-- Anzeige --

HB ohne Filter: puls Automobilkongress 2021 – Greentech-Strategien – "Grünes Europa"

© Foto: Ralph M. Meunzel/AUTOHAUS

Unabhängig, scharfsinnig, auf den Punkt: der aktuelle Wochenkommentar von AUTOHAUS-Herausgeber Prof. Hannes Brachat!

präsentiert von



Datum:
16.07.2021
Lesezeit: 
10 min

NOCH KEINE Kommentare

jetzt mitdiskutieren



-- Anzeige --

Das Top-Thema heute: puls Automobilkongress 2021 – Greentech-Strategien – "Grünes Europa"

Steigen Sie ein in die Diskussion! Am Ende des Beitrags finden Sie den Button "Kommentare". Klicken Sie darauf und kommentieren Sie Prof. Brachats Standpunkte.

______________________________________________________________________________________

Mittwoch, 14. Juli 2021

puls Automobilkongress 2021 – Greentech-Strategien – "Grünes Europa"

© Foto: Prof. Hannes Brachat / Juliane Schleicher / puls Marktforschung

EU-Klimaplan "Fit for 55"

Wie weitsichtig, puls hat seinen 17. Kongress "Greentech-Strategien" genau auf den 14. Juli 2021 gelegt, an dem aus Brüssel der markante grüne Zukunftsanstrich in Form von 12 Gesetzesvorlagen kam. Ein Klimahammer! Dennoch, keiner weiß, was in zehn Jahren konkret sein wird. Alles Leben besteht aus Überraschungen. Es wird auf dieser Wegstrecke noch manche geben. Und selbst, wenn nun, was viele grüne Schreiberlinge für gut finden, dass das Ende des Verbrenners für 2035 in Sicht ist, so wird dem nicht so sein. Es gibt auf dem Globus 1,3 bis 1,5 Milliarden Pkw, die als Verbrenner aktuell unterwegs sind. Man muss auch diese, nicht nur die nachwachsende Generation, CO2-neutral machen. Über E-Fuels. Es ist nicht der Verbrennermotor, sondern der fossile Brennstoff, der das eigentliche Problem markiert. Im Klartext:

  1. Es gibt künftig noch schärfere Klimaschutzvorgaben
  2. Hyundai und Toyota haben bereits serienreife Wasserstofffahrzeuge. Technikoffenheit ist gefordert.
  3. Das Benzin wird noch teurer. Der Benzinpreis ist seit Januar 2021 und 30 Prozent gestiegen und soll nochmals um 16 Cent steigen. Vor oder nach der Bundestagswahl?
  4. Für das E-Auto gilt es noch markante Hürden zu nehmen. Wo kommt der Strom für alle E-Autos her? Wie will man die Energiewende und die Verkehrswende schaffen? Wo kommen all die notwendigen Rohstoffe her. Wie lassen sich all die E-Autos in Innenstädten laden? Wer kann sich künftig das E-Auto leisten? Wo bleibt die offene Diskussion?
  5. Die Klimadiskussion wird einseitig zu Lasten des Autos geführt. Wo bleibt die Diskussion über das Thema Überbevölkerung? Wir sollen von derzeit 7,4 Mrd. Menschen 2050 auf 9,4 Mrd. anwachsen. Der Papst möge endlich mal über das Kondomverbot sehr ernstlich in sich gehen. Das Thema Landwirtschaft, Ernährung? Waldsterben?

Die Frage reduziert sich, was das einzelne Autohaus als Beitrag leisten kann? Papierlose Abwicklung, im Verkauf wie im Service. Einheitliche Neuwagengarantien – acht Jahre, wie es Hyundai vorlegt.

Das Auto-Gewerbe hat seit 1985 mit der ASU (heute AU), dann mit dem Katalysator, dann mit der Entsorgung, Ölabscheider, bleifreies Benzin bis heute markante Beiträge geleistet. Oder anders, es ist doch nicht so, dass das Auto-Gewerbe sich nicht aktiv "grün" bewegt. Im Klartext, die einen laufen mit Regenbogenfarben als Armbinde herum, wir sollten herzhaft im Auto-Gewerbe die „Grüne Armbinde“ tragen. Ja, die Natur irrt nicht. Und die aktuellen Wasserkatastrophen zeigen, wie grausam auch die Natur – bei aller Bewunderung – sein kann. Wir alle haben unseren Beitrag zur Wahrung der Schöpfung zu leisten. So, wie es puls in seiner Headline zum 17. Kongress vorgab: Mit grüner Mobilität, aber schwarzen Zahlen!

© Foto: Prof. Hannes Brachat / Juliane Schleicher / puls Marktforschung

Jürgen Keller, Geschäftsführer Hyundai Deutschland und Hans Noll, Geschäftsführer im Autohaus Stanglmaier (Opel, Hyundai im Oberland) präsentierten die Einführung der Hyundai Submarke IONIQ. Das IONIQ Motto: "Elektrifizierter Fortschritt für ein vernetztes Leben!" Wie zukunftsträchtig ist diese Aussage! Hyundai ist erster Volumenhersteller mit 800-Volt-Schnellade-Technologie. Markteinführung des Neuen war im Juni 2021. Bisher liegen 5.700 Bestellungen vor. Bis Jahresende will man 8.000 Einheiten vermarkten. Preis des IONIQ rund 50.000 Euro.

Weitere Besonderheit ist die Neuwagengarantie von acht Jahren, fünf Jahre Herstellergarantie plus drei Jahre Neuwagen-Anschlussgarantie mit RealGarant.

© Foto: Prof. Hannes Brachat / Juliane Schleicher / puls Marktforschung

Hans Noll, seit 16 Jahren Hyundai-Händler schilderte die E-Umsetzung für die sieben Autohausstandorte von Autohaus Stanglmair. Verkaufsmannschaft sowie die Serviceberater einschlägig schulen, lautet seine Losung. 90 Prozent der Kunden tanken zu Hause. E-Autofahren macht Freude. Also, Probefahrten, Probefahrten, Probefahrten arrangieren. Die E-Freude erleben lassen. E-Autos als Werkstattersatzwagen einsetzen. Noll rät, die E-Fahrzeuge zu verleasen. Nach drei oder vier Jahren erfolgt Rückgabe an den Importeur, ohne Risiko für den Händler. Jürgen Keller: "Und wir vermarkten diese Fahrzeuge wie alle anderen Rücknamen auch über unsere Händler."

Jürgen Keller ging auch auf die Brennstoffzelle, sprich Wasserstoffauto am Beispiel des Hyundai Nexo ein. In Deutschland gibt es zur Stunde 92 Wasserstofftankstellen. 400 sind zur deutschlandweiten Abdeckung notwendig. Kosten einer Wasserstofftankstelle: 1,2 Millionen Euro. Andere Marken zieren sich mit Wasserstofffahrzeugen, die Koreaner (!) haben sie serienreif am Markt. Deutschland, wo bleibst Du?

Maria Grazia Davino, Sales & Marketing Stellantis Enlarged Europe (inkl. Russland und Ukraine) bei Stellantis
© Foto: Prof. Hannes Brachat / Juliane Schleicher / puls Marktforschung

Maria Grazia Davino sprach in akzentfreiem Deutsch, das die Kongressbesucher mit großem Applaus quittierten über die neue Konstellation von Stellantis. 14 Marken, mit Produktionsstätten in 30 Ländern, mit globaler Präsenz in 130 Ländern, in denen insgesamt 400.000 Menschen beschäftigt sind. Welch eine Dimension. In der normalen Vorstellungswelt entsteht das Bild von Größenwahn. Davino gibt sich dennoch politisch, diplomatisch wie zuversichtlich. Davino: "Man muss den Status quo in Frage stellen, um den Pioniergeist anzutreiben, der zu Innovationen führt." Und das für 14 gut eingeführte Marken, die ihre starken Wurzeln in den Bereichen Automotive, Mobilität und Part & Services haben und auf eine starke Historie zurückblicken können. Für die unternehmensweite Leistung, Strategie und Planung wird bei Stellantis über eine Matrixorganisation gearbeitet. Von der Business Review, bis zur Brand Review, Global Program Committee u.a. Jetzt zeigte die Managerin das breite Portfolio der Automarken, von Luxus-, Premium und Mainstream-Marken bis hin zu kommerziellen Autos. Bis 2025 soll von jedem neu auf den Markt erscheinenden Modellen ein E-Modell zur Verfügung stehen.

Abschließend zeigte die fundierte Dozentin zwölf globale Funktionen auf und die daraus resultierenden transversalen Aktivitäten. Davino betonte sehr deutlich, wie wichtig lokale Aktivitäten sind. Jede Marke müsse ihre Identität behalten und sich im Interesse des Ganzen anpassen. Der Wettbewerb ist sehr groß, auch durch fremde "Eindringlinge". Die Komplexität der Materie ist insgesamt gestiegen. Schnelligkeit und Effizienz sind gefordert. 

In der Diskussion ging Maria Grazia Davino auf die gekündigten Händlerverträge ein. Ihre gefalle das Wort Kündigung nicht. Es gehe um mehr, nämlich um eine vertragliche Neuausrichtung, um eine notwendige Transformation. Das Wiener Peugeot-Urteil des OGH hat Frau Davino von sich aus nicht angesprochen.

© Foto: Prof. Hannes Brachat / Juliane Schleicher / puls Marktforschung

Sixt setzt werblich immer wieder auch politisch mutige Akzente. Hier ging es um die Leiharbeit von der Grünen Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock beim Verfassen ihres neu erschienen Buches, vorgelegt ohne Quellenangaben. Diese sollen nun in einer Neuauflage nachgeholt werden. Dennoch fand das "sorglose Kupfern" zahlreiche Kritiker. Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble zur Lageeinstellung: "Wer Hitze nicht verträgt, hat in der Küche nichts zu suchen."

Auto-Abo! Es sei festgehalten, dass Sixt bereits im Jahre 1999 auf der IAA das Car-Abo offerierte. Jürgen Lobach von finn.auto charakterisiert das AutoAbo so: "Der Erfolg von Auto-Abo Angeboten, spiegelt nicht den Trend von Nutzen statt Besitzen wieder. Das Gegenteil ist der Fall, es geht um eine neue, moderne Form des "Car Ownerships". Menschen möchten ein ihnen persönlich zur Verfügung stehendes Auto. Was sie nicht mehr möchten ist, die Komplexe mit vielen Akteuren (Händler, Bank, Versicherung, Zulassungsbehörden usw.) verbundene Beschaffung und die Intransparenz der Gesamtkosten sowie die nicht mehr zeitgemäßen langen Bindungszeiten. Die sich schnell wandelnden Lebensumstände der heutigen Zeit fordern flexiblere Lösungen für den persönlichen Auto Besitz."

Vizenz Pflanz, President Corporate Sales Sixt SE
© Foto: Prof. Hannes Brachat / Juliane Schleicher / puls Marktforschung

Vizenz Pflanz stellte die zentrale App aus dem Hause Sixt vor. Für RENT, für SHARE, für RIDE und AUTO ABO, für B2C und B2B. 900 IT-Entwickler in Deutschland und der Ukraine arbeiten an der Weiterentwicklung der Sixt-Mobilitätsplattform. In den Sixt-Fahrzeugen ist eine Telematik-Box installiert. Über die App kann damit das Fahrzeug schlüssellos geöffnet werden und es kann damit eine kontaktfreie Fahrzeugübernahme stattfinden. Es lässt sich damit auch eine unbemannte Sixt-Station auf jedem Firmengelände installieren.

© Foto: Prof. Hannes Brachat / Juliane Schleicher / puls Marktforschung

Pflanz ging in einem weiteren wichtigen Baustein auf die Herausforderungen im aktuellen Fuhrparkmanagement ein. Dabei stellt sich die Perspektive für den Fuhrparkleiter anders als für den Fuhrparknutzer dar. Darüber hinaus gibt es zwei weitere Schnittstellen für die Fuhrparkmanager: Human Ressoures (HR) und Finance.

Die Pandemie fordert vielfach flexible Anpassungen in der Fuhrparkgestaltung. Es wurden dadurch auch die digitalen Beschaffungskanäle geöffnet. Auch der Wechsel zu einem Kleinwagen mit Elektroantrieb während der Arbeitswoche hat Aufwind in der Akzeptanz erfahren. Mit dem höheren Anteil an Homeoffice und Videokonferenzen reduzieren sich die benötigten Kilometerpakete

So prägt Sixt Nachhaltigkeit!
© Foto: Prof. Hannes Brachat / Juliane Schleicher / puls Marktforschung
Das Kunden-Credo von Erich Sixt, genannt der "scharfe Erich". Wie immer Klartext! Genial!
© Foto: Prof. Hannes Brachat / Juliane Schleicher / puls Marktforschung
 
© Foto: Prof. Hannes Brachat / Juliane Schleicher / puls Marktforschung

Google, die Emil Frey Gruppe und puls Marktforschung präsentierten die Ergebnisse ihres Pilotprojektes "Digitale Kundengewinnung".

© Foto: Prof. Hannes Brachat / Juliane Schleicher / puls Marktforschung

Sara Bay, Leitung Marketing und Kundenkontaktcenter, hat sich in Sachen "Digitales Marketing" nicht nur ein fundierter schwäbischer Name gemacht. Sie ist selber im elterlichen Autohaus aufgewachsen. Das spürt man. Warum? Sie hat Ahnung. Sie kennt die Front. Ich sage das, weil es wohltuend ist, eine solche Perle an den digitalen Schalthebeln zu erleben. Sie ist da mit Powerfreude dabei.

Die Emil Frey-Gruppe verkauft pro Jahr in den 80 deutschen Autohausstandorten etwa 82.000 Neuwagen und 40.000 Gebrauchtwagen. Dahinter stehen rund 4.000 Mitarbeiter, 640 Auszubildende und 600 Verkäufer. Sprich: Verkaufspower.

Sara Bay stellte nun die Konzeption vor, wie aus allen Kanälen die Leads zentral einlaufen, qualifiziert und gezielt zugeteilt werden. Mit Freude und schneller Sprache erläuterte sie ihr Lieblingskind den systemischen "Verkaufstrichter" und die konkrete Erfolgsmessung.

Den Teil E-Mobilität erläuterte Sara Bay am Auftritt am Emil Frey e-Portal, das überfabrikatlich installiert wurde.
© Foto: Prof. Hannes Brachat / Juliane Schleicher / puls Marktforschung
Dr. Martin Koers, Geschäftsführer VDA
© Foto: Prof. Hannes Brachat / Juliane Schleicher / puls Marktforschung

Im VDA sind die Automobilhersteller aber auch über 500 Zulieferer vertreten. Dr. Koers: "Käme jetzt noch der ZDK hinzu, hätten wir die komplette automobile Wertschöpfung unter einem Dach.“ Am Schluss seines Beitrages ging der Referent auf das Konzept der IAA München ein. Das wird im Internet im Detail ausgeführt. Plattform der Mobilitätsbranche. Man nimmt den Namen Auto aus der Diktion der Messeankündigung, obwohl wir morgen die Vollendung des Automobils haben, das "autonome Fahren". Die IAA 2021 findet vom 7. bis 12. September 2021 in München statt. So sie stattfindet. Das Oktoberfest wurde bereits abgesagt. Vermutlich wird Corona dafür sorgen, dass…

Hier das konzeptionelle Detail zur IAA
© Foto: Prof. Hannes Brachat / Juliane Schleicher / puls Marktforschung
Dr. Koers erläuterte die maßgeblichen automobilen Treiber und ging dabei auf besondere internationale Aspekte ein, u.a. China.
© Foto: Prof. Hannes Brachat / Juliane Schleicher / puls Marktforschung
Welche Trends werden die Branche substantiell verändern? Hier die einschlägige Übersicht.
© Foto: Prof. Hannes Brachat / Juliane Schleicher / puls Marktforschung
© Foto: Prof. Hannes Brachat / Juliane Schleicher / puls Marktforschung

puls-Chef Dr. Konrad Wessner zeigte aus einer aktuellen Studie, wie man mit grüner Mobilität schwarze Zahlen schreibt. Was ist der aktuelle Bewusstseinsstand der Kunden? Und was können die einzelnen Autohäuser gezielt "grün" anbieten?

© Foto: Prof. Hannes Brachat / Juliane Schleicher / puls Marktforschung

Matthias Braun von aramco (l.) setzt auf E-Fuels. Im Klartext: "Es geht nicht ohne E-Fuels." Es gibt weltweit 1,3 bis 1,5 Milliarden  Automobile. Sprich, es werden die "Umweltschweine" Verbrenner noch lange unterwegs sein. Derweil ist nicht der Verbrennermotor, sondern die fossilen Brennstoffe das Problem. Braun geht davon aus, dass es E-Fuel geben wird, der nicht teurer ist als das normale Benzin. Beim normalen Benzin sind inzwischen pro Liter 90 Cent der Steueranteil. Im Klartext, wenn es morgen den E-Fuel gäbe, könnte man sich den gesamten E-Aufwand sparen. Wer hat die Entwicklung des E-Fuels so lange verhindert?

Keiner weiß, was in zehn Jahren sein wird. Gibt es bis dort den CO2-freien Sprit, wird der Diesel eine Wiederauferstehung erleben und die restlichen Diesel werden einen erheblichen Mehrwert erfahren. Bedauerlich, dass Matthias Braun nicht offen darstellte, wer eigentlich hinter aramco Fuel steckt? Warum diese Geheimniskrämerei? Was hat man zu verbergen?

Pacal Mast vom TÜV Süd (r.) ging auf die verschiedenen Grenzwerte und die WLTP-Wertregulierungen ein und erläuterte die künftige Systematik der E-Batterie-Bewertung. Dazu wird es Gutachten geben, die den aktuellen Zustand der E-Batterie  qualifizieren, mit Ladekapazität und möglicher Reichweite. Es geht also um das Remarketing der E-Batterie.

© Foto: Prof. Hannes Brachat / Juliane Schleicher / puls Marktforschung

Das Trio Oliver Bohn, Geschäftsführer im Autohaus Kuhn & Witte in Jesteburg/Hamburg (stehend), Stefan Hutschinski, Geschäftsführender Gesellschafter der Hutschinsky Mobility Wien (li) und zugleich Einzelhandelssprecher der österreichischen Automobilhändler und Hansjörg Mayr, CDO bei der Wolfgang Denzel AG – Importeur wie Händler – in Wien präsentierten die Greentech-Strategien im Automobilhandel.

Im Autohaus Kuhn & Witte wurden die Initiativen für ein grünes Autohaus im Jahr 2016 initiiert. Daraus sind zahlreiche Detailaktionen entstanden - sie folgende Charts.

Stefan Hutschinski ist in Wien mit vier VW-Betrieben unterwegs. Es ist für ihn erstaunlich, was die Medien alles nach grün oben bringen. 70 Prozent der Fahrzeuge sind dennoch Verbrenner. Die individuelle Mobilität wird als Anspruch bleiben. Es gibt weder für Stadt- noch für Landbetriebe ein grünes Patentrezept. Die E-Mobility bedarf der Top-Beratung. Inklusive der Auslieferung ist zur Stunde mit dem E-Auto alles aufwendiger. Jeglicher grünen Panikmache erteilt er als Händlersprecher eine Absage. Angesprochen als Sprecher des Einzelhandels zum Wiener Peugeoturteil meint er inhaltlich, dass das Gremium sich das Detail anschaut. Eine weitere Eingabe wurde gemacht. Aus seiner Sicht hat das Urteil bereits auch für andere Marken Wirkung gezeigt.

Die Denzelgruppe betreibt in Österreich 20 Autohäuser und hat als Importeur vier Marken zu gestalten. Dahinter stehen in der Gruppe 1.200 Mitarbeiter. Hansjörg Mayr, in der Branche als scharfsinniger Stratege und Analyst in der Branche aktiv fordert in der Umweltbetrachtung eine gemeinsame Zielsetzung. Mayr zeigte die politischen Veränderungen für Österreich, in Sonderheit für Wien auf und sieht Österreich in der Zielsetzung für 2050 klimaneutral. Man ist in Sachen Ökostrom gegenwärtig mit 70 Prozent (!) unterwegs. Für 2030 werden 100 Prozent angestrebt. Für die Auswirkungen im Service, für die multimodale Mobilität hat Denzel eine neue Firma gegründet. Obenan steht über allem: Klimaneutralität!

Hier die Einzelaktivitäten aus dem Hause Kuhn & Witte in Jesteburg.
© Foto: Prof. Hannes Brachat / Juliane Schleicher / puls Marktforschung
Die vier Themenfelder im Autohaus Kuhn & Witte für die anstehende "grüne Zeit".
© Foto: Prof. Hannes Brachat / Juliane Schleicher / puls Marktforschung
© Foto: Prof. Hannes Brachat / Juliane Schleicher / puls Marktforschung

Zwei Institutionen, die eng mit dem Auto-Gewerbe wie dem ZDK zusammenarbeiten. Die BDK und die Nürnberger. Also: Financial Services. Die BDK ist seit 2014 mit einer Digitalstrategie für das Auto-Gewerbe unterwegs. Zentrum: Kundendaten!. Dazu gibt es einen eigenen Neuwagenkonfigurator, einen Kundenkalkulator. Die BDK hat eine eigene Börse "JuhuAuto" initiiert. Darin bringt man die besondere Verbindung von Auto und Finanzierung zusammen. Gemäß dem Motto: „Ihre Bank zum Auto“. Der neue Chef der BDK, Martin Guse (li) stellte die „Green Mobility“ aus der Sicht seines Hauses engagiert wie überzeugend dar.

Thomas Bettin von der Nürnberger erläuterte, wie sein Haus die "grünen Aspekte" wirkungsvoll in der Organisation umsetzt. Sei es über die TECHNO oder die 500 Mitarbeiter, die in den Autohäusern Policen akquirieren und betreuen. Da wird mehr und mehr papierfrei gearbeitet. Auch in der Schadenabwicklung. Wohlwissend, dass die Nürnberger die Schäden in ihre "wahre Heimat" steuert. Das nennt man auch Nachhaltigkeit. Echoprinzip: Wie man in den Wald hineinruft….

Thomas Bettin muss wohl geahnt haben, dass ich bei der Nürnberger eine Lebensversicherung laufen habe, die dank der Niedrigzinsen überschaubare Freude macht. Für die Videozuschauer muss mein "Kopfschwitzen" eine Zumutung gewesen sein. Peinlich. Ich möchte mich entschuldigen. Sie wissen, ich leide als Ehrenmitglied im Verein für deutliche Aussprache wirklich nicht unter Angstschweiß. Ich will nicht den warmen Scheinwerfer die Schuld geben… Thomas Bettin erkannte mein Leiden und brachte mir ein Jogger-Handtuch, dass alle Teilnehmer bekamen, die früh am Morgen auf der Joggerstrecke mit Dr. Konrad Wessner unterwegs waren. Thomas Bettin, ganz herzlichen Dank für Ihren einfühlenden Weitblick!

© Foto: Prof. Hannes Brachat / Juliane Schleicher / puls Marktforschung

Der Vorabend zum 17. puls Kongress war einem ganz besonderem Thema gewidmet: Jazz-Thinking. Wie bewegt man ein Sinfonie-Orchester und ein Wirtschaftsunternehmen? Thilo Wolf, hier Diplom-Kaufmann, Unternehmer, dort ein brillianter Musiker, in Form von Jazz-Pianist, Dirigent, Komponist und ganz oben in der Disziplin Improvisator. Ein Mann der intuitiv den Augenblick erfasst und daraus musikalische Kreationen entwickelt. Er hatte in Norbert Nagel einen kongenialen Klarinettisten, Saxophonisten zur Seite. Sie zelebrierten musikalische Verzauberung.

© Foto: Prof. Hannes Brachat / Juliane Schleicher / puls Marktforschung

Thilo Wolf stellte Analogien her, hier das Orchester, dort das Unternehmen. Auf den Dirigenten kommt es an. Auf die Leitung. Sie liegt automobilistisch nicht nur im Taktstock, sondern in den Aufgaben der Führung. Der Dirigent leitet und er koordiniert Freiräume. Die Luft zum Atmen! Lass es zu.

Das Block-Fazit: Anerkennung und Wertschätzung. Veränderung basiert auf Inspiration und Improvisation. Lass es zu. Lass es werden!
© Foto: Prof. Hannes Brachat / Juliane Schleicher / puls Marktforschung

Dr. Konrad Wessner wollte mir eine besondere Freude vermachen, einmal mit grandiosen Profis zusammen zu musizieren. Und so kam doch spontan eine "Boogie-Variante" (MGD) zustande. Mit rythmischem Klatschen, den perlenden, virtuosen Überstimmen von Thilo Koch und dem mitreißendem Saxophon-Solo von Norbert Nagel. Frei improvisiert. Für alle: Zur Freude an der Musik!

Ein ganz spezieller Dank gilt Johannes Lang und seinem Team von ATV MEDIA Nürnberg. Der gesamte Kongress wurde erstmals sowohl in Präsenz als auch virtuell übertragen. Wer da hinter die Leinwand schaut, was da an technischer Komplexität dahinter steht, hält die Luft an. Lang hat mit seinem so sympathischen Profiteam gezeigt, was mit höchster Professionalität machbar ist. Gratulation für ein so perfektes Zusammenspiel. Eben auch für alle Zuspielungen, von Mailand bis Hamburg. Klasse!

______________________________________________________________________________________

Mit meinen besten Grüßen und Wünschen

Ihr

Prof. Hannes Brachat
Herausgeber AUTOHAUS
www.brachat.de


Der nächste HB ohne Filter erscheint am 23. Juli 2021!

-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --
-- Anzeige --

KOMMENTARE


SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

-- Anzeige --

NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Auto News für die Automobilbranche: AUTOHAUS ist eine unabhängige Abo-Fachzeitschrift für die Automobilbranche und ein tagesaktuelles B2B-Online-Portal. AUTOHAUS bietet Auto News, Wirtschaftsnachrichten, Kommentare, Bilder und Videos zu Automodellen, Automarken und Autoherstellern, Automobilhandel und Werkstätten sowie Branchendienstleistern für die gesamte Automobilbranche. Neben den Auto News gibt es auch Interviews, Hintergrundberichte, Marktdaten und Zulassungszahlen, Analysen, Management-Informationen sowie Beiträge aus den Themenbereichen Steuern, Finanzen und Recht. AUTOHAUS bietet Auto News für die Automobilbranche.