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Neue Verträge im VW-Konzern: Händlerverband warnt vor "massiven Eingriffen"

Neue Händler- und Serviceverträge geplant: Die Beziehung von Volkswagen zu seinen Konzernpartnern wird auf eine harte Probe gestellt.

Noch zu Jahresbeginn dementierte Volkswagen Meldungen über neue Händler- und Serviceverträge. Jetzt wagt sich Audi mit konkreten Vorstellungen aus der Deckung. Der Partnerverband lehnt die Pläne entschieden ab – und fürchtet um die Zukunft der gesamten Organisation.


Datum:
18.05.2017
38 Kommentare

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Pläne für neue Händler- und Serviceverträge bei Audi treiben den Volkswagen und Audi Partnerverband (VAPV) auf die Barrikaden. In einer am Mittwochabend verbreiteten Stellungnahme kritisierte der Verband die Forderungen des Herstellers in ungewohnt scharfer Form. Der VAPV-Vorsitzende Dirk Weddigen von Knapp sprach von "massiven Eingriffen in das bisherige Kerngeschäft des Handels". Nach vorsichtigen Schätzungen würden die geplanten Vertragsänderungen bis zu 80 Prozent des aktuellen Geschäftes der Audi-Betriebe betreffen. Sie bedrohten die mittelständischen Unternehmen in ihrer Existenz.

Nach den Informationen will Audi insbesondere im Geschäft mit großen Flotten und im Internet den Direktvertrieb forcieren, um den Wettbewerb der Händler untereinander einzudämmen und herstellerseitig höhere Preise und Margen durchsetzen zu können. Das stößt bei den Autohäusern auf wenig Gegenliebe: "In diesem Sinne erweiterte Direktlieferungsvorbehalte der Konzernmarken wären ein leichtfertiger Angriff auf die Arbeitsplätze unserer Autohäuser und gingen sofort zulasten unserer gerade vom Wettbewerb lebenden Vertriebs- und Servicequalität", erklärte Weddigen von Knapp.

Missbilligt wird auch das Vorhaben von Audi, digitalisierte Produkte und Dienstleistungen, die der Käufer nach Auslieferung aus dem Fahrzeug heraus nutzen kann, künftig selbst zu verkaufen. Zu diesem Zweck fordere der Hersteller den direkten Zugriff auf die Kundendaten der Partnerbetriebe. Nach Auffassung des Händlerverbandes sei dies nicht nur aus Datenschutz-Gründen problematisch, sondern wäre ein "Ausverkauf des Herzstücks der Kundenbeziehung jedes einzelnen Händlers".

Novum in der Konzerngeschichte

Die Mängelliste geht noch weiter: Laut VAPV will Audi mit jedem einzelnen Autohaus individuelle Einschränkungen des Lieferprogramms vereinbaren. Das gab es in der Geschichte des Volkswagen-Konzerns noch nie. Demnach soll nicht mehr jeder Partner Zugang zur gesamten Modellpalette bekommen. Vielmehr soll das Angebot an lokale Marktbedingungen angepasst und mit zusätzlichen Standards versehen werden. Weddigen von Knapp: "Die Frage jedoch, inwieweit ein Kunde tatsächlich bereit ist, Zeit und Umwege in Kauf zu nehmen, um das gewünschte Auto bei einem 50 Kilometer entfernt sitzenden Partner zu kaufen, wird seitens Audi weitgehend ignoriert."

Den Angaben zufolge wollen die Ingolstädter auch Hand an die Corporate Design-Richtlinien anlegen. "Die neuen Maßstäbe darüber, wie ausreichend exklusiv jeder Handelspartner die eigene Marke an seinem Standort repräsentiert, sollen zukünftig nicht nur für Neuinvestitionen gelten, sondern auch bereits getätigte Investitionen im Autohausbestand", so der VAPV. Das würde zusätzliche Kosten für die Betriebe bedeuten, da diese nicht mehr von den Synergien des Konzerns profitieren könnten.

Durch die genannten Änderungspläne gerate die Rentabilität des Geschäfts nachhaltig unter Druck, warnte Weddigen von Knapp. "Offenbar spekuliert Audi darauf, dass die zwangsläufige Bereinigung des Händlernetzes der einseitigen Gewichtsverlagerung in der Vertriebspolitik zugunsten des Herstellers in die Hände spielen wird." Darunter werde nicht nur der Absatzerfolg der Marke leiden. Auch die in der Partnerorganisation geschaffene Kundenzufriedenheit und -orientierung werde stark beeinträchtigt.

Start im dritten Quartal

Nach den Angaben soll das neue Vertragswerk im dritten Quartal 2017 ausgerollt werden. Das Pikante: Der Verband ist davon überzeugt, dass das Vorgehen und die Inhalte mit Volkswagen und den anderen Konzernmarken abgestimmt seien. Audi habe die erkennbare Führungsfunktion übernommen. Weddigen von Knapp: "Die Audi AG sehen wir nicht als eine Konzernmarke, die im Alleingang diese Forderungen auf den Tisch legt. Es ist aus unserer Sicht eine Konzernforderung und somit eine Gefahr für die gesamte Handels- und Serviceorganisation."

Trotz der jetzt publik gewordenen Pläne signalisierte der Verband Gesprächsbereitschaft: Zwar habe man die Forderungen von Audi klar abgelehnt und als kundenunfreundlich und nicht praktikabel zurückgewiesen. Zugleich wolle der VAPV in Kürze mit Vorschlägen zu "Wiederaufnahme eines konstruktiven Dialogs" auf den Konzern zugehen. Die Organisation müsse bei allen Zukunftsfragen "auf den Weg der Gemeinsamkeit zurückkehren".

Die aktuellen Entwicklungen kommen nicht unerwartet. Noch im Januar dieses Jahres waren Informationen über Austauschverträge im VW-Konzern durchgesickert. Diese wurden zwar von Wolfsburg gleichlautend dementiert. Doch ein ausführliches AUTOHAUS-Interview mit Thomas Zahn, Leiter Vertrieb und Marketing Volkswagen Pkw, wenige Wochen später gab klare Hinweise auf grundlegende Änderungen bei Geschäftsmodell und Vertriebssystemen. Damit will Europas Branchenprimus auf veränderte Kundenerwartungen, der Digitalisierung, neue Produkten und auch neuen Wettbewerber im Markt reagieren.

"Kämpfen täglich um jeden Kunden"

Auch in anderer Hinsicht gibt die in aller Deutlichkeit formulierte VAPV-Stellungnahme Aufschluss darüber, wie angespannt die Beziehung zwischen dem VW-Konzern und seinen Händlern gerade ist. Anders als in der Öffentlichkeit gerne dargestellt, verursacht die Abgasaffäre tiefe Risse in der langjährigen Partnerschaft. Weddigen von Knapp betonte: "Die deutschen Handels- und Servicepartner der Konzernmarken investieren tagtäglich eigene Ressourcen, um die Folgen der Verwendung der EA189-Software geradezurücken, die Fahrzeuge umzurüsten und kämpfen täglich um jeden Kunden. Anstatt diese Anstrengungen zu honorieren, nimmt man ihnen jetzt jede Planbarkeit und verschiebt die eigenen Kostenprobleme auf die Autohäuser und ihre Kunden."

Mit Blick auf Audi bemängelte der Verbandschef konkret, dass der Hersteller seine Händler als einzige Konzernmarke weiterhin nicht von den Kosten für die Rechtsfälle freistelle. "Wir warten aber bei allen Marken nach wie vor auf eine angemessene Wiedergutmachung und Ersatz des entstandenen Schadens, der für uns mit zunehmender Zeit immer größer wird." (rp)

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KOMMENTARE


Tobias S.

18.05.2017 - 08:40 Uhr

Super Sache! Ich selbst bin Verkäufer für Audi Neu- und Grebrauchtwagen und erlebe jeden Tag, dass unsere Kunden nicht wegen des tollen Markenimages sondern wegen uns die Autos kaufen. Wir sind es die die Fahnen hoch halten und die Bindung an den Kunden haben. Ich kenne noch keine Details und konkreten Pläne des Herstellers, aber wenn es nur halb so schlimm kommt, wie es jetzt aus den vorstehenden Zeilen herauszulesen ist, dann Gute Nacht!!!Ein besorgtes "kleines Licht", welches bald erlischt????


Kunde 0815

18.05.2017 - 08:48 Uhr

Man hat den Eindruck, dass der VW Konzern aus der Vergangenheit nichts gelernt hat. Kann man als Kunde bei so einem Konzern noch Produkte kaufen? Wenn der Konzern mit seinen Partnern schon so umgeht, was hat dann der Kunde zu erwarten? Faierer Umgang mit Geschäftspartnern und Mitarbeitern gehört zwischenzeitlich zu den Grundwerten der Gesellschaft und wir auch Einfluss auf das Kaufverhalten haben! Vielleicht kommen die hochbezahlten Entscheidungsträger da ja noch irgendwann selbst drauf.


Tim O.

18.05.2017 - 09:36 Uhr

Ich als zufriedener Audi Kunde finde die Ideen von Audi gut. Schon lange habe ich mich gefragt, warum ich nicht direkt ein Fahrzeug online bestellen kann. Ich selbst informiere mich bei meinem Autokauf immer im Internet und stelle mir die Fahrzeuge im Internet zusammen. Nur, wenn ich eine Probefahrt machen möchte, muss ich ins Autohaus, was ich eigentlich nicht will. Warum kann ich nicht online einen Termin vereinbaren und das Fahrzeug kommt zu mir? Warum muss ich ins Autohaus, wenn ein Servicetermin oder eine Reparatur ansteht? Warum wird mein Fahrzeug nicht abgeholt? I will keine Zeit im Autohaus verschwenden.Interessant ist die Aussage, dass die Kundenzufriedenheit und Servicequalität durch den Handel so hoch sei. Da habe ich persönlich im Autohaus schon andere Erfahrungen gemacht mit z.B. langen Wartezeiten oder unfreundlichem Personal. Für mich ist guter Service, wenn ich für Themen, die ich zwangsläufig machen muss, aber eigentlich nicht will (z.B. Service, Reifenwechsel etc..) so wenig Zeit wie möglich verschwende. Das ist guter Service! Liebe Autohäuser und auch VW/Audi, ihr macht einen guten Job, aber wacht auf. Die Welt verändert sich, egal ob mit oder ohne euch. Ich kann euch nur ein Beispiel sein.


Ibrahim C.

18.05.2017 - 09:54 Uhr

Dann sollen sie doch am besten alle Autos selbst verkaufen. Es reich so langsam, dass die AUDI AG so beständig ist wie Zigarettenpreise. Das ist kein Miteinander mehr, sondern ein Gegeneinander.Wir kämpfen hier an vorderster Front und versuchen jeden Kunden an uns und die Marke zu binden, und die AG stellt uns jede Woche neue Spielregeln vor.


Rudi S.

18.05.2017 - 09:55 Uhr

Zuerst betrügt man die Kunden und jetzt die Händler. Sicher hat Hr. Müller das im Januar auch nicht gewusst!? Wer diesem Vorstand noch ein Wort glaubt ist selbst schuld.


Dieter M. Hölzel

18.05.2017 - 10:38 Uhr

Kunde Timo O. will keine Zeit im Autohaus " verschwenden ", hier liegt der Verdacht nahe, dass O. vielleicht sein ganzes Dasein " verschwendet ". Begegnung, auch im Autohaus sind ebenso interessant wie sonst überall, aber mit der Einstellung von H. O. wie er in ein Autohaus - notgedrungen zur Probefahrt - geht, lässt erahnen wie er dem Personal begegnet. Solche Internet Kunden braucht der Kfz.-Handel nicht, die selbst alles für sich einkassieren wollen aber andere nichts. Timo O., Sie sind kein gern gesehener Kunde im Autohaus, jedoch wird ihr Internet Sie ja bestens unterhalten, nur das mit der Probefahrt, dazu benutzen Sie in schäbiger Weise das Autohaus und stellen dann Ihr Auto an Ihrem PC zusammen, aber hoffentlich vergessen Sie nichts, denn das Internet kann Sie ja nicht beraten, da sind Sie auf Ihre eigenen Ideen angewiesen. Aber Sie können sicher sein, wir Autoleute erkennen sehr rasch solche Internet-Typen, dann wundern Sie sich wenn man Ihnen keine Aufmerksamkeit gibt. Woran wir solche Internet-Typen erkennen sage ich Ihnen nicht, Sie werden es auch nie erfahren, denn alleine Ihr Verhalten verrät Sie. Dennoch gute Fahrt mit Internet.


Audi Kunde

18.05.2017 - 10:45 Uhr

Ich gebe Timo O. vollkommen recht.Probefahrt und Info beim Händler und Verkäufer, bestellen online.Lieferung zur mir nach Hause, bei Reparatur Abholen und Bringendurch den Händler vor Ort. Das schafft 100% Kundenzufriedenheit.Das ist ja das Ziel, welches sich die Hersteller aller Marken, vorrangigVW und Audi zum Ziel setzt. Damit dies gelingt braucht es aber noch ein paar tausend Mysteryshopper mehr um die Quertreiber undFaulenzer in den Betrieben zu kontrollieren. Das wiederum wäre ein Jobfür die Mitarbeiter, denen die Pläne des Konzerns nicht passen. Also bewerbtEuch schon jetzt. Nur die Besten kommen ins Finale.


Marc O.

18.05.2017 - 11:06 Uhr

Meiner Meinung nach ist die Welt selten schwarz/weiß. Es gibt nicht DEN Händler oder DEN Hersteller oder DEN Kunden.In meinen über 10 Jahren in der Branche (übrigens auf Handels, OEM und Kundenseite), habe ich neben gut/schlecht verdammt viel dazwischen erlebt.Ja, es gibt super schlechte Händler, die nicht verstanden haben, dass der Kunde im Mittelpunkt steht und dessen Bedürfnisse sich verändern. Immer und immer wieder. Ja, es gibt aber auch Autohäuser die einen richtig tollen Job machen und sich heute schon überlegen, wie sie ihr Geschäft von morgen sichern können.Die Aufgabe eines OEMs ist es die Zukunft sicherzustellen. Die eigene und im Sinne der Partnerschaft auch die "seiner" Händler. Die Aufgabe des OEMs ist es strategisch zu handeln und zu steuern.Würden die Hersteller sich nicht mit den Trends von morgen und übermorgen beschäftigen, und wenn notwendig die Rahmenbedingungen (zum Beispiel Verträge) anpassen, riskieren sie ihr Geschäft! - und zwar das eigene und das der Händler!Wer war noch mal Nokia? ;)An alle Händler: Es wird Euch in dieser Form in 10-20 Jahren nicht mehr geben. ABER: alle guten und anpassungswilligen- und fähigen werden dennoch Bestand haben und sehr gutes Geld verdienen. Dann aber definitiv in einer anderen Rolle als heute!In welcher? Das weiß aktuell keiner!Hersteller und Händler müssen zusammenarbeiten und mit dem IHR und DIE aufhören; gemeinsam in Zukunft blicken; Geschäftsmodelle auf den Prüfstand stellen und neue erfinden.Nur so haben alle eine Chance, nicht das nächste Nokia zu werden.Übrigens: Nokia hat mal mit Gummistiefeln angefangen... ;)In diesem Sinne:Stay hunry, stay foolish. (Steve Jobs)


LB

18.05.2017 - 11:15 Uhr

@ Timo O. Lieber Timo O., Ihre Wünsche und Vorstellungen, dass der Autohandel und -service ablaufen könne wie eine beliebige Produktbestellung im Online-Handel sind nachvollziehbar. Allerdings verlieren Sie komplett aus den Augen, dass die Anschaffung eines PKWs nicht mit der Anschaffung einer Damenbluse oder eines Weber-Grills vergleichbar ist. Nebenbei noch ein kleiner Tipp: All Ihre Servicewünsche (wie z.B. Hol-Und Bring Service) erfüllt Ihnen Ihr Händer bestimmt. Fast alle Vertragshändler bieten diese Dienstleistungen an. Aber Service ist das Fremdwort für DienstLEISTUNG. Und eine Leistung muss letzenendes honoriert/bezahlt werden. Und bei der Bereitschaft für eine Leistung zu zahlen, habe ich bei Ihnen so meine Zweifel.....


Dg

18.05.2017 - 11:20 Uhr

Sehr geehrter Herr Tim.o,Ihre fantasievorstellung entspricht leider nicht der Realität.Sie wollen ein rundumservice über das Internet. Soweit sogut, Sie möchten alles online erledigen und hier kommt das AUTOHAUS ins Spiel. Sind Sie auch bereit dafür zu zahlen? Denn wie sie sicherlich wissen kostet Service Geld , je höher der Service desto höher wird der Preis, richtig? Die Frage ist aber, sind alle bereit einen höheren Preis für diesen exklusivsetvice zu zahlen? Aus Erfahrung aus dem AUTOHAUS muss ich sagen das bereits heute die Kunden über die Rechnungen sich beschweren egal wie hoch oder niedrig diese ausfallen. Und sie wollen sogar mehr bezahlen.


Hannes

18.05.2017 - 11:30 Uhr

Letztendlich kann jeder entscheiden, ob er nach den Regeln spielen will oder nicht. Solang ein dussliger EU Händler nicht nach den gleichen Regeln spielen muss ist das alles fragwürdig! Und klar kann ich ein Auto im Internet bestellen, nur was ist mit der Probefahrt. Die mach ich natürlich beim nächsten Händler dafür ist der ja gut genug...


LB

18.05.2017 - 12:25 Uhr

Noch ein kleiner Nachtrag: Spricht sich die Konzernabteilung, welche immer höhere Anforderungen, Selektionskriterien und Standards von den Händlern fordert eigentlich mit der Abteilung ab, welche die Kisten über Sixt verkloppt ? Der Erich Sixt und seine Mannen lachen sich, wie immer, über die Hersteller-Handel-"Partnerschaft" kaputt und nutzen das System parasitär aus...Liebe Hersteller macht nur so weiter ! Knüppelt Eure Partner bis zur Aufgabe und arrangiert Euch dann mit den verbliebenen Großabnehmern, welche dann später Euch die Bedingungen diktieren werden...


MV

18.05.2017 - 12:57 Uhr

Jetzt motzt doch nicht so gegen Timo.O. Ich erkenne da einen jungen Menschen der dank Smartphone Play Station und Co. die zwischenmenschliche Kommunikation und das mit und füreinander wahrscheinlich nie kennengelern hat. Das ist die neue Zeit in einem total überfühlten Markt - anonym -. Schafft man den Handel ab schafft man die Wirschaftsstärke unseres Landes ab. Als nächstes die Kaufkraft und danach auch alle Timos. Audi geht da einen sehr gefährlichen Weg. Das Autohaus und seine Belegschaft sind für mich wie Soldaten, und ohne kann ein General weder einen Kampf noch einen Krieg gewinnen.Frank vom Automobilverkäuferforum sagte: Er sieht den Automobilverkäufer in der Zukunft als Mobilitätsberater und ich denke das er recht hat. Ausserdem hat man eine stärkere kundenfrequenz in den Häuseren bestätigt. Theorie weil man wohl doch das Fachpersonal schätzt.Also Kollegen nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern Veränderungen analysieren zum Teil akzeptieren und versuchen allen Timos dieser Welt reales Leben einzuhauchen


EU Händler

18.05.2017 - 13:02 Uhr

@Hannes. Wieso ist ein EU Händler dusselig. Weil er mit wenig Aufwand sein Geld verdient ?? Ich denke eher die markengebunden Händler verfallen zunehmend derDusseligkeit mit Ihrem unterwürfigem Gehorsam. Händlerverbände eingeschlossen !!


Georg T.

18.05.2017 - 13:23 Uhr

Auch wenn's dem einen oder anderen nicht gefällt: Der Weg geht in die von Tim O. und Audifahrer beschriebene Zukunft. Ein Termin zum Service ist nicht spannender oder schöner als der "Service" (Regelbesuch) beim Zahnarzt: Kostet Zeit, Nerven, tut manchmal weh (im Geldbeutel oder im Mund)Oder gehen die heftig kritisierenden Herrschaften noch zum Radiofachgeschäft im Ort (falls es das noch gibt) um einen Fernseher zu kaufen oder doch eher zum Elektrodiscounter? Auch die haben vor einiger Zeit erkannt, dass der Wettbewerb in Netz Kunden anzieht auch wenn man ihn ignoriert. P.S: Lieber Herr Hölzel: keine Sorge, diese "Kunden" werden ihre Zeit in Zukunft nicht länger "verschwenden", denn es gibt Kollegen und Autohäuser die da wesentlich aufgeschlossener sind. Bleibt nur zu hoffen, das Sie nicht mehr im Autohaus arbeiten müssen wenn die alten Kunden, die mit dem Netz nichts anfangen können, das Autofahren aufgegeben haben.Bei allem Respekt für die ehrliche Leistung vieler Autohausmitarbeiter , aber da gibt's neben Licht auch lange, dunkle Schatten.War selbst lange genug in einem VW-/Audi-Betrieb beschäftigt...


preissucher

18.05.2017 - 13:58 Uhr

Der Faktor Mensch ist zum Störfaktor geworden. Der Einzelne zählt nicht mehr.Ob Kunde, Mitarbeiter oder Handelspartner.Gleichschaltung ist hier die Devise.Der Kunde soll nicht auf die Idee kommen das kaufen zu wollen, was er gern möchte oder braucht. Das kann man ja steuern.Der Mitarbeiter soll nicht auf die Idee kommen selbständig zu denken oder gar Einwände zu äußern.Der Handelspartner soll nicht auf die Idee kommen selbständig seinen Markt zu analysieren und marktfähige Stückzahlen mit dem Hersteller/Importeur zu planen.Beispiel Kunde: Konnektivität wird dem Kunden aufgezwungen, um ihn noch stärker überwachen, beeinflussen und kontrollieren zu können. Viele Kunden möchten das nicht! Haben sie eine Chance?Beispiel Mitarbeiter: "Schummel Software ist doch Illegal! Das kann ich nicht entwickeln""Wenn Sie das nicht können, ein anderer macht das!!!" Beispiel Handel: "15000 Fahrzeuge, die ausländische Händler nicht mehr abnehmen konnten (Krise Griechenland/Spanien) auf die deutschen Handelspartner verteilen... innerhalb von 14 Tagen? Das könnte aber unsere Partner überfordern!""Lieber Leiter Vertrieb Deutschland! Wenn Sie das nicht können, ein anderer kann das!"Das ist eine Seuche, welche hier einen Namen hat-VW


Hans Händler

18.05.2017 - 14:08 Uhr

Zu diesem Thema scheint mir der Sprachterminus eines Ferdinand Piëch der einzig geeignete. Der Krieg ist bereits verloren, bevor die Schlacht begonnen hat. 2003, in Mainz, hatte man vielleicht noch eine Chance, die – aus vielerlei Gründen – nicht ergriffen wurde. In den letzten rund 15 Jahren haben sich die Machtverhältnisse so massiv zu Gunsten der Hersteller verschoben, dass eine Verhandlung auf Augenhöhe unrealistisch ist. Ein Großteil des Handels ist ausschließlich Konzerngebunden und hat keine alternativen Lieferanten, die Unternehmensfinanzierung wird weitestgehend über die Konzernbanken dargestellt. Das limitiert den Handlungsspielraum kausal.  Es gibt nur eine einzige, äußerst theoretische, Chance: alle Händler riskieren Alles und die Mitglieder des Händlerverbands werden aus der Schusslinie (oder dem Bonifizierungstrichter) genommen, die Vertretung und Verhandlung erfolgt ausschließlich durch Anwälte.


Otto

18.05.2017 - 15:11 Uhr

Das Problem ist doch Allgemein bekannt. Die Autohäuser sind doch nur die Handlanger für den Autohersteller. Auflagen erfüllen und nochmals Auflagen erfüllen, ansonsten ist der Händlervertrag futsch.Anscheinend wissen viele Käufer eines Fahrzeuges nicht, was das Autohaus an enormen Kosten zu tragen hat. Vielleicht sollten diese Menschen mal ein Autohaus besitzen, dann werden Sie ganz schnell merken und feststellen, das Sie Geld verbrennen. Der lachende Dritte ist der Autohersteller. Ich habe schon vor vielen Jahren gesagt und viele Kommentare bei Autohaus Online abgegeben, wie die Situation ist. Man bekommt leider die Händler nicht an einen Tisch, weil jeder meint seine Suppe ist noch besser. Man kann auch so nennen, dem Händler-Kollegen durch zusätzliche Nachlässe oder sonstiges den Käufer weg zu Lotzen.Bald werden nur noch die großen Autohäuser das Rennen machen, oder die Autohersteller setzen Mitarbeiter am Computer, zu einem Hungerlohn, welche die Fahrzeuge direkt vermarkten, ohne Zwischenhandel. Mal darüber nach denken.


FrankDy

18.05.2017 - 15:13 Uhr

Ich denke ein wenig TimO. steck in Jedem von uns... Wir unterscheiden uns nur in dem Punkt, ob wir unsere Wünsche (z.B. Anlieferung des Probefahrtfahrzeug) bezahlen möchten. Sicher wird der OnlineVertrieb in Zukunft deutlich stärker wachsen. Daraus folgernd wird der Hersteller unter Umständen eigene Probefahrtflotten an bestimmten Standorten bereitstellen oder sogar zum Onlineinteressenten anliefern, aber sicher nicht kostenfrei. Ich könnte mir vorstellen, das eine Aufwandsentschädigung berechnet wird die bei Kauf eines Fahrzeuges verechnet wird. .. und hier kommt TimO. wieder ins Spiel, ich behaupte auch dies wird er nicht bezahlen/akzeptieren wollen und sich über schlechten Service auslassen. (Die Sprüche kennen wir alle: ..."Sie wollen wohl nichts verkaufen..." oder" .. bei anderen ist....")


Dirk

18.05.2017 - 15:29 Uhr

Liest sich so, als wären hier ganz viel "Ewiggestrige" Autohausangestellte oder -Inhaber unterwegs. Ich arbeite selbst im Autohaus und kann die Wünsche, die Timo O. sich vorstellt durchaus nachvollziehen und verstehen.Mal ganz böse formuliert: Für die Generation unter, sagen wir mal 30, wer von denen hat noch eine Beziehung zum Autohaus? Noch keine 10% mehr.Das herkömmliche Autohaus hat ausgedient! Der Verkauf wird ersetzt durch das Internet, große Werkstattketten mit entsprechend geschultem Personal übernehmen den Service, Hol-und-Bring übernehmen ext. Dienstleister(die teilw von den grossen Händler die Teilelogistik sowieso schon übernommen haben), Probefahrt führt die Autovermietung durch, Auslieferung innerhalb Deutschland macht die Logistik, und so weiter, und so weiter.Und kommt jetzt nicht wieder mit dem abgedroschenen Dingen, wie "Beziehung zum Kunden" oder "Wer fährt schon so weit?"Macht die Augen auf und findet neue Wege. Zum Geld und zum Kunden.


Dieter M. Hölzel

18.05.2017 - 18:07 Uhr

Georg u. Dirk; wer schon seinen Namen nicht nennt ist suspekt, kann und darf nicht ernst genommen werden. Ihnen beiden fehlt jeglicher Respekt vor der Lebensleistung vieler der " Alten " wie Sie sie nennen, ohne diese wären Sie ganz einfach ein N I C H T S. Ausserdem sind Sie nicht fähig eine kultivierte Diskussion zu führen, insofern sind Ihre Kommentare für die " Katz ". Sie brauchen mir auch bitte nicht antworten, kultivierte Gesprächspartner suche ich mir dann doch lieber selber aus.


Dietmar Seyerle

18.05.2017 - 18:45 Uhr

Ich war bis zu meinem Renteneintritt in der Branche aktiv und kann mir sicher ein Urteil erlauben. 1. Wer berät den Kunden? wer gibt dem Kunden die zu Recht erwartete Sicherheit bezüglich seines Mobiles und wer wurde bis ins Detail die letzten Jahre von seinem jeweiligen Hersteller zum professionellen Mobilitätsdienstleister getrieben und von einem Audit ins Nächste gezwungen? - genau der von dem der Kunde auch erwartet, dass er ihm zuverlässig und pünktlich einen Radwechsel von Sommer- auf Winter und zurück organisiert und die Schlappen dann auch noch für kleines Geld reinigt und einlagert. Aber ich denke die Vordenker freuen sich alle, dass sie bei der Bahn nur noch eine unzuverlässige Servicewüste antreffen und deshalb lieber Auto fahren.


Fred

18.05.2017 - 19:01 Uhr

Was wird denn wohl sein, wenn auf einmal statt einer großen Anzahl selbständig handelnder Autohäuser auf einmal nur noch ein Monopolist namens Audi die Fahrzeuge online vertreiben würde?Werden die Endpreise für den Kunden dann günstiger werden, wenn keine Preisverhandlungen und -vergleiche mehr möglich sind?Wird es wohl einen für den lokalen Markt gerechten Inzahlungnahmepreis für einen Gebrauchtwagen geben, bei einem wahrscheinlich zentral gesteuerten Bewertungssystem?Wird eine Inzahlungnahme überhaupt möglich sein?Ich habe da meine Zweifel ob unterm Strich die Smart Shopper im Internet so tatsächlich den günstigsten Preis bekommen werden...


Eissner Gernot

18.05.2017 - 21:00 Uhr

Klarer Fall


Spinola

18.05.2017 - 21:01 Uhr

Ja. Digitalisiert alles. Überall schön Nullen und Einsen verwenden und auf das exakte Minimum reduzieren. Digital riechen, digital hören, digital fühlen, digital sehen. Übel, wenn dann trotz Probefahrt zu Hause das bestellte Leder anders riecht, die Türen anders zuploppen, das Lenkrad sich anders anfühlt, das andere bestellte Rot doch ganz anders aussieht. Subjektivität von Menschen steht mit seiner individuellen multisensorischen Fähigkeit vor seinem eigenen Dilemma bei der Digitalisierung seiner eigenen Natur. Er glaubt was er bekommt ist so wie er es will und wundert sich, dass es gar nicht so ist. Weil es die andere Null und die andere Eins ist, die er dachte zu bekommen. Wer das uniforme dieser Zukunft will. Ok. Aber doch nicht bei Audi! Oder doch - à la \"irobot\"??? Natürlich sollten wir uns die digitalen Möglichkeiten optimal zu Nutze machen. Aber doch nicht mal eben schnell umgesetzt dadurch, dass ein Hersteller sich seinen eigenen Aussagen widerspricht was RoS im Handel (!) und die partnerschaftliche Zusammenarbeit angeht, auch als sog. \"gesetzter Partner\". Sind das denn alles nur noch Lippenbekenntnisse??? Digital wäre das sicherlich nicht passiert!!! Für oder Wider den Handel.


Jürgen

18.05.2017 - 21:11 Uhr

Dirk, dein Beitrag liest sich wie der eines Blinden von der Farbe! Das Werkstattketten den Service und die Instandsetzung der der heutigen - mit elektronischen Bauteilen - vollgestopften Fahrzeuge leisten können, musst Du geträumt haben. Schau dir nur die Ergebnisse der Werkstatttests an, dann wirst Du diesen Leuten nur noch deinen alten Polo zum Ölwechsel und Radwechsel anvertrauen, wenn überhaupt:


Zauberlehrling

18.05.2017 - 21:15 Uhr

Klarer Fall für die Wettbewerbsbehörde, ...


Christoph

18.05.2017 - 22:44 Uhr

Liebe Vor-Kommentatoren,mir ist hier etwas zu viel schwarz / weiß in der Diskussion. Natürlich verändert sich das Käuferverhalten, ich kaufe selbst auch viele Dinge über das Internet und informiere mich dort. Dabei bin ich beileibe kein "digital native" aus der Generation Z., sondern eine Reihe von Jahre älter. Aber es bietet einfach Vorteile, ist bequem und macht auch noch Spaß. Demzufolge müssen sich die anderen "Marktteilnehmer" eben den sich verändernden Bedingungen anpassen. Soweit, so gut. Aber die Art und Weise, wie der VW Konzern (oder nur einige wenige dort, die an den Schaltknöpfen sitzen?) mit denjenigen umgeht, die ihm momentan (zumindest hier in Deutschland) "den Arsch retten", ist einfach unglaublicher Kapitalismus in Reinkultur. Es zählen Tugenden wie Treue und Verlässlichkeit über Nacht nichts mehr. Die Krise wird vom immer noch stärkeren "Partner" gnadenlos ausgenutzt und sogar als Grund für den Wandel verwendet, der den treuen Vasallen ins Abseits stellt. Und das ist der eigentliche Verfall der Sitten: Nicht die Veränderung des Kaufverhaltens, den Online-Kontakt zum Teil dem ortsansässigen Handwerker oder Händler vorzuziehen, sondern die gnadenlose Ausnutzung dieser Tatsache für den eigenen Vorteil. Ohne Rücksicht auf Verluste. Natürlich wird sich auf Dauer der Händler oder Servicebetrieb mit dem schlechten Service oder komplett gestriger Einstellung selbst aus dem Rennen schießen. Aber realisiert doch bitte einmal das Verhältnis der Kräfte: Der Volkswagenkonzern weist für 2016 trotz größter Krise der Unternehmensgeschichte einen Gewinn von 7,1 Milliarden € aus (Umsatzrendite 3,4%). Im Vergleich dazu die Branchen-Umsatzrendite in Höhe von 1,6 %. Zugegebenermaßen über alle Marken wie auch freie Werkstätten. Aber allein die absoluten Zahlen zeigen die Machtverhältnisse eindrucksvoll auf. Und hier greift die gnadenlose Evolution, das Recht des Stärkeren. Und darüber darf man sich m.E. zumindest einmal trefflich aufregen. Auch wenn´s am Ende vermutlich gar nichts bringt.


W. Lindner

18.05.2017 - 23:31 Uhr

Den Kommentar von Timo.O finde ich sehr interessant - er fordert viel Dienstleistung ohne Aussage was es ihm wert wäre. Wahrscheinlich denkt er, er könnte im Internet best off und ohne Autohaus bestellen (Marge am besten beim Hersteller) und dann vom irgendeinem Autohaus den Full Service for free genießen. In welcher Welt lebt der Mann, Internet Kauf heißt jetzt schon, suche den besten Preis und lebe mit den Schwierigkeiten wenn mal was ist - alles auf einmal geht nicht. Richtig - diese Schere wird sich öffnen - ist ja auch längst schon, Beispiel junge Gebrauchtwagen.Die Zukunft ist meines Erachtens ein zweipoliges Vertriebssystem - ein low cost für Preiskäufer und eines für echte Premiumkunden mit high end Anspruch der Ihnen was wert ist (preiswert eben).


Tobias S.

19.05.2017 - 08:07 Uhr

Ich kann zum Teil die Fahrzeughersteller verstehen, wenn man sich an verschiedenen Standorten z. B. Autohäuser der Marke AUDI ansieht, dann werden einem die Unterschiede beim Auftritt vor Ort, die Ordnung und Sauberkeit und der Umgang des Personals mit Kunden sehr deutlich. Es ist nachzuvollziehen, dass hier nun die Hersteller versuchen ein einheitliches Niveau zu schaffen, damit z. B. der AUDI Kunde möglichst überall die selbe Betreuungsqualität und auch den entsprechenden Service erhält. Es ist teilweise eine Schande, in welchen Zustand sich so manches Autohaus dem Kunden präsentiert. Hier haben sich die Händler mit ihrer lockeren, laschen Umsetzung der Standards für die jährlichen Audits ein Eigentor geschossen. Im Beispiel AUDI ist festzustellen, dass die Kollegen von BMW und Mercedes-Benz hier den Ingolstädtern in Sachen Aussenwirkung enteilt sind.


AENGEL

19.05.2017 - 08:50 Uhr

@Tim OEs hindert Sie niemand daran Ihr neues Auto im Netz zu kaufen, es gibt genug Börsen."Warum wird mein Auto nicht geliefert/geholt" bei jedem Pup?! -> ganz einfach: weil keiner der Preis-sensiblen Kunden (die im Netzt ihr Auto bestellen) den Aufpreis dafür zahlen will! Es regen sich ja so schon alle über Überführungskosten auf...


rr

19.05.2017 - 09:00 Uhr

Das was der VW-Konzern mit den deutschen Händlern macht ist schlecht hin eine Sauerei. Warum machen die das nicht mal in den USA, bekommen die gleich was auf die Nase. Die meisten Händler sind ja nur hörig und haben die Fußfesseln an.Diese Timo´s werden immer mehr, ja das stimmt und das werden wir nicht ändern, also müssen wir mit der Zeit gehen. Nur die Timo´s in Deutschland auch und das alles bezahlen, z.B. kostenlose Probefahrt ist gestrichen, kostenloser Hol-& Bringservice ( schade kostet), kurzum Service kostet Geld und der muss dann mal richtig bezahlen und das Verramschen hört auch mal auf.Wir schreien doch immer Deutschland Servicewüste, liebe Timo´s, dann bezahlt auch. so wie z.B. in den USA, da meckert keiner.


Tommi

19.05.2017 - 09:13 Uhr

An Dirk, gehen wir mal davon aus du hast recht mit deinen Behauptungen.Wer sollte deiner Meinung nach den Dieselskandal (aus heutiger Sicht)wieder gerade biegen wenn es keine VW oder Audihändler mehr gibt?


VW Mitarbeiter

19.05.2017 - 10:48 Uhr

Ganz ehrlich, wundert sich noch jemand über den Volkswagen Konzern?Seit langer Zeit glaubt man doch zu wissen was der Kunde will, ich habe bei der ganzen Online Thematik so meine Probleme. Immer wird irgendeine Studie ausgepackt nach der die jüngere Generation gar nicht mehr in den Einzelhandel will, am besten nur noch Online. Bei Amazon Produkten mag ich das ja noch glauben, bei einer hochemotionalen Sache wie einem Auto hab ich meine Zweifel, anfassen, riechen, fühlen gehört für mich dazu. Eine wieder andere Studie sagt ja auch aus das die jungen Menschen gar kein Auto mehr wollen, Car Sharing ist angesagt. Und nun liebe Audianer? Vielleicht schließt sich ja der Kreis wenn man sich den Fachkräftemangel und das Ausbluten des Handwerks anschaut, dann brauchen wir gar keine Autohäuser mehr. Am besten wir erstarren in Angst und Demut ob dieser düsteren Zukunftsaussichten, oder aber wir krempeln alle die Ärmel hoch, besinnen uns auf das here Wort "Dienstleistung" und was eigentlich jeder Mensch gerne genießt. Nämlich guten SERVICE, und hier wird sich bestenfalls die Spreu vom Weizen trennen, übrigens auch bei den namhaften Herstellern. Wie oft habe ich mich schon belehren lassen müssen das das was Audi tut Benchmark und absolut richtig ist. Komisch nur das es zur Spitze seit Jahren immer noch nicht reicht wenn man mal BMW oder Daimler anschaut. Vielleicht doch nicht alles so Gut was da ausgetüftelt wird in IN , und dem Rest im Konzern kann ich nur raten, mal Kopf einschalten und sich auf die Grundtugenden besinnen, Vertrauen, Transparenz, Ehrlichkeit und Qualität.


LB

19.05.2017 - 12:06 Uhr

Der Kommentar von Christoph trifft es zu 100% auf den Kopf ! Die Marktmacht der Hersteller gegenüber dem Handel hat sich enorm verschoben. Diese Macht wird zunehemd gegenüber dem Handel missbraucht. Und ob die TimOs jemals davon profitieren werden ? Wohl kaum. Die TimOs sollten den Artikel genauer lesen, dann würden Sie auch verstehen worum es hier geht: Deckungsbeiträge beim Hersteller zu Lasten des Handels UND des Kunden zu erhöhen ! Lieber TimO dann sind wir da, wo Sie mit absoluter Sicherheit nicht hin mögen ! Aber ob sie diese Zusammenhänge jemals verstehen werden ?


UE

19.05.2017 - 12:15 Uhr

Timo O. ist, wie viele Leute heute. ... Kurz den Text überfliegen und herauslesen, dass man jetzt seinen Audi im Netz bestellen kann....SUPER SACHE! Was unser lieber Timo aber nicht gelesen oder verstanden (oder beides) hat: WENN das genau so kommt, dann ist's vorbei mit Rabatten. Dann wird schööön der Listenpreis bezahlt. Und der Hol- und Bringedienst? Kein Problem! Buchen Sie jetzt die Hol- und Bringeflat für nur 25,- EUR im Monat dazu. Probefahrt? Kein Ding! Für eine Unkostenpauschale von nur 50,- EUR kommt Ihr Wunschfahrzeug zu Ihnen. (Wird bei Neukauf verrechnet)...Ich möchte Timos langes Gesicht sehen, wenn er wach wird und erkennt was für einen ****** (würde eh zensiert) er da geschrieben hat.Ein schönes altes Zitat aus einem Gedicht, welches wohl in der Schule heute nicht mehr gelehrt wird: "Herr, die Not ist groß! Die ich rief, die Geister werd ich nun nicht los." ;-)))


Jürgen Steffen

22.05.2017 - 13:57 Uhr

mit welcher Arroganz die Herrschaften von der Audi AG und somit auch von VW sich gegenüber den Händlern verhalten ist schon einzigartig. Man hätte gleich am Anfang des Abgasskandals die Hersteller verklagen müssen, aber da hat man sich wieder einwickeln lassen. Nach dem Motto "wir wollen doch partnerschaftlich zusammen arbeiten". Was diese Herren unter partnerschaftlich verstehen sieht man jetzt wieder. Leider sind sich die Händler nie einig um mal einen Druck auf die Hersteller aus zu üben.


Swen Kaufmann

31.05.2017 - 10:37 Uhr

Ich bin jetzt seit über 10 Jahren für die Marke VW und Audi im Vertrieb tätig (7 Jahre VW und bald 3 Jahre Audi/Handelspartner). Ich verkaufe diese Fahrzeuge mit Herzblut, weil ich immer hinter dem Produkt stehe das ich verkaufe. Was hier in den letzten Wochen/Monaten passiert ist für mich unverständlich. Um es auf den Punkt zu bringen, es gab Zeiten da war man stolz für die Marke/den Konzern zu arbeiten, davon bin ich aktuell leider weit entfernt.


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