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Pkw-Neuzulassungen: So viele Autos fehlten im Oktober

Der deutsche Automarkt lag im Oktober fast 100.000 Stück unter dem üblichen Monatsniveau.
© Foto: Ingo Wagner / picture alliance

In Zeiten von Halbleiter-Mangel und Produktionsausfällen werden Flottenbetreiber und private Halter von den Herstellern vorrangig bedient. Das zeigt ein Blick in die einzelnen Teilmärkte. Lange warten müssen diese Kundengruppen trotzdem.

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Der Mangel an Halbleitern und die damit verbundenen Produktionsausfälle in den Autowerken haben sich im Oktober überdeutlich in den Pkw-Neuzulassungen niedergeschlagen. Im Berichtsmonat kamen lediglich 178.683 Neuwagen auf Deutschlands Straßen – üblich sind in diesem Monat knapp 100.000 Autos mehr, wie der Marktbeobachter Dataforce in einer aktuellen Analyse feststellt. Der Rückgang gegenüber Oktober 2020 betrug 34,9 Prozent.

"Bei gleichzeitig hoher Nachfrage türmt sich der Auftragsbestand weiter auf. Die Hersteller müssen entscheiden, welche Bestellungen sie zuerst bedienen", erklärt Dataforce-Analyst Benjamin Kibies. Diese Entwicklung zeige sich in den Ergebnissen der Verkaufskanäle. So hätten die Flottenzulassungen (54.276 Einheiten) etwas besser abgeschnitten als der Gesamtmarkt. Das Minus von 31,2 Prozent bedeute dennoch einen "schmerzhaften Einschnitt".

Der Privatmarkt kam im vergangenen Monat auf 68.106 Neuzulassungen. Er lag mit minus 34,8 Prozent fast genau gleichauf mit der Gesamtmarktentwicklung. Kibies weiter: "Fahrzeugbau und Fahrzeughandel haben schon 2020 weniger Pkw als üblich zugelassen." Im Oktober seien ihre Eigenzulassungen mit minus 38 Prozent (13.534 Einheiten) und minus 36,5 Prozent (29.182) sogar überdurchschnittlich geschrumpft. Einen noch schweren Stand hatten die Autovermieter, sich mit Fahrzeugen zu versorgen. Die Rental-Neuzulassungen (13.585) brachen um 41,2 Prozent ein.

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Unterdessen setzt sich bei den Kraftstoffarten der Umbruch fort. Bei den Herstellern hat die Produktion von batterielektrischen Fahrzeugen (BEV) und Plug-in-Hybriden (PHEV) weiterhin Vorrang. Zum ersten Mal überhaupt hätten die "Steckerautos" mehr als 30 Prozent der Pkw-Neuzulassungen in Deutschland ausgemacht, so Kibies. "In Flotte und Privat waren es sogar mehr als ein Drittel."

Dabei blieb der Anteil der BEV unverändert bei 17,1 Prozent; der Marktanteil der Plug-In Hybride vergrößerte sich – bei leicht rückläufigen Volumen – auf einen neuen Höchststand von 13,3 Prozent. Laut Dataforce setzen vor allem Flottenkunden nach wie vor häufiger auf die Teilzeitstromer, damit die Fahrzeuge bei Bedarf größere Fahrleistungen abdecken können. Zugleich fiel im Privatmarkt der Anteil der Benziner und steckerlosen Benzinhybride erstmals unter 50 Prozent.

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