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Fast 20 Prozent unter Vorjahr: Pkw-Markt in Westeuropa bricht im November drastisch ein

Um minus 17,4 Prozent ist der Auto-Absatz im November 2021 in Westeuropa eingebrochen.
© Foto: flowertiare/stock.adobe.com

Die Chipkrise und die steigenden Corona-Inzidenzzahlen mit Aufkommen der neuen Omicron-Variante sind für den Rückgang verantwortlich. Licht am Ende des Tunnels ist aber in Sicht.


Datum:
09.12.2021
Autor:
Detlef Borscheid
Lesezeit: 
3 min
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Der Halbleitermangel, steigende Corona-Inzidenzzahlen und das Aufkommen der neuen Omicron-Variante haben nach Darstellung des Branchenexperten Detlef Borscheid zu einem drastischen Einbruch der westeuropäischen Pkw-Neuzulassungen im November 2021 geführt: Mit knapp 938.000 Neuzulassungen liegt der November um minus 17,4 Prozent unter dem November 2020 – trotz ein bis zwei Arbeitstagen mehr.

Die fehlenden elektronischen Bauteile führten zu erheblichen Produktionsausfällen bei den Herstellern und damit zu starken Lieferverzögerungen. Dadurch entstand ein großer Nachfrageüberhang, der wohl erst im nächsten Jahr abgebaut werden kann.

Lieferschwierigkeiten und wenig Gebrauchtwagen

Käufer, die nicht warten wollen, sind auf den Gebrauchtwagenmarkt umgeschwenkt. Aber auch hier zeigt sich, dass das Angebot an jungen Gebrauchten knapp ist - mit der Folge stark steigender Gebrauchtwagenpreise. Aufgrund der Lieferschwierigkeiten der Hersteller werden vorrangig teurere Modelle verkauft und zunächst der Privat- und Flottenmarkt bedient. Daher sind die taktischen Kanäle noch stärker von der Chipkrise betroffen. Dies hat wiederum einen negativen Einfluss auf das Angebot an jungen Gebrauchten, die vorrangig aus diesen Kanälen stammen.

In diesem Jahr hätten 15 Prozent mehr Fahrzeuge verkauft werden können. Die Halbleiterknappheit führt in diesem Jahr zu einem Neuzulassungsvolumen von 10,6 Millionen Pkw, was noch einmal um minus 1,8 Prozent unter dem bereits äußerst niedrigen Niveau von 2020 ist. Damit liegt die Pkw-Nachfrage weiterhin um mehr als drei Millionen Fahrzeugen unter den Vorjahreswerten von vor der Corona-Pandemie.

Sorgen wegen Corona und möglicher Lockdowns

Die fehlenden elektronischen Bauteile und die Auswirkungen Corona-Pandemie werden auch in den kommenden Monaten die Neuzulassungsentwicklung negativ beeinflussen. Hinzu kommt der Anstieg der Inflation. Zudem besteht die Unsicherheit in einigen Ländern, ob es gelingt, die vierte Corona-Welle mit den bestehenden Maßnahmen zu brechen. Landesweite Lockdowns könnten das verarbeitende Gewerbe und somit die Wirtschaft hart treffen.

Im nächsten Jahr wird sich zunächst die Pkw-Nachfrage auf dem aktuellen niedrigen Niveau weiter entwickeln. Erst mit dem Abklingen der Corona- Pandemie und der verbesserten Lieferfähigkeit der Hersteller wird ab Mitte des Jahres eine deutliche Steigerung der Pkw-Neuzulassungen ergeben. Insgesamt werden die Neuzulassungen um 12,3 Prozent auf 11,95 Millionen Autos wachsen.

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