Die groß angelegte Branchenanalyse TÜV NORD INSIGHT 2026 hat 800 Autokäufer und 250 Autohändler zum Entwicklungsstand digitaler Kommunikation im Automobilhandel befragt. Die Studie liefert wertvolle Orientierung zum Thema KI-Strategie im Autohaus und zeigt klare Handlungsfelder für Vertrieb, Service und Management.
Bots vom Kunden akzeptiert
63 Prozent der Händler geben beispielsweise an, bereits Bots im Einsatz zu haben und diese zur automatisierten Terminvereinbarung zu nutzen. 37 Prozent setzen jedoch noch keine KI-Tools zur Terminvereinbarung ein. Ein Grund könnte laut Steven Zielke das Werkstattplanungssystem sein, "welches noch keine Online-Terminbuchung möglich macht". Christian Stallkamp appelliert an die Händler, auf Werkstattplanungs-Tools mit entsprechenden Funktionen umzurüsten. Denn: "Bots sind vom Kunden akzeptiert und wahnsinnige Effizienzbringer."
Videokommentar von Christian Stallkamp und Steven Zielke: Bots
Beratungs-Konkurrenz durch KI
KI-Tools gewinnen beim Autokauf an Bedeutung. So geben 48 Prozent der Kunden an, sie können sich für den nächsten Autokauf eine Unterstützung durch KI-Tools wie Chat GPT oder Google Gemini vorstellen. Beim letzten Autokauf haben hingegen nur 13 Prozent KI-Tools genutzt. "Die Tendenz ist stark steigend. Ich gehe davon aus, dass wir diese Assistenten noch viel mehr nutzen werden", ist Christian Stallkamp überzeugt. "Wichtig ist, dass der Handel an der Stelle auch nachzieht", gibt Steven Zielke im Videokommentar zu bedenken. Webpräsenz und GEO (Generative Engine Optimization) seien in Zukunft zunehmend entscheidend, damit Autohäuser von KI-Agenten auch gefunden würden, sind sich die beiden Studienautoren einig.