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Igedos: Chancen für Opel Service

Igedos-Chef Höschele: "Die Position der Servicebetriebe hat sich in den letzten Jahren verschlechtert."
© Foto: Doris Plate

Die Interessengemeinschaft der Opel-Spezialisten machte auf einem Infotag in Wiesbaden eine Bestandsaufnahme und gab den Mitgliedern Anregungen, wie sie ihr Angebot und ihre Prozesse verbessern können.


Datum:
02.03.2016
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"Die Position der Servicebetriebe hat sich in den letzten Jahren verschlechtert." Dieses Resümee zog der Vorsitzende der Interessengemeinschaft der Opel-Spezialisten (Igedos), Rolf Höschele, am Mittwoch im Rahmen des Opel-Infotags in Wiesbaden. 2015 war zwar ein gutes Jahr für die Marke mit dem besten Verkaufsergebnis seit vier Jahren (229.352 Zulassungen, 7,2 Prozent Marktanteil). Bei den autorisierten Opel Vertretern (AOV) war der Verkaufserfolg aber gemischt – manche konnten um 30 Prozent zulegen, andere mussten Einbußen von bis zu 50 Prozent hinnehmen.

Insgesamt konnten von den AOV im vergangenen Jahr 17.000 Fahrzeuge mehr verkauft werden  – eine leichte Erhöhung gegenüber dem Vorjahr. Die Zielvorgabe von acht Prozent Marktanteil für das Jahr 2016 bezeichnete Höschele denn auch als "absolut ambitioniert". Dass gerade am Vortag der neue Astra zum "Car of the Year" gekürt wurde, gibt aber Anlass zur Hoffnung ebenso wie die Einführung des Astra Sportstourer am 9. April.

Sehr positiv erwähnte Höschele auch die gute und mittlerweile auch wieder kontinuierliche Zusammenarbeit mit den Vertretern des Herstellers. Opel-Verkaufsdirektor Jürgen Keller ist seit vielen Jahren der Ansprechpartner für Igedos. Der Verband kämpft für die Interessen seiner Mitglieder. Jüngster Erfolg: Auch die AOV bekommen nun vom Hersteller Unterstützung für die Umrüstung auf die neue CI – zwar nur ein Drittel der Kosten und das auch nur ausgezahlt pro verkauftem Fahrzeug, aber eine deutliche Verbesserung gegenüber der kompletten Streichung. Den Oper Service Partnern (OSP) wird die Unterstützung aber weiterhin verweigert. Viele OSP sind deswegen schon ausgeschieden. Eine Beschwerde beim Bundeskartellamt ist wegen der Ungleichbehandlung anhängig.

Das Kernproblem für die Marke ist aber, dass nur ein Teil der Fahrzeuge in die Markenwerkstatt kommt. Und: "Es fließen mehr Opel-Fahrzeuge ab, als neue hinzukommen." Schadenssteuerung der Versicherer, Ersatzteile via Internet und vermeintlich günstige Angebote von ATU und Co. tun ein Übriges. Die Opel-Partner verlieren also kontinuierlich Kunden. Die Gegenmaßnahmen des Herstellers begrüßte Igedos zwar grundsätzlich. Zwei Kritikpunkte seien aber genannt: Zum einen gehen günstige Konditionen bei Serviceaktionen oftmals zulasten der Marge der Partner. Zum zweiten hätten viele Kollegen ihren eigenen Weg, um Kunden zu aktivieren, zu binden und sinnvolle Umsätze zu generieren. Der Hersteller lasse aber wenig Spielraum für freies Unternehmertum. Der Verband versucht hier nach Kräften gegenzusteuern. Die 130 Teilnehmer an der Tagung konnten außerdem zahlreiche Anregungen zur Verbesserung ihres Angebots und ihrer Prozesse mitnehmen. (dp)

Was sonst noch besprochen wurde, lesen Sie in AUTOHAUS 6/2016, das am 21. März erscheint.


Igedos-Infotag 2016

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