Fördertopf unter Druck: Studie sieht hohe Nachfrage nach E-Auto-Prämie

17.02.2026 10:20 Uhr | Lesezeit: 2 min
Elektroauto, Prämie, Förderung
Der neue Fördertopf der deutschen Bundesregierung für Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride könnte schnell ausgeschöpft sein.
© Foto: Mithilfe von KI generiert

Eine aktuelle Studie des Nürnberger Marktforschungsinstituts puls zeigt: Bereits die Gruppe der festen Interessenten an der geplanten E-Auto-Prämie übersteigt rechnerisch die vorgesehene Förderkulisse. Der Fördertopf von drei Milliarden Euro könnte damit schneller leer sein als erwartet.

Der neue Fördertopf der deutschen Bundesregierung für Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride könnte schnell ausgeschöpft sein. Das zeigt eine aktuelle Studie des Nürnberger Marktforschungsinstituts puls unter 1.000 Pkw-Haltern in Deutschland.

Nach einer Erläuterung der geplanten Förderrichtlinie geben 3,1 Prozent der befragten Pkw-Halter an, die neue Prämie "definitiv in Anspruch nehmen" zu wollen. Weitere 20,6 Prozent wollen dies noch überlegen. Demgegenüber stehen 12,7 Prozent, die kein generelles Interesse an einer Förderung haben, 39,6 Prozent für die kein Elektrofahrzeug bzw. Plug-In Hybrid in Frage kommt, sowie 17,7 Prozent, die nach eigener Aussage Fördervoraussetzungen nicht erfüllen.

Hochrechnung: Rund eine Million Fahrzeuge

Rechnet man die 3,1 Prozent der "sicheren Interessenten" auf die Gesamtzahl der privaten Pkw-Halter in Deutschland hoch und berücksichtigt die durchschnittliche Anzahl an Fahrzeugen pro Halter, ergibt sich eine Größenordnung von rund einer Million Fahrzeuge, für die die Prämie aktuell konkret in Betracht gezogen wird. Zum Vergleich: Die drei Milliarden Euro Gesamtvolumen aus dem Fördertopf sollen für etwa 800.000 Fahrzeuge ausreichen.

"Schon allein die Gruppe der konkreten Interessenten übersteigt rechnerisch die geplante Förderkulisse. Zieht man zusätzlich die gut 20 Prozent der Überlegenden in Betracht, deutet vieles darauf hin, dass der Fördertopf schnell ausgeschöpft sein könnte", so Stefan Reiser, Managing Director bei puls Marktforschung.

Upgrade statt Umstieg?

"Zudem zeigt die Studie deutlich, dass insbesondere Halterinnen und Halter junger Elektro- und Hybridfahrzeuge offen für eine Inanspruchnahme der Prämie sind", so Reiser weiter. "Wenn ein Upgrade auf ein neues Elektrofahrzeug deutlich attraktiver wirkt als ein Umstieg vom Verbrenner, werde ein wesentliches Ziel der Förderung verpasst." Darüber hinaus dürfte das Problem sinkender Restwerte von gebrauchten Elektrofahrzeugen weiter verschärfen, sofern die Förderrichtlinie nicht angepasst wird, so Reiser.


Hintergrund zur Studie:

Die Ergebnisse basieren auf einer repräsentativen Online-Befragung (CAWI) von 1.000 Pkw-Haltern in Deutschland. Die Stichprobe bildet private Pkw-Halter sowie sogenannte User Chooser im Alter von 18 bis 75 Jahren ab. Die Quotierung und Gewichtung erfolgten auf Basis der KBA-Statistik nach Alter und Geschlecht der Halter, Fahrzeugalter (bis 25 Jahre), Fahrzeugsegment sowie weiteren Bestandsmerkmalen.

Der Befragungszeitraum erstreckte sich vom 5. bis 12. Februar 2026. Die mediane Interviewdauer lag bei rund zehn Minuten. Durchgeführt wurde die Studie von der puls Marktforschung GmbH mit Sitz in Schwabach bei Nürnberg.




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