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HB ohne Filter: Neuer Verkehrsminister +++ Pro-Auto-Kampagne +++ 4. Corona-Hammer

© Foto: Ralph M. Meunzel/AUTOHAUS

Unabhängig, scharfsinnig, auf den Punkt: der aktuelle Wochenkommentar von AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat!

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Datum:
03.12.2021
Lesezeit: 
10 min

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Die Top-Themen: Verkehrspolitik - Der Neue: Volker Wissing (FDP) +++ ZDK-Kampagne – Pro Auto +++ Der 4. Corona-Hammer! +++ Der Deutschen Umwelthilfe die grüne Grenze aufgezeigt! +++ Winteraktionen im Service – Auto König, ATU

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Montag, 29. November 2021

Verkehrspolitik - Der Neue: Volker Wissing (FDP)

Nach zwölfjähriger CSU-Verkehrspolitik steht nun mit Volker Wissing erstmals ein FDP-Politiker verantwortlich an einem wichtigen Schalthebel. Der ehemalige Richter und Staatsanwalt bringt fünf Jahre (2016 - 2021) Erfahrung als Wirtschafts- und Verkehrsminister in der Landesregierung von Rheinland Pfalz mit. Eigentlich galt der Biologe Dr. Anton Hofreiter von den Grünen als Verkehrsminister gesetzt. Er hat immerhin an der renommierten LMU in München über die südamerikanische Pflanzengattung Bomara zum Dr. rer.pol. promoviert. Hofreiter gilt durchaus als hochqualifizierter Umweltexperte. Und doch stellt sich die Frage, wie ein Politiker ein Ministerium mit 1.100 Mitarbeitern leiten soll, der noch nicht einmal die Erfahrung als Bürgermeister eines Rathauses mitbringt? Ist ein Ministerium in dieser Dimension nicht für jeden Politiker eine hoffnungslose Überforderung? Dann soll er dazu auch noch maßgeblich bei der Bahn AG mitmischen, wo der Bund 100-Prozent-Gesellschafter ist. 

Der Kelch einer grün-linken Politdominanz à la Hofreiter geht - wie gut - an unserer Branche vorbei. VDA-Präsidentin Hildegard Müller wird als persönliche Freundin unserer baldigen "Alt-Kanzlerin" ein doppeltes Kreuzzeichen schlagen, zumal der "verarmte Lobbyisten-Verband" VDA durch den Einnahmeeinbruch als Veranstalter der IAA neue Geldquellen erschließen muss. Man munkelt, statt bisher sechs Millionen Euro sollen nun die VDA-Mitglieder, Hersteller und Zulieferanten 18 Millionen Euro an Beiträgen aufbringen. Und das bei einem VDA-Jahresetat von gut 24 Millionen Euro. 

In der "Bild"-Zeitung machte "der Neue", also Wissing klar, dass die FDP dafür Sorge tragen wird, dass höhere Energiesteuern auf Dieselkrafstoffe durch geringere Kfz-Steuern ausgeglichen werden. Der "grüne Aufschrei" folgte am Tag danach. Wenn aber doch die Steuervorteile beim Dieselkraftstoff bei der Energiesteuer von 47 Cent pro Liter, dem Benziner mit 65,4 Cent angeglichen werden, dann ist es doch nur gerecht, dass die Kfz-Steuer für Dieselfahrzeuge auf das Benziner-Niveau gesenkt wird. Im Koalitionsvertrag S. 162 heißt es: Mit der Umsetzung der EU-Steuerrichtlinie, die u.a. die steuerliche Angleichung von Dieselkraftstoff und Benzin vorsieht, werden wir die steuerliche Behandlung von Dieselfahrzeugen überprüfen. Die Grünen sehen darin ein Prüfungsauftrag, aber keinen Auftrag, die Kfz-Steuern zu senken. Darüber entscheidet das Parlament und das ist der "grüne Hoffnungsanker". Wissing hat seine Dieselpolitik damit begründet, dass er sagt, man muss auf die kleineren Unternehmen ein Augenmerk setzen, die auf den Diesel angewiesen sind. Spätestens daran spürt man, dass der neue Verkehrsminister privat in einem Dorf in der Pfalz lebt und nicht nur die grün-linke Berliner Preußen-Garde im Kopf hat.

Die verkehrspolitische Hauptherausforderung wird dennoch sein, wie eine Verkehrswende gelingt, die die Verkehrsmenge reduziert, beim individuellen Verkehr wie beim Güterverkehr. Wie schafft man es, dass 2030 die Bahn die doppelte Fahrgastzahl befördern kann und dass statt den ewigen 16 Prozent der Gütervolumens 2030 30 Prozent mit der Bahn befördert werden?

Originell wäre doch, wir hätten einmal pro Monat ein Sonntagsfahrverbot. Was würde das als Happening, an Veränderung für alle positiv auslösen, entschleunigen, was als persönliche Begegnung möglich machen? Endlich mal Radfahren oder Kinderfußball auf der Autobahn spielen können! Kombiniert mit einem Picknick! Und erst das fahrradgesteuerte Erlebnis auf der Pintenroute in den Städten. Gottesdienste in Fahrradkleidung mit Helm ab zum Gebet! Eine neue, bereichernde Erlebniswelt, dank Auto!

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Dienstag, 30. November 2021

ZDK-Kampagne – Pro Auto

Ein Hoch dem ZDK für seine Kampagne für das Auto, die diese Woche gestartet wurde. Das Motto: "Gut, dass es Autos gibt!" Die Kampagne läuft über Social-Media (Facebook, Twitter):

© Foto: ProMotor

ZDK-Präsident Jürgen Karpinski erklärte dazu: "Die individuelle Mobilität ist ein Zeichen der Freiheit, die es zu erhalten gilt. Gerade in Zeiten der Pandemie. Das Auto rettet Leben, leistet Hilfe in Katastrophen, stellt die Lebensmittelversorgung sicher, Medikamente und schafft im gesamten Bereich der Produktion Wohlstand, ja auch viele, viele Arbeitsplätze, auch 430.000 in unserem Auto-Gewerbe."

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Mittwoch, 1. Dezember 2021

Der 4. Corona-Hammer!

Waren es 2019 noch 3,61 Millionen Neuwagenzulassungen, so sank die Zahl 2020 auf 2,92 Millionen und wird wohl zum Jahresende 2021 auf 2,7 Millionen weiter absinken. 900.000 Neufahrzeuge weniger als 2019! Die Besitzumschreibungen zählten 2019 7,195 Millionen, 2020 7,021 Millionen und werden 2021 bei 6,8 Millionen Einheiten ausgehen. Auch im GW-Bereich ein Rückgang von 400.000 Fahrzeugen.  Jetzt wütet neben Corona noch das Halbleitervirus mit "unendlichen" Lieferzeiten. Prompt kommt aus Berlin nun das Ende des Corona-Kuschelkurses. ZDK-Präsident Jürgen Karpinski machte politisch deutlich, dass die generelle 2G-Regel im Automobilhandel nicht zumutbar sei. Wir haben darüber gestern eingehend berichtet.

Der Hauptgeschäftsführer des Landesverbandes Baden-Württemberg, Carsten Beuß hat dazu nachstehende Kurzfassung des Beschlusses der Bundeskanzlerin und der Ministerpräsidenten zusammengestellt. Der "komplette Erlass" vom 2. Dezember 2021 können sie hier abrufen.

MPK-Beschluss und die direkten oder indirekten Auswirkungen auf das Kfz- und Tankstellengewerbe:

  1. Einführung eines erweiterten Bund-Länder-Krisenstabs
  2. Bemühung von Bund und Länder, allen, die wollen, bis Weihnachten eine Erstimpfung zu ermöglichen
  3. Kurz- und längerfristige Ausweitung des Personenkreises, der Impfungen durchführen darf auf Apotheker, Pflegefachkräfte, Zahnärzte
  4. Veränderung des Impfstatus, zeitliche Begrenzung des Geltungszeitraumes für vollständigen Impfstatus (9 Monate nach zweiter Impfung) wird diskutiert
  5. Inzidenzunabhängige Zugangsbeschränkung für Einzelhandel auf 2G mit Kontrollpflicht für Geschäfte, Ausnahme nur Grundversorgung
  6. 2G oder 2Gplus auch in der Gastronomie
  7. Kontaktbeschränkungen für nicht geimpfte und nicht genesene Personen: eigener Haushalt plus 2 weitere Personen eines weiteren Haushalts. Kinder bis 14 Jahre ausgenommen.
  8. Grundsätzlich Maskenpflicht und 2G auf Veranstaltungen, Möglichkeit von 2Gplus
  9. Generelle Maskenpflicht an Schulen für alle Klassenstufen
  10. Strenge Kontrollen der Regelungen
  11. Aufforderung an den Bund, das IfSG zu ändern. Zusätzliche Maßnahmen für Bundesländer, um auf regional hohes Infektionsgeschehen reagieren zu können.
  12. Unterstützung einer Prüfung der allgemeinen Impfpflicht durch Bundestag und Aufforderung an Ethikrat, bis Jahresende Gutachten darüber zu erstellen. Ziel Einführung allg. Impfpflicht ab Februar 2022
  13. Einrichtung wissenschaftliches Expertengremium im Bundeskanzleramt, das wöchentlich tagt und Vorschläge macht für gemeinsame Vorgehensweise
  14. Feuerwerks- und Versammlungsverbot an Silvester und Neujahr
  15. Wirtschaftshilfen für betroffene Betriebe angedacht Wirtschaftshilfen: u.a. Überbrückungshilfe IV für besonders betroffene (Adventsmärkte), Härtefallhilfen für Messen und Ausstellungen

Details der Umsetzung sind noch nicht bekannt; das Inkrafttreten der neusten Fassung der CoronaVO für Baden-Württemberg, mit der viele Punkte dieser Beschlusslage umgesetzt werden sollen, ist bisher für Samstag in Aussicht gestellt worden.

  • Weitgehende Änderungen, die das Handwerk betreffen, sind nicht zu erwarten.
  • Allerdings trifft 2G im Kfz- und Teilehandel unsere Betriebe erheblich, weil faktisch rund ein Drittel der Kundschaft ausgesperrt wird, und zwar unabhängig von der Inzidenzzahl!

Derzeit gehen wir aber immerhin noch davon aus, dass Abhol- und Lieferangebote möglich bleiben.

  • Zudem ist das erneute "Böllerverbot" für Tankstellen ärgerlich, bei gastronomischen Angeboten dürfte künftig inzidenzunabhängig 2G oder 2Gplus gelten. 

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Donnerstag, 2. Dezember 2021

Der Deutschen Umwelthilfe die grüne Grenze aufgezeigt!

Endlich wird auch den grünen Ultras wie der Deutschen Umwelthilfe (DUH), besser bekannt in der Branche als Abmahnzockerverein, vom Verwaltungsgericht Stuttgart ihre grüne Grenzen, ihre überzogene Umweltideologie aufgezeigt. DUH, sie fordert und fordert. Lösungen außer automobilem Totalverbot legt sie keine vor. Wenn nun der "grüne" Landesverkehrsminister von Baden-Württemberg, Winfried Hermann, aufzeigt, was in Stuttgart wirklich alles faktisch getan wurde, um die Luft sauberer zu machen und DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch den DUH-Vollstreckungsauftrag für erledigt hält, dann sollten diese "radikalen Radolfzeller", dieser Mini-Vereinm zur Kenntnis nehmen, dass das saubere Stuttgart mit Hochtechnologie gelöst wurde.

Im Klartext: Die Lösung für eine gesunde Natur ist nur über technische Innovationen und eine ertragsstarke Wirtschaft zu schaffen. Die DUH, sprich Jürgen Resch, möge endlich in sich gehen, sein grünes Utopia auf ein realistisches Maß stutzen und die Kirche im Dorf lassen. Ne quid nimis! Nichts im Übermaß!

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Freitag, 3. Dezember 2021

Winteraktionen im Service – Auto König, ATU

Kaum ist die Winterreifensaison maßgeblich gestaltet, findet man im "Sozialen Netzwerk" dazu profunde Stimmen wie die nachfolgende Empfehlung von "Stephi". Man darf selbst dabei die Hoffnung nie verlieren und sollte geduldig, fachkundig beraten.

© Foto: Screenshot

ATU macht fraglos – vergleichbar Sixt – auffällig ansprechendes Service-Marketing. Aktuell wird für den Batterietest geworben. Ebenso für nützliches Winterzubehör:

© Foto: ATU

Auto König begeistert immer wieder über seinen auffälligen wie gefälligen Internetauftritt. Aktuell wird eine Weihnachtsaktion gefahren. Es gibt Rabatt auf alle Werkstattgutscheine. Der Kunde kann sich also verbilligte Werkstattleistung vorab kaufen. Statt 100 Euro kostet der Werkstattgutschein in Realiter 80 Euro. 20 Prozent Rabatt! So muss der Nikolaus dann billiger schrauben.

© Foto: Auto König

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Spruch der Woche:

© Foto: MJ

Ich wünsche Ihnen ein zweites Adventswochenende mit dem Wunsche "Fröhlichkeit im Herzen" zu tragen, mit dem sich die Alt-Bundeskanzlerin in spe, Angela Merkel, beim Zapfenstreich im Innenhof des Bendlerblocks in ihrer letzten öffentlichen Rede nach 16 Dienstjahren am Donnerstag verabschiedete. Wir danken ihr!

Prof. Hannes Brachat
Herausgeber AUTOHAUS
www.brachat.de


Der nächste HB ohne Filter erscheint am 10. Dezember 2021!

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KOMMENTARE


Leserin

06.12.2021 - 08:50 Uhr

Man sollte vielleicht noch ergänzen, dass es sich bei der Meinung von "Stephi" um die eines so genannten "Querlenkers" handelt ;-)


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