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Jahresbilanz: Absatzeinbruch bei Opel

Jahresbilanz: Absatzeinbruch bei Opel
Der Opel-Absatz ist 2020 drastisch eingebrochen.
© Foto: Opel

Neben der Corona-Krise sorgte bei den Rüsselsheimern auch der Wegfall zahlreicher Modelle, die noch auf der Technik des früheren Mutterkonzerns General Motors beruhen, für Einbußen.


Datum:
14.01.2021
8 Kommentare

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Der Autobauer Opel hat im vergangenen Jahr mehr als ein Drittel seines Absatzes verloren. Die deutsche Tochter des französischen PSA-Konzerns verkaufte gemeinsam mit der britischen Schwestermarke Vauxhall noch 632.687 Autos weltweit, wie der Konzern am Donnerstag berichtete.

Das war im Vergleich zum Jahr 2019 ein im Marktvergleich überdurchschnittlicher Rückgang um 35 Prozent. Sämtliche Marken des PSA-Konzerns verzeichneten einen vor allem von der Corona-Krise verursachten Absatzrückgang um 27,8 Prozent auf 2,51 Millionen Autos.

Umbau der Modellpalette sorgt für zusätzliche Verluste

Neben den Folgen der Pandemie nannte Opel die Umstrukturierung seines Angebots als wesentlichen Grund für die Absatzverluste. So wurden im Laufe des Jahres 2020 fünf Modelle aus dem Programm genommen, die noch auf der Technik des früheren Mutterkonzerns General Motors beruhten und klimatechnisch nicht als zukunftsfähig galten. Von diesen Modellen waren 2019 noch mehr als 150.000 Einheiten verkauft worden, erläuterte ein Sprecher. Zudem konzentriere man sich stärker auf profitable Vertriebskanäle.

Der PSA-Konzern hat nach eigenen Angaben die durchschnittlichen CO2-Emissionen der verkauften Fahrzeuge weiter gesenkt und wie angekündigt die europäischen Zielwerte erfüllt. Dies sei mit Optimierungen im Bereich Verbrenner und mit einem starken Absatzplus bei elektrifizierten Modellen erreicht worden.

Die größten Absatzverluste erlitt Opel/Vauxhall auf seinem Kernmarkt Europa mit einem Rückgang um 38,3 Prozent. Im Verkaufsgebiet Mittlerer Osten und Afrika zogen die Verkäufe hingegen stark an - um 48,9 Prozent. Hier profitiert Opel von neu erschlossenen Märkten und Synergien mit den Konzernschwestern Peugeot und Citroen. (dpa)

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KOMMENTARE


Verkäufer

14.01.2021 - 14:08 Uhr

War doch genau so zu erwarten. Wen Marktanteile und verkaufte Autos nicht interessieren sondern nur noch der CO2 Flottenausstoß und dem alles untergeordnet wird muss sich doch nicht wundern. Das Fahrzeugangebot, das Motorenangebot und Ausstattungen schrumpfen immer weiter, die Preise steigen, aber Hauptsache der Hersteller spart, spart, spart und hat trotz weniger verkaufter Autos mehr verdient. An Imageverbesserung wird seitens OPEL schon seit Jahrzehnten kein Gedanke verschwendet und somit haben viele Privatkäufer oder Fuhrparkleiter OPEL nicht mal ansatzweise auf ihrer Einkaufsrechnung (siehe auch Durchschnittsalter der Käufer). Aber Hauptsache wir bieten den neuen, noch nicht einmal auf dem Markt erschienenen OPEL Mokka e für Leasingraten von 49,- € für Gewerbekunden an (für Privatkunden nichts Vergleichbares) und wundern uns dass die Jahresproduktion 1,2,3 ausverkauft ist. Der Privatkunde fällt hinten runter und wird es dankend quittieren, in dem er anderen Herstellern den Marktanteil erhöht. Das Schlimmste ist, wenn bei einem Hersteller nur noch die Finanzer das sagen haben und nicht mehr auch die Leute mit Benzin im Blut bzw. auch auf die Leute gehört wird die ganz unten am Kunden, ganz nah dran sind am Markt.


Opelaner

14.01.2021 - 17:48 Uhr

Die verbliebenen Vertragshändler wurden durch Zusatzkosten - Marketingpauschalen, IT-Fonds, erforderliche CI-Schulungen (WBT), für Abrufe der Fahrzeugdaten, CI und LEV-Bonis neu definiert - und mit administrativen Mehrbelastungen für neue Systemausstattungen kräftig zu Kasse gebeten. Aktuell das neue Ersatzteil-Vertriebskonzept - Distrigo - ohne Testphase in den EDV-Strukturen bei allen Händlern eingeführt, das gelebte Chaos ! .. und es nimmt kein Ende, ein weiteres Vertriebs-Konzept "Spot(t)ycar" wird es richten ..


Rudi S.

14.01.2021 - 18:11 Uhr

Wenn PSA glaubt 1 + 1 =2 dann ist das zwar rechnerisch richtig, in der Automobilbranche hat aber die Vergangenheit gezeigt, dass bei der Vereinigung von solchen Unternehmen höchstens 1,2 bis 1,3 dabei herauskommt. Das gleiche wird auch für die Fusion mit Fiat gelten. Mit Langeweile und Eintönigkeit kann man keinen Markt erobern.


Annotator

15.01.2021 - 09:12 Uhr

Gehe ich recht in der Annahme dass der Kommentator Opelaner ein Insider ist. Jedoch neigt er zu Verniedlichung. Nicht böse gemeint!


Insider

15.01.2021 - 11:14 Uhr

Hallo Herr Verkäufer, Sie haben den Nagel exakt getroffen, aber wäre es vllt. besser sich anderen Herstellen zuzuwenden, ob die dann besser sind ??? Ich gehe davon aus, dass sich der Händlerverband über das europäische Gericht Hilfe holt und PSA verklagt !


Verkäufer

15.01.2021 - 15:57 Uhr

@Insider, …...schlechter kann es nicht werden und manchmal ist ein Tapetenwechsel vlt. besser als auf der Stelle zu treten. Zugegeben die Rahmenbedingungen sind sicher bei den meisten Herstellern ähnlich. Mich wundert es nur sehr, dass andere Hersteller ihren Marktanteil behaupten bzw. ausbauen und bei OPEL geht es immer nur weiter bergab. Vor 5-6 Jahren waren die 8% MA mit Tendenz zu 10% MA ausgelobt und das Ziel. Wo ist OPEL aktuell mit dem MA und vor allem wo wäre OPEL wenn zum Quartalsende bzw. Jahresende nicht massiv Zulassungen getätigt würden? Der Fisch fängt immer als erstes am Kopf an zu stinken. Aber mir scheint es eher so dass Selbstkritik für die Verantwortlichen nicht in Frage kommt und für alles der Handel verantwortlich gemacht wird. Ich habe noch nie so viele Kunden verloren wie in den letzten 3 Jahren und so wenige neue Kunden gewonnen wie in den letzten 3 Jahren. Der Grund für das Verlassen des Händlers und der Marke OPEL all dieser Kunden ist nicht 1x der Händler und sein Service gewesen. Wenn der Hersteller und seine Verantwortlichen nicht schnellstens erkennen (erkennen wollen) wo die Fehler liegen (Modellpolitik, Design, Image, usw.) dann wird OPEL sehr schnell nur noch eine Fußnote in der automobilen Weltgeschichte sein,...……….leider.


Enttäuschter

16.01.2021 - 12:04 Uhr

Ohne Emotionen wie z.B. Coupe, Cabrio oder auch Top-Motorisierung wird die Marke OPEL ziemlich weit nach unten "durchgereicht". Tolle C0²-Werte allein üben keinen Kaufanreiz aus, selbst Allrad-Versionen in den durchschnittlichen Preisklassen fehlen.Zudem gibt es kein Schiebedach mehr, und unüberlegt zusammengestellte Pakete verwirren die Kunden.


Puffolino

04.06.2021 - 23:43 Uhr

Habe ernsthaft überlegt, mir einen neuen Mokka zu genehmigen... ...aber beim Konfigurieren gemerkt, dass es kein Schiebedach gibt. Schade.


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