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Studie: Autokäufer erwarten Wertewandel

Autokauf: Saubere Antriebe spielen zunehmend eine wichtige Rolle, auch Connectivity-Angebote werden immer stärker nachgefragt.
© Foto: SuperStock

Seit Jahren gehören Preis, Leistung und Marke zu den Top-Kriterien beim Fahrzeugkauf. Doch langfristig dürften andere Faktoren relevanter werden.

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Die Präferenzen beim Pkw-Kauf werden sich nach Ansicht der deutschen Autofahrer künftig deutlich verschieben. Wie aus einer Umfrage der Leasetrend AG hervorgeht, werden im Jahr 2030 alternative Antriebssysteme für nahezu jeden zweiten Kunden das entscheidende Kaufkriterium sein. Auch die Konnektivität wird dann einen viel höheren Stellenwert haben: Mit 29 Prozent (aktuell vier Prozent) schafft die Vernetzung zusammen mit dem autonomen Fahren den Sprung in die Top-5 der maßgeblichen Faktoren.

Noch haben Preis, Leistung/Fahrverhalten, Marke und Modell sowie Ausstattung und Komfort den größten Einfluss auf die Kaufentscheidung, nach der Studie werden sie in den nächsten Jahren aber an Relevanz verlieren. "Das ist vor allem für die Hersteller von Bedeutung – schließlich gilt es bis dahin, noch einige technische Hürden zu nehmen. Aber auch die Händler müssen sich darauf vorbereiten, den Kunden die Vorteile der neuen Technologien nahezubringen", erklärte Leasetrend-Vorstand Gerhard Fischer.

So wichtig moderne Technik auch ist – ganz in ihre Hände wollen sich die Autofahrer noch nicht begeben. Nur ein knappes Drittel der Befragten würde momentan einen Roboterwagen kaufen, während 45 Prozent ein solches Fahrzeug grundsätzlich für sich ausschließen. Hauptgründe für die Skepsis: Kontrollverlust, Hackerangriffe und weniger Fahrspaß. Die Befürworter sehen dagegen als Pluspunkte eine höhere Sicherheit, einen niedrigeren Kraftstoffverbrauch und einen Komfortgewinn.

"Verbrauchern Ängste nehmen"

"Wenn die Hersteller selbstfahrende Autos bis 2020 zur Serienreife bringen wollen, müssen sie den Verbrauchern in den kommenden Jahren ihre Ängste nehmen", betonte Fischer. Ansonsten könnte der Mobilitätswandel "auf der Strecke bleiben". Letztendlich hänge der Erfolg auch maßgeblich vom Preis der Fahrzeuge ab. Aktuell lehnen drei von vier Befragten einen Aufpreis für die entsprechenden Assistenten ab. Experten schätzen die Mehrkosten gegenüber einem herkömmlichen Pkw momentan auf 5.000 bis 10.000 Euro.

Das unterstreicht einen grundsätzlichen Trend: Der Autokauf wird zunehmend zu einer rationalen Angelegenheit. Fischer: "Die Kunden wollen vor allem eines – bezahlbare Mobilität." Nur drei Prozent der Studienteilnehmer definieren sich demnach über ihr Auto und sehen es als Prestigeobjekt. Immerhin gaben 44 Prozent an, dass ihr fahrbarer Untersatz für Mobilität und Unabhängigkeit steht. (rp)

Leasetrend-Autokauf-Kriterien-2030

(Quelle Leasetrend AG)

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KOMMENTARE


Der rationale Käufer

06.07.2016 - 11:48 Uhr

"Nur drei Prozent definieren sich demnach über ihr Auto.." So ist das mit Umfragen. Keiner will sich als Angeber outen, er macht es aber! Wenn die Leute nur bequem und sicher von A nach B wollten, würde ein Dacia oder ähnliches reichen. Was die Leute wollen, ist ganz einfach: Prestige und nochmal Prestige und ein Lust dazu. Alu-Felgen, Breitreifen, Metallic-Lackierungen, Leder-Ausstattung, Leistung satt - das wird vorausgesetzt und schon im Kleinwagen angeboten. Ein Kombi würde das Transportproblem lösen - aber ein SUV auf derselben Plattform mach doch erst richtig etwas her. Diese ganzen Studien kann man in die Tonne klopfen. Wenn es um Nutzwert allein geht, hätten so formidable Autos, wie der MX5 und alle seine Nachahmer gar keine Chance auf dem Markt haben dürfen! Ein berühmter Auto-Tester hat mal zu einem edlen Sportwagen gesagt: "Luxus ist das, was das Herz wärmt!" Das wird so sein, so lange es Menschen gibt. Und wenn dann über eine extreme CO2-Gesetzgebung die tollen 6-Zyl.-Reihenmotoren zu schnöden 4-Zyl. kastriert werden und hilfsweise für den Flottenverbrauch mit einem E-Motor ergänzt werden, dann mag das ein für 2025 hochrechenbarer Trend sein - aber es ist nicht der Wunsch der Kunden sondern der, der Umweltpolitiker die uns auch zu Haus die Gasheizungen abstellen wollen - Nur in Deutschland natürlich! Und Urlaub sollen wir auf den Balkon oder hilfsweise im Bayerischen Wald machen.


Annotator

06.07.2016 - 14:02 Uhr

Der Wertewandel wird durch die Gesellschaft selber generiert, aber niemand muß ihm Folgen. Sich dagegen zu stellen wäre so als würde man der Sonne verbieten zu scheinen.


Michael Kühn

06.07.2016 - 16:17 Uhr

@ Annotator; na denn wünsche ich Ihnen weiterhin viel Hoffnung. Bis die Gesellschaft aufwacht, werden noch einige Jahre vergehen. Grüßle MK - Mir kommt sicher kein "Selbstfahrer" ins Haus.


Randerscheinung

07.07.2016 - 10:49 Uhr

Die Kunden werden auch in Zukunft auf die Marke und das Design zuerst achten, danach wird versuch sich das schöne Fahrzeug auch mit Kredit und Bürgschaft leisten zu können. Der Rest ist Wunschdenken des EU Zentralbüros.Die Absatzzahlen der Hersteller belegen den Trend zu Geländewagen und hoher Motorleistung - nicht zum E-Auto oder Hybrid! Zu meiner Schulzeit wurde noch das Märchen vom Ende des Öl in 30 Jahren erzählt ....


Denker

07.07.2016 - 10:50 Uhr

„Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt schnellere Pferde.“ Studien & Umfragen auf und von Autohaus( Trendmonitor) erheitern mich immer wieder.


Theodor Fontane

07.07.2016 - 11:13 Uhr

Ich finde es toll, dass die Leute heute schon wissen, was sie 2030 kaufen werden...


wwgw

07.07.2016 - 12:43 Uhr

Die Studie mag ja schon recht und gut sein, was die fahrzeugbezogenen Daten anbelangt. Ich fälle meine Kaufentscheidung immer erst nach einem, ggfs. mehreren, intensiven Gesprächen und einer Probefahrt mit dem Verkäufer meines Vertrauens. Da ich mehrere Marken schon gefahren habe stehen die objektiven und für meinen Gebrauch notwendigen Sonderausstattungen fest, allerdings gibt mir hier die Beratung des Verkäufers im Hinblick auf die Wiederverkaufbarkeit die notwendigen Informationen. Bei einem Autokauf wird immer und zwar immer erst nach den Verkauf zusammengezählt. Meines Erachtens bedenken die Schnäppchenjäger, bzw. Internetkäufer nie den gesamten Kauf incl. Verkauf des GW's. Beispiel: Auf den Classic Car Ausstellungen erzielen zur Zeit Porsche 911er Höchstpreise, nur wenn es sich um ein Eu oder amerikanische Auto handelt sacken die Preis zusammen. In diesem Bereich handelt es sich um ca. 50 - 60 Tsd€. Dies ist nur ein Beispiel. Ich vertraue meinen 3 - 4 Verkäufern unterschiedlicher Marken auf ihre Beratung und dann kaufe ich. Übrigens jedes 4-6. Jahr.


Wolf

07.07.2016 - 19:53 Uhr

Ich kann nicht verstehen, warum es so viele Menschen gibt, die sich freuen würden, das 2 Tonnen Stahl, die von Computern gesteuert sind, durch die Straße rasen.Wollen wir das wirklich ?Jeder der nicht selber fahren möchte, kann doch mit Bus, U-Bahn & Co fahren, aber wenn ich über die Straße gehe, möchte ich nicht ddas Gefühl haben, das ich mich zwischen Roboter begebe, die Entscheidungen aufgrung irgendwelcher Algorythmen treffen.


Dipl.-Ing. Harald Rasche

13.11.2017 - 14:52 Uhr

Sehr geehrte Autohaus online-Redaktion,bezahlbar und wirtschaftlich soll das Objekt der Begierde schon sein. Dazu auch praktisch und leicht bedienbar. Kritischer sieht es hingegen schon mit der Aufpreispolitik aus und wüssten viele Kunden von vornherein über die rasante Abwertung ( durch wen eigentlich bestimmt?) für Sonderausstattung, wäre die Bereitschaft und Begeisterung für eine Anschaffung wahrscheinlich deutlich geringer als bisher. Einige Hersteller haben das als eine Chance erkannt und der Erfolg gibt Ihnen recht.Eine Priorität für den Erfolg liegt jedoch auch in der Beantwortung der Frage begründet, ob der Kundedienst bzw. der S e r v i c e vergleichsweise die Attraktivität einer Marke harmonisch und mehr als nur zufriedenstellend begleitet. Dazu gehört auch die Kulanzpolitik eines Automobilherstellers jenseits der Mittelmäßigkeit, um in toto im Kunden ein verlässliches Gefühl von Vertrauen zu erzeugen, denn der "Kunde fürs Leben" ist ein Garant für eine positive Empfehlung und die ist mehr wert als jedwede Werbung ansonsten. In einer Epoche, wo in erster Linie Zeit Geld ist, erscheint es oftmals nicht machbar Zeit zu haben, um zuhören zu können. Wer aber nicht die Palette der (geheimen) Kundenerwartungen kennt und respektiert, wird über ein Mittelmaß in der Kundenbindung kaum hinauskommen und Kundenbegeisterung eh nicht aus dem Zylinder zaubern. Da könnte noch so mancher Experte vom Pferdeflüsterer lernen.Mit besten Grüßenaus Bochum und ToppenstedtKfz.-SachverständigenbüroDipl.-Ing. Harald R a s c h e


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