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PSA Deutschland zu Übernahmegerüchten: "Da ist nichts dran"

Die Deutschland-Zentrale von PSA in Köln-Gremberghoven: Der Importeur bleibt beim Hersteller
© Foto: Peugeot

Nach der großen Umstrukturierung von PSA in Deutschland wurde in jüngster Zeit über eine Übernahme durch einen privaten Importeur spekuliert. Das Unternehmen dementiert.


Datum:
01.08.2016
6 Kommentare

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PSA Deutschland bleibt im Besitz des französischen Mutterkonzerns. Unternehmenssprecher Stephan Lützenkirchen dementierte gegenüber AUTOHAUS Gerüchte, wonach es Überlegungen gebe, die Peugeot und Citroën-Aktivitäten hierzulande an einen privaten Importeur zu übergeben: "Da ist nichts dran." Mit insgesamt vier Prozent Marktanteil sei die Aktivität hierzulande groß genug, um vom Hersteller selbst in die Hand genommen zu werden. Und man wolle ja wieder wachsen.

Erst im vergangenen Jahr war die Restrukturierung und Zusammenlegung der beiden Importeure abgeschlossen worden. Die Deutschland-Zentrale von Peugeot war 2012 von Saarbrücken nach Köln umgezogen. Viele Mitarbeiter blieben im Saarland. Am neuen gegemeinsamen Standort von Peugeot, Citroën und DS in Köln-Gremberghoven sind jetzt rund 260 Mitarbeiter tätig.

Durch die Zusammenlegung mancher Abteilungen, wie zum Beispiel für Kommunikation und Eventmanagement, seien viele Synergien erzielt worden, erklärte der Sprecher. Andere Aktivitäten, wie zum Beispiel die Schulungen, wurden outgesourct. Nun sei aber kein weiterer Stellenabbau zu erwarten, so Lützenkirchen: "Damit sind wir durch." Dass einige Mitarbeiter befristete Arbeitsverträge hätten, sei in der Wirtschaft üblich und deute nicht auf weiteren Abbau hin. Die Aufgabe sein nun, mit der vorhandenen Belegschaft alle drei Marken in Deutschland zum Erfolg zu führen. (dp)

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KOMMENTARE


Citroen

01.08.2016 - 14:04 Uhr

An jedem Gerücht, wie auch immer geartet, ist ein Fünkchen Wahrheit dran! Wie soll man einen massiven Stellenabbau und ein Verkauf von angeblich immer mehr unrentablen Niederlassungen sonst verstehen?Wie hat man sich einen Marktanteil von 4% vorzustellen, außer man addiert Peugeot und Citroen zusammen? (DS dürfte in punkto Markanteil wohl eher eine absolut untergeordnete Rolle spielen!) Wie soll man sich weiterhin das an sich „Kopflose-Agieren“ der Zentrale in Köln erklären?


AHELM

01.08.2016 - 15:44 Uhr

eine Vergabe an einen externen Importeur, wie z.B. die Freitreppe wäre sicher Überlegenheit. Hier kann erhebliches Geld gespart werden und ein erfahrener Importeur bringt sicher auch frischen Wind ins Geschäft. Mercedes hat auch viele geliebte NL an externe Investoren veräußert, aus ähnlichen Gründen. Privat geführte Unternehmen sind oft schlanker aufgestellt und somit deutlich Margen intensiver. Die meisten Mitarbeiter könnten übernommen werden. Mitsubishi ist zwar deutlich kleiner als die PSA Gruppe, aber auch hier trauert kaum ein Händler dem Hersteller eigenen Importeur nach. Mal sehen, ob die Planungen nicht längst weiter gediehen sind, als kommuniziert wird!


Salesman

01.08.2016 - 16:11 Uhr

Schade ! Hatte doch so gehofft es geht mit einem Importeur, der weiß was er tut endlich wieder aufwärts. Gebe die Hoffnung noch nicht auf. Die Emil Frey-Gruppe wartet vielleicht noch ab . . .


Herbert Johannsen

01.08.2016 - 19:25 Uhr

Es wäre für die Peugeot Händler ein Segen,die Rabattschleuderei und die Provisionsregelungen der Mitarbeiter der PSA auf ein erträgliches Masse zurückzuführen.


Beobachter 2.0

01.08.2016 - 21:06 Uhr

Jetzt ist die Katze endlich mal aus'm Sack! Natürlich läuft alles darauf hinaus, dass das Retail-Netz an einen privaten Importeur geht. Die unrentablen Niederlassungen wurden zwischenzeitlich abgestoßen, andere Niederlassungen von Citroën und Peugeot wurden zusammengelegt, eine Fortsetzung ist noch offen. Warum macht PSA den ganzen Spaß? Damit man sich für den Verkauf noch einmal "hübsch" macht. Der Betriebsrat wurde quasi per Salamitaktik über die jeweils nächsten Schritte informiert, damit er ja nicht im Vorfeld eine Ahnung vom großen Ganzen haben kann. Und was soll Unternehmenssprecher S. Lützenkirchen schon anderes sagen als die Gerüchte zu leugnen? Dafür wird er schließlich bezahlt. Der bisherige Retail-Verantwortliche Jean-Philippe Imparato hat schon vor 1,5 Jahren gesagt, wenn sich der deutsche Markt nicht bald verbessert, hat PSA kein Problem damit, das Retailgeschäft einem privaten Importeur zu geben. Warten wir mal ab, was die nächste Zeit bringt. Nur eines ist klar: Ruhig wird es nach den ganzen Turbulenzen in den vergangenen 2 Jahren nicht.


Autojo

02.08.2016 - 12:59 Uhr

Wozu braucht ein Hersteller eine so große Vertriebsorganisation, wenn ohnehin an langer Hand geplant war die Retailorganisation weitestgehend zu privatisieren. Da hätte man bereits mit dem Umzug von SB nach Köln Fakten klar machen können. Hier wird dem Mitarbeitern und Arbeitnehmervertreter vorgegaukelt alles wird gut oder "wir schaffen das". Fakt ist außerdem Peugeot wie auch Citroën sind zum Schnäppchen Produkt geworden und entwickeln sich immer weiter weg vom Mittelstandes Qualitätsprodukt. Schade hoffentlich endet dann Citroen nicht auch im gleichen Grab wie Lancia.


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