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Neues Webportal: Kroschke macht Autozulassung digital

© Foto: Kroschke Gruppe

An- und Abmeldungen von Fahrzeugen oder Kurzzeitzulassungen gehören zu den Routineaufgaben im Autohaus. Damit verbunden ist ein großer Zeit- und Personalaufwand. Ab dem kommenden Jahr soll sich das ändern.


Datum:
26.11.2020
2 Kommentare

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Langwierige Terminvergabe, fehlender Ansprechpartner im Amt, unklarer Status bei der Ummeldung: Das deutsche Kfz-Zulassungswesen gilt als behäbig und wenig flexibel. In Zeiten von Corona hat sich die Situation weiter verschlimmert – zum Leidwesen vieler Autohändler. Abhilfe schaffen will jetzt der Branchenführer Kroschke, der für Anfang 2021 die Digitalplattform "ON" angekündigt hat. Ein Gespräch mit Florian Giday, Bereichsleiter Marketing und E-Commerce der Christoph Kroschke GmbH.

Die Kroschke Gruppe verspricht mit "ON" eine Innovation auf dem Zulassungsmarkt. Was verbirgt sich hinter der Internetplattform, Herr Giday?

Florian Giday: "ON ist ein digitales Zulassungs- und Fahrzeuglogistikportal, das wir speziell für Autohäuser entwickelt haben. Das webbasierte Portal bildet sämtliche Prozesse im Autohaus ab, die bei der Zulassung, Um- und Abmeldung von Fahrzeugen oder Fahrzeugflotten relevant sind. Dazu zählen nicht nur Einzelzulassungen, sondern auch die oft sehr zeitintensive Massenzulassung. Hinzu kommen weitere Dienstleistungen, etwa Händler- und Ersatzkennzeichen beantragen, Halteradressen ändern oder technische Änderungen in die Fahrzeugpapiere eintragen.

Wo liegen die Probleme beim klassischen analogen Weg?

F. Giday: Selbst bei Standardprozessen sind zahlreiche Kontakte und Abstimmungen zwischen den Mitarbeitern des Autohauses, der Zulassungsstelle und weiteren Dienstleistern erforderlich. Das kostet Zeit, Geld und ist dabei noch nicht mal transparent oder übersichtlich. Das neue Auto ist unter Umständen digitaler als die Zulassung. Das ist für uns völlig unverständlich und daher wollen wir das nun ändern.

Das Thema Kfz-Zulassung brennt dem Kfz-Gewerbe seit längerem auf den Nägeln. Die Branche drängt auf eine bundeseinheitliche digitale Lösung für die Zulassung im Autohaus. Welche Herausforderungen sehen Sie?

F. Giday: Die Zulassungsprozesse in Deutschland sind im Wandel. Autohäuser stehen vor der Herausforderung, sich in den nächsten Jahren permanent den unterschiedlichen Verfahren der jeweiligen Zulassungsämter anpassen zu müssen. Es gibt unterschiedliche Verfahren, Schnittstellen und Entwicklungsstände, zum Beispiel bei der Einführung von i-Kfz. Mit der übersichtlichen Online-Plattform ON nimmt Kroschke dem Autohaus diese Anpassungsarbeit ab. Das Autohaus bekommt immer den für den Standort bestmöglichen Prozess, ohne eigene IT oder Anpassungen.

Welche Vorteile bietet "ON" konkret?

F. Giday: "Alle Daten werden zentral gespeichert, damit entfällt die mehrfache Eingabe von Ansprechpartnern oder Kundenadressen, die unvollständig oder fehlerhaft sein können und damit den betrieblichen Ablauf behindern. Sämtliche Bearbeitungsschritte im Zulassungsprozess werden chronologisch aufgelistet. Der große Vorteil: Das Portal aktualisiert in Echtzeit. Ruft ein Kunde an, sieht der Mitarbeiter im Autohaus sofort in ON den aktuellen Status – ohne langes Suchen oder Recherchieren. Anfragen können so viel schneller bearbeitet werden."

Wie hat Kroschke das erreicht?

F. Giday: Beim Design der Nutzeroberfläche haben wir besonderen Wert auf einfache, intuitive Bedienung gelegt. Die Kroschke Gruppe hat ja schon viele Erfahrungen mit anderen Digitalprojekten gesammelt, die allesamt bei ON mit einfließen. Ich bin überzeugt, dass es keine einfachere und schnellere Lösung gibt, um die Mitarbeiter von Autohäusern jeder Größe bei ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen. Von dieser konsequenten Digitalisierung werden die Kunden, Behörden und Dienstleister in großem Maße profitieren.

Im Rahmen der 1. AUTOHAUS Innovationstage wird Florian Giday am 3. Dezember 2020 die Digitalisierungsoffensive der Kroschke Gruppe im Detail vorstellen. Jetzt kostenlos anmelden!

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KOMMENTARE


Marcel Maier

28.11.2020 - 16:39 Uhr

Ich verstehe den Sinn von ,,ON“ nicht. Wenn ich den Artikel richtig verstanden habe, kann das Autohaus den Stand der Zulassung in Echtzeit verfolgen. Mehr nicht. ,,ON“ ist ja nichts anderes, als online einen Zulassungsdienst zu beauftragen. Was genau ist jetzt die Erleichterung, dass die Vorgänge schneller bearbeitet sein sollen? Die Vorgänge müssen ja trotzdem durch die Behörde bearbeitet werden. Damit eine schnelle Vorgangsbearbeitung sichergestellt ist, sollten die Mitarbeiter der Zulassungsstelle nicht für Corona zur Kontaktverfolgung oder anderen vergleichbaren Tätigkeiten ins Gesundheitsamt abgezogen werden. Weniger Personal, längere Bearbeitungszeit. Vielleicht könnten die Behörden bei der Kontaktnachverfolgung anderweitig durch Personal der Autohäuser unterstützt werden, damit ausreichend Fachpersonal für die Bearbeitung von Zulassungen zur Verfügung stehen. Das wäre doch eine Win-Win-Situation für beide Seiten.


Holger Born

28.01.2021 - 08:46 Uhr

An welcher Stelle taucht denn jetzt genau „die Digitalisierung des Zulassungsprozesses“ auf. Es handelt sich doch nach wie vor um ein Management-Tool um verschieden Abläufe abzubilden und zu organisieren, wie es viele Möglichkeiten gibt... mit digitaler Zulassung hat das nichts zu tun. Dafür müsste sich das Zulassungsverfahren in Deutschland grundlegend ändern. Wichtig in der derzeitigen Situation sind flexible, Schnelle und zuverlässige Dienstleister, die sich stetig darüber Gedanken machen, wie sie am besten auf die, sich permanent verändernden, Situationen reagieren , um für Ihre Kunden die bestmöglichen Erfolge zu erzielen. Solange das Zulassungsverfahren eines Kraftfahrzeugs nicht wirklich digital angeboten wird seitens der Bundesregierung bleibt alles irgendwie „analog mit digitaler Vorbereitung“... gern stehen wir (BZD Berliner Zulassungsdienst) bei der bestmöglich Umsetzung der Zulassungsprozesse zur Verfügung. Im Einzelfall stellen wir sogar Mitarbeiter im Autohaus zur Verfügung, die dich um diese „digital-analoge Problematik“ kümmern..


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