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Vertriebsgesellschaft gegründet: Borgward nimmt China-Geschäft auf

Walker: "operatives Geschäft angelaufen"
© Foto: dpa

In wenigen Wochen geht es für den deutsch-chinesichen Hersteller los. Das Werk in Peking ist produktionsbereit, und auch das Vertriebsnetz auf dem weltgrößten Automarkt nimmt Formen an.


Datum:
18.03.2016
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Borgward treibt den Marktstart in China voran. Der wiederauferstandene Autobauer hat jetzt die Vertriebsgesellschaft Borgward China Co. gegründet. Das Unternehmen sei der nächste Schritt, um Borgward auf dem weltgrößten Automarkt zu etablieren, sagte Vorstandschef Ulrich Walker am Rande der Eröffnungsveranstaltung in Peking. Das operative Geschäft sei nun voll angelaufen.

Laut Walker hat Borgward bereits Partnerschaften mit knapp 100 chinesischen Händlern geschlossen. "Wir gehen davon aus, dass dieses Netz bis Ende2016 auf 120 und 2017 auf 200 Händler anwachsen wird", erklärte er. Die Marke wolle dabei die wichtigsten Städte abdecken.

Das erste Modell seit dem Comeback, den BX7, will Borgward in China als "intelligenten Großraum-SUV einer deutschen Marke" positionieren. Die Markteinführung erfolgt im Rahmen der Beijing Motor Show im April. Dort werden auch der seriennahe Prototyp BX5 und das BX6 TS Showcar zu sehen sein. Beide hatte Borgward bereits im Vorfeld des Genfer Autosalons präsentiert (wir berichteten).

Bei der Veranstaltung erläuterte Walker auch die Unternehmensstrategie für den Weltmarkt. Sie beinhalte ein ganz neues Geschäftsmodell, das auf "Verzahnung und gemeinsame Ressourcennutzung" setze. Die sogenannte B-G-W-Strategie steht dabei auf drei Säulen: "Brand Heritage" (Markenerbe), "German Engineering" (deutsche Ingenieurskunst) und "Worldwide Footprint" (weltweite Präsenz).

Werk ist produktionsbereit

"Um in Echtzeit auf Veränderungen am Markt und bei individuellen Verbraucherwünschen reagieren zu können, werden wir uns darauf konzentrieren, ein intelligentes Produktionssystem und darin eingebundene Produktionsanlagen aufzubauen", betonte Walker. Das neue Werk in Peking sei mittlerweile startklar. Es habe eine maximale Fertigungskapazität von 160.000 Fahrzeuge pro Jahr. Diese könne auf 360.000 Einheiten erhöht werden. Geplant ist künftig auch ein Produktionsstandort in Deutschland. Noch in diesem Jahr soll darüber entschieden werden.

Unter der Marke Borgward wurden zwischen 1939 und 1963 in und um Bremen Pkw und Lastwagen hergestellt. Firmengründer Carl F. W. Borgward galt als genialer Konstrukteur, das Modell Isabella als Vorzeigestück deutschen Automobildesigns. Doch 1961 ging das Unternehmen pleite. Vor rund einem Jahr gab Gründerenkel Christian Borgward schließlich das Revival der Traditionsmarke bekannt. Die neue Firmenzentrale ist Stuttgart, als Hauptaktionär fungiert der chinesische Nutzfahrzeughersteller Foton.

Nach dem Neustart in China will Borgward Indien und Brasilien erobern. Deutschland ist nach den Plänen 2017 an der Reihe. Hierzulande will Walker ein innovatives Vertriebskonzept mit Flagship-Stores, Online-Verkauf und Agentur-System aufbauen. Den Service der Fahrzeuge soll eine Werkstattkette übernehmen. (rp)


Borgward BX7

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