Kfz-Landesverband Baden-Württemberg, der schon zu seinem 100-jährigen Verbandsjubiläum 2018 die tüchtige Wirtschaftsministerin zu Gast hatte, mit Landesverband-Präsident Dr. Harry Brambach, Michael Ziegler und seinem Hauptgeschäftsführer Carsten Beuss, die da die letzten Jahre verschiedentlich als wichtige politische Brückenbauer fungierten. Nun war sie da, die Wirtschaftsministerin, um ihr protegiertes Werk zu eröffnen. Wenn nun das Ländle von der Gesamtinvestition von 2,5 Millionen Euro (?) sage und schreibe einen "Zustupf" von 740.000 Euro einbringt, dann hat das sehr schwäbisch zurückhaltenden Charakter.

Wirtschaftministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut beim offiziellen Gongschlag der neuen "Branchen-Service-Perle". Rechts der Rektor der Hochschule Nürtingen-Geislingen Prof. Dr. Andreas Frey, daneben die Professoren Benedikt Maier und Stefan Reindl nebst Assistenten.
© Foto: Dietmar Winkler

Es sei hier bewusst mal ein Contrapunkt gesetzt. In Kempten/Allgäu bezog 2020 das Institut für Assistenz und vernetzte Mobilität (IFM) seine Gebäudlichkeit. Es geht dort um die Zukunft des "autonomen Fahrens" (Vernetzte Mobilität). Der Freistaat Bayern förderte das mit mehreren Millionen Euro (siehe folgendes Bild). Was die Bayern können, sollte doch bei den Schwaben als Erfinder des Automobils selbstredend sein! Im Klartext, das "Ländle" darf sich wirklich auf dem Sprung der Werkstatt 4.0 zur 5.0 noch etwas mehr anstrengen!

Institut für Assistenz und vernetzte Mobilität (IFM)
© Foto: Prof. Hannes Brachat

Der Verbund Theorie und Praxis

Nachdem ich u. a. das Thema "Service-Management" an der Hochschule über die Vorlesungsstrecke 2021/2022 begleite, freue ich mich, dass wir das Vorlesungsfinale im Wintersemester am 26.1.2022 live in der Zukunftswerkstatt 4.0 erleben werden. Corona möge uns das nicht vermiesen. Wo kann man Theorie und Praxis so genial sichtbar für die Studentenschaft verbinden, wie mit der Zukunftswerkstatt 4.0. Der große Hochschulsponsor Wilfried Wilhelm Anclam, der Vorstandsvorsitzende von Autoland, wird dafür sorgen, dass das alles von der Busfahrt von Geislingen in die Gurken-Stadt Esslingen inklusive des Caterings vor Ort für die Studentenschaft zum Abschluss des Semesters zum unvergesslichen Studenten-Serviceereignis wird. Ein Hoch der neuen Institution Zukunftswerkstatt 4.0. Bitte, mit weiteren Fördergeldern aus der Villa Reitzenstein!

Ich muss einfach nochmals nachkarten. Da erwartet z. B. das Land Baden-Württemberg, dass die Werkstattausrüster ihre Gerätschaft in der Werkstatt 4.0 gratis einbringen. Was ist das für ein Gebaren? Wenn das zum Selbstkostenpreis geliefert wird, dann sei es das. Sie wollen doch, dass die Unternehmen ordentlich ihre Steuern bezahlen. Dann sollen sie bei Gott auch ihre Rechnungen anständig und nicht schwäbisch zugeknüpft bis verschnupft begleichen.

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Donnerstag, 11. November 2021 - Martinstag

Tachobetrug "isch over"

Ein junges Unternehmen namens CarCert macht es angeblich möglich, die weit verbreitete Manipulation von Kilometerständen bei Gebrauchtwagen zu beseitigen. Offensichtlich wurde auch das leidige Dauerthema Datenschutz dabei gelöst. Für 29,99 Euro pro Fahrzeug kann der Handel dem GW-Käufer künftig eine saubere "Fahrzeugbiografie" testieren. Das CarCert-Zertifikat enthält neben historischen Kilometerständen des Fahrzeugs die Referenz-Laufleistung identischer Modelle, die Ergebnisse aller Hauptuntersuchungen (HU), die Erstzulassung, Rückrufe des Herstellers, die Basis- und Sonder-Ausstattungen sowie deren Neu- und Restwert, einen Import-Check sowie viele weitere Daten. Die technischen Daten dazu liefert die DAT. Nachstehende Abbildung zeigt das Auslesegerät.

CarCert-Auslesegerät
© Foto: CarCert

Weitere Informationen und Kontaktaufnahme unter www.carcert.net oder Experion CarCert Gmbh, Kreuzberger Ring 68, 65205 Wiesbaden.

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Freitag, 19. November 2021

Kraftfahrzeuggewerbe LV Bayern - Einstimmige Harmonia!

Liest man die selbsterstellte Presseinformation des "Kraftfahrzeuggewerbe Bayern" zu den "Mitgliederversammlungen 2021", so standen für die Delegierten aus den sieben bayerischen Kfz-Innungen vor allem die Wahlen auf dem Tagungsprogramm. Wie viele da vor Ort oder virtuell dabei waren, konnte man nicht erfahren. Wie auch immer, es sollte den Statuten Genüge getan werden. Das Ergebnis: Präsidium und Vorstand wurden einstimmig, sprich in offener Wahl, bestätigt. Das "Bayerische Hinterzimmer" namens "Harmonia" hat rechtzeitig dafür gesorgt, dass alles - wie gewohnt - beim Alten bleibt. Und das Durchschnittsalter dieser Herren ist von gehobenem Baujahr! Nicht ein einziger neuer erhält da eine Chance. Sie kleben allesamt. Jugendlicher Nachwuchs? Von wenigstens einer externen weiblichen Besetzung ganz zu schweigen. So führt "Harmonia" geschlossen seine Versorgungsbezüge fort. Sie wollen dann wohl alle irgendwann miteinander in Rente gehen. Und dann?

Man hätte von (Alt-)Präsident Albert Vetterl gerne mal erfahren, was der Bayerische Landesverband tatsächlich in der abgelaufenen Periode für seine Mitglieder sichtbar und nennenswert initiiert hat. Da meint Vetterl in seiner vorgegebenen Ansprache: "Die Transformation der Mobilität klappt nur mit dem bayerischen Kraftfahrzeuggewerbe." Das Warum, die speziellen bayerischen Aktivitäten dazu bleibt Vetterl in seinen Ausführungen in jeder Hinsicht wie so oft schuldig. Die ZDK-Vorstandschaft – u. a. Vetterl ist da Mitglied - hat unlängst die "ZDK-Strategie 2030" vorgestellt. Welche aktiven Akzente setzte da die "Bayern-Liga"? Die Forderung nach einem eigenständigen ZDK-Hauptgeschäftsführer für "Freie Werkstätten" ist da nicht nur zu wenig, sondern allenfalls teuer! Und die Abschaffung der "Doppelprüfung", das Ende von Eichung und Kalibrierung von Messgeräten für die AU sowie die Akkreditierung für die künftige AU geht ja wirklich nicht auf das Konto des "Bayerischen Hinterzimmers". Im Gegenteil. Wie lange hat sich Bayern in Sachen AÜK weinzierlich quergelegt? Einig ist man sich allerdings nun über die Höhe des Systementgelts für die Akkreditierung in der technischen Fahrzeugüberwachung mit acht Cent je erfolgreicher Untersuchung in den Bereichen AU, AUK, GAS, GAP und SP. Klar bereits mit rückdatierter Wirkung ab 01.10.2021.

Wer allerdings an die eigentlichen Branchenthemen denkt - Fachkräftemangel, Jungunternehmer und Unternehmerinnen in den Kfz-Innungen, digitale Ausbildungsfragen, aktuelle Fragen rund um den Vertrieb, Werkstattauslastung und E-Mobile, die papierlose Werkstatt, der papierlose Vertrieb, das Thema Daten, auch für Freie Werkstätten - der trifft im "Bayerischen Hinterzimmer Harmonia" auf tiefes Schweigen. Für sie ist es wichtiger, ihrem früheren (Ehren-)Obermeister der Kfz-Innung Unterfranken, Landesinnungsmeister, Bundesinnungsmeister u. a. mit dem Bundesverdienstkreuz hochdekorierten Walter Stoy (86) ein weiteres Ehrenzeichen umzuhängen. Vermutlich für die üble Malaise mit dem letzten Geschäftsführer seiner Innung, die er maßgeblich zu verantworten hat.

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass da einige beim LV-Bayern & Co. in Ämtern verharren, die sie aufgrund ihrer Branchenalltagsferne überfordern. Der Kfz-Landesverband Bayern hatte da in der zwölfjährigen Breitschwert-Ära weit bessere, aktivere und wirkungsvollere Zeiten für das Wohl seiner Mitgliedsbetriebe vorzulegen!

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Samstag, 20. November 2021

Harald Witte – Der besondere Meister!

Es ist mir immer wieder eine besondere Freude und es stimmt mich für die Auto-Branche so zuversichtlich, wenn ich Biografien von erfolgreichen Autohändlern anschauen und reflektieren kann, die ich über 30 Jahre, also eine ganze Generation miterleben und begleiten durfte. Harald Witte, renommierter VW-Audi-Händler in Jesteburg, Buchholz, Fleetstedt - für die Südländer, das liegt um Raum Hamburg - feiert am Samstag, 20. November 2021 seinen 86. Geburtstag. Jetzt könnte ich sagen, sein 85. Ehrentag fiel Corona zum Opfer. Nein, scheibe, der Harald ging mir durch. Ich bitte um sein Nachsehen und schauen Sie - ich sehe ihn vor mir - er winkt mit einer lockeren Handbewegung ab, setzt sein so einnehmendes, herzliches Lächeln auf und meint: "Hannes, lass mal." Es beschreibt so gut seine Wesensart, vornehme, herzliche Zurückhaltung. Daraus resultiert gleich sein gelebtes langjähriges Firmencredo: allumfassender, kompromissloser Dienst am Kunden. Und das gradlinig, kompetent und verlässlich. Und das hat er in allen Facetten in Perfektion gelebt.

Welche Prägung trägt ein Mensch wie Harald Witte in sich, der als junger Knabe mit neun Lenzen auf dem Buckel mit seiner Mutter und seinen beiden Geschwistern am 24. Januar 1945 - zur Winterszeit (!) - aus Westpreußen geflohen ist. Die Landung endete in Jesteburg. Sein Vater kam 1947 aus dem Krieg zurück. Blickt er heute auf sein so großartiges Lebenswerk zurück, er hätte als Knabe diese Dimension selbst im Traum nie und nimmer für möglich gehalten. Von der Gründung über eine VW-Vertragswerkstatt am 5. August 1965 mit wenigen Mitarbeitern auf heute mit den genannten Standorten von über 350 Mitarbeitern im Kuhn & Witte-Team.

Harald Witte gehört zu denen, die sich über den Keller in die Top-Etage hochgearbeitet haben. Das meint, er hat eine klassische Lehre als Kfz-Mechaniker gemacht, in Heide 1960 den Meistertitel erworben und dann praktisch selbst im Service über Jahre den Alltag "gemeistert". 1965 hat er mit seinem Partner Eberhard Kuhn in Jesteburg über den VW-Werkstättenvertrag die erste unternehmerische Zäsur gesetzt. Und seine Vermittlungstätigkeit über den "Käfer" fiel oben gleich auf, so dass die beiden ein Jahr später VW-Händler wurden. Mitte der 70er Jahre kam Audi dazu. Ab 1984 übernahm Harald Witte alleinverantwortlich die Geschicke seines Hauses.

Wir hatten seitens der AUTOHAUS-Akademie damals eine großartige Einrichtung. Wir führten Unternehmerkonferenzen durch. Die Besonderheit, das waren pro Gruppe etwa 20 Händlern, aber von unterschiedlichen Fabrikaten. Wir wollten den überfabrikatlichen Erfahrungsaustausch ermöglichen. Jede Gruppe traf sich zweimal pro Jahr, einmal in einem Hotel, das andere Mal vor Ort in einem Betrieb von einem Händler der Gruppe. Die eine und andere Gruppe traf sich so über 15 Jahre. Da sind echte Freundschaften daraus entstanden. Und so lernte ich als Konferenzbetreuer Harald Witte als engagierten Teilnehmer kennen und schätzen. Und so durfte ich das eine und andere Mal auch aus seinem Autohaus berichten.

Inzwischen sind seine Töchter Kerstin und Claudia sowie sein Schwiegersohn Jan Rommel aktiv im Unternehmen verantwortlich tätig. In der Geschäftsführung ist auch der langjährige Mitarbeiter Oliver Bohn involviert und setzt dabei immer wieder besondere Branchenakzente, sei es über das "Grüne Autohaus", die eigenen GW-Aktivitäten, E-Bike-Sharing, Autoabo bis zum eigenen Kochbuch, das die Mitarbeiter für ihre "Corona-Kunden" gestaltet haben. Sprich, Harald Witte lässt machen, ist aber sehr wohl seinem Lebenswerk, eben auch dem neugebauten Audi Terminal in Seevetal sehr verbunden.

© Foto: Prof. Hannes Brachat

Das Bild zeigt den Mann, der eben auch ein Stück erfolgreicher Handelsgeschichte geschrieben hat mit seiner Frau Anneliese, die ihm auf seinem Weg stets den Rücken freigehalten hat. Sie sind seit 58 Jahren verheiratet. Welch ein Segen! Lieber Harald, ganz große Hochachtung vor Deinem Lebenswerk. Sei stolz und voller Freude darüber. Wie schön, wenn du heute im Rückspiegel sagen kannst: Ich würde es wieder so machen. Welche Erfüllung! Nochmals, welche Referenz an einen Buben, der mit neun Jahren mit seiner Mutter und seinen beiden Geschwistern aus Westpreußen über das zugefrorene Haff geflohen ist. Wir dürfen dich zum Vorbild nehmen! Ganz große Gratulation!

Spruch der Woche:

"Als letzter Ausweg bleibt immer noch die Vernunft."
(Norbert Stoffel)

Mit meinen besten Novembergrüßen

Ihr

Prof. Hannes Brachat
Herausgeber AUTOHAUS
www.brachat.de


Der nächste HB ohne Filter erscheint am 26. November 2021!

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KOMMENTARE


Martin Buchleither

19.11.2021 - 15:05 Uhr

Sehr geehrter Herr Professor Brachat, ein gewisser Carl Benz gilt als Erfinder des Automobils, dieser war Badener und kein Schwabe. Daimler kam etwas später. MfG


Michael

20.11.2021 - 11:55 Uhr

Zitat : "Dass sich 33 Prozent nicht impfen lassen, ist unverantwortlich. Man sollte hier politisch in der Konsequenz endlich klare Führung zeigen." contra Ihrem Spruch der Woche : "Als letzter Ausweg bleibt immer noch die Vernunft." (Norbert Stoffel) Die Spaltung unserer Gesellschaft / Gemeinschaft schreitet immer weiter voran - Auch Dank Ihrer Aussage Herr Brachat


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