Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) und der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) haben gemeinsam mit der Universität St. Gallen ein neues Weiterbildungsprogramm für Führungskräfte der Automobilbranche vorgestellt. Das Senior Executive-Programm "Future Automotive Business Leader" richtet sich an Nachwuchsmanager aus Handel und Herstellerorganisationen.
Ziel ist es, Teilnehmer auf Führungsaufgaben in einer Branche vorzubereiten, die sich durch Digitalisierung, neue Mobilitätsformen und veränderte Kundenanforderungen zunehmend verändert.
Netzwerk von Handel und Herstellern
Ein zentrales Element des Programms ist die Vernetzung von Führungskräften aus verschiedenen Bereichen der Automobilwirtschaft. VDIK-Präsidentin Imelda Labbé betont die Bedeutung eines belastbaren Netzwerks zwischen Herstellern und Handel: "Die kommende Führungsgeneration der Branche braucht jetzt das strategische Handwerkszeug und einen visionären Blick über den eigenen Horizont hinaus, um Potenziale zu erkennen und die eigene Leitungsrolle zu leben." Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat der Universität St. Gallen und werden Teil des Alumni-Netzwerks des Instituts für Mobilität der Hochschule.
Zukunftsthemen im Fokus
Das Programm wurde gemeinsam mit Wissenschaftlern und Führungskräften aus der Branche entwickelt. Es umfasst vier Module, die sich mit den zentralen Herausforderungen der Automobilwirtschaft befassen. Im ersten Modul stehen zukünftige Veränderungen bei Kundenverhalten, Wettbewerb, Technologie und Regulierung im Mittelpunkt. Weitere Schwerpunkte sind Führung in Veränderungsprozessen, die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle sowie die Auswirkungen von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz. Ein weiteres Modul beschäftigt sich mit den Veränderungen in Vertrieb, Handel, Marke und Kundenansprache im Zeitalter der Elektromobilität und datenbasierter Geschäftsmodelle.
ZDK-Präsident Thomas Peckruhn sieht das Angebot insbesondere als Weiterentwicklung für Absolventen der Bundesfachschule für Betriebswirtschaft im Kfz-Gewerbe (BFC). Diese könnten nach einigen Jahren Berufspraxis ihre Managementkompetenzen gezielt ausbauen und ihre strategischen Fähigkeiten weiterentwickeln.
Auch Prof. Andreas Herrmann, Direktor und Gründer des Instituts für Mobilität der Universität St. Gallen, sieht in dem Programm eine Möglichkeit, zukünftige Führungskräfte dabei zu unterstützen, die Transformation der individuellen Mobilität aktiv mitzugestalten.
Start im Frühjahr 2027
Das berufsbegleitende Programm umfasst vier Module mit jeweils drei Präsenztagen. Die Inhalte verteilen sich über einen Zeitraum von neun Monaten und werden durch Netzwerkveranstaltungen ergänzt. Der erste Jahrgang startet im März 2027. Bewerbungen sind bis zum 30. November 2026 möglich.