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Politik: Opel-Substanz soll erhalten bleiben

Politik: Opel-Substanz soll erhalten bleiben
Die Politik setzt sich für den einst stolzen Hersteller Opel ein.
© Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Der französische Autokonzern PSA will seine deutsche Tochter Opel weiter schrumpfen lassen. Politiker aus Bund und Ländern sorgen sich darum, was von dem einst stolzen Hersteller noch übrig bleibt.


Datum:
25.04.2018
3 Kommentare

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Im Konflikt um die Sanierung der deutschen Opel-Werke drängt die Politik auf den Erhalt möglichst großer Unternehmensteile. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) forderte den französischen Mutterkonzern PSA zu einer langfristigen Sicherung der Standorte auf und mahnte die Einhaltung früherer Zusagen an. Die Bundesregierung lege Wert darauf, dass künftig auch Forschung und Entwicklung in Deutschland in einem "nennenswerten Umfang" stattfinden, sagte Altmaier am Mittwoch. "Wir werden die Entwicklung weiterhin genau beobachten."

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) verlangte wie die IG Metall von PSA einen konkreten Zukunftsplan. "Wir möchten gerne wissen, wohin die Reise geht", sagte Bouffier nach einem Treffen mit PSA-Generalsekretär Grégoire Olivier in Wiesbaden. "Wir wollen eine klare Zukunftsperspektive."

Er habe dem Spitzenmanager klargemacht, dass es ein nachhaltiges Interesse an der Standortsicherung am Stammsitz Rüsselsheim und den anderen deutschen Werken sowie einem Erhalt der Arbeitsplätze gebe, sagte Bouffier. Es sei aber auch klar, dass bei einem Unternehmen, das jahrelang rote Zahlen schreibt, etwas geändert werden müsse. Dazu müsse es aber gemeinsame Absprachen geben, es dürfe nicht über eine Art Erpressung laufen. Es sei Vertrauen zerstört worden.

Standort Eisenach im Fokus

Die Sanierungsverhandlungen für die deutschen Opel-Werke sind bislang ohne erkennbare Annäherung zwischen PSA und der Gewerkschaft IG Metall verlaufen. PSA-Chef Carlos Tavares erwartet nach eigenen Worten auch keinen schnellen Abschluss. Besonders der Thüringer Opel-Standort Eisenach steht bei den geplanten Einsparungen im Fokus und war am Dienstag Schauplatz einer großen Demonstration.

In Rüsselsheim geht es um den Umfang der Produktion sowie die künftigen Aufgaben des Entwicklungszentrums mit mehr als 7.000 Arbeitsplätzen. Am dritten Standort Kaiserslautern sieht die IG Metall eine unzureichende Auslastung des dortigen Komponentenwerks.

Der PSA-Konzern, zu dem auch die Marken Peugeot, Citroën und DS gehören, hatte Opel im vergangenen Sommer mit rund 38.000 Beschäftigten von General Motors übernommen. Die Sanierung will der nach Volkswagen zweitgrößte Autokonzern Europas ohne betriebsbedingte Kündigungen und Standortschließungen schaffen. Investitionen in die deutschen Werke mit noch rund 18.000 Beschäftigten macht die Führung allerdings von Zugeständnissen der Gewerkschaft abhängig. In andere europäische Opel-Standorte wird bereits investiert. (dpa)

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KOMMENTARE


henri rellob

25.04.2018 - 22:49 Uhr

Der Löwe wird den Blitz stückweise verschlingen.Ob ihm das gut bekommt--eher zweifelhaft


P_Lambda

26.04.2018 - 11:48 Uhr

Lieber Herr Altmaier,Lieber Herr Bouffier,bitte unterstreichen Sie Ihr großes Interesse und ihre Unterstützung und kaufen bzw. fahren: einen Opel! Fall nein, warum nicht? Haben Sie damit evtl. auch die Antwort darauf, warum es dem Hersteller so schlecht geht?Es gibt im Automobilsektor massive Überkapazitäten und es muss (trotz mittlerweile sehr konkurrenzfähiger Opel-Produkte!) früher oder später zu schmerzhaften Bereinigungen kommen, die auch den Untergang eines Fahrzeugherstellers beinhalten werden. Warum sich der PSA-Konzern auf dieses Abenteuer eingelassen hat, kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen.


Klaus Albrecht

01.05.2018 - 10:38 Uhr

Das war doch so abzusehen. War 20jahre Peugeot servicepartner und haben nur schlechte Erfahrung mit Psa erlebte.


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