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Carglass: Münchner F&E-Standort wird europäisches Technologie-Zentrum

Carglass baut sein Münchner Kompetenz-Center Kalibrierung zum europaweiten Innovationsträger und Technologie-Hub des Belron-Konzerns weiter aus. Der für das operative Geschäft deutschlandweit verantwortliche Service Delivery Director Bernd Zimmermann spricht von weiteren "Meilensteinen", mit denen man die Entwicklung zum autonomen Fahren begleite.
© Foto: W.K. Pfauntsch, Carglass

Vor zweieinhalb Jahren eröffnete Carglass in München sein "Kompetenz-Center Kalibrierung" als branchenweit ersten Forschungs- und Entwicklungsstandort, der sich auf die Kalibrierung von Fahrerassistenzsystemen nach dem Austausch der Windschutzscheibe spezialisierte. Nun wird der Standort zum europaweiten Technologie-Vorreiter des Mutterkonzerns Belron weiter hoch gerüstet.

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Der Autoglasspezialist bündelt in dem künftigen "European Technology Center" seine gesamte F&E-Expertise am Standort München und investiert gleichzeitig in einen europaweiten Technologietransfer.

Das Kompetenz-Center Kalibrierung, in dem sich Carglass Anfang April 2019 mit einem Expertenteam und Testmöglichkeiten unter Laborbedingungen als führender Fahrzeugglasspezialist wegweisend für die Zukunft aufstellte (wir berichteten), war für das Kölner Unternehmen auch ein Signal nach "außen": Es sollte gezeigt werden, wie professionell man sich auf die Prüfung und Einstellung, sprich Kalibrierung, aller "Advanced driver-assistance systems", abgekürzt ADAS, bereits eingestellt hatte.

Beherrschung der ADAS-Systeme

ADAS fasst die Vielzahl der inzwischen in modernen Fahrzeugen verbauten und miteinander vernetzten Fahrerassistenzsysteme zusammen. Dazu gehören neben diversen Kameras, welche heute in und an der Windschutzscheibe verbaut sind, auch Assistenten, welche ein Auto verlässlich in der Spur halten oder das Fahrzeug im Notfall selbsttätig bremsen oder gar zum Stillstand bringen, um einen Unfall zu vermeiden bzw. ihn zumindest in seiner Schwere erheblich zu begrenzen. ADAS-Systeme sind längst der Schlüssel zum künftigen autonomen Fahren. Sie unterstützen bereits heute den Fahrer im Fahrprozess. Und wenn sie mit einer verlässlichen Mensch-Maschine-Schnittstelle ausgestattet sind, sollen sie die Sicherheit im Auto und die Verkehrssicherheit allgemein erhöhen. Entsprechend wichtig ist eine ordnungsgemäße Kalibrierung dieser Systeme nach dem Scheibentausch, für die auch alle Reparaturbetriebe, insbesondere die Autoglasspezialisten, rechtlich haften.

Kalibrierung deutschlandweit gesichert

Bei Carglass nimmt seit zweieinhalb Jahren das Kompetenz-Center Kalibrierung am Messe-nahen Siegmund-Riefler-Bogen in München als dedizierter Forschungs- und Entwicklungsstandort eine entscheidende Rolle für die Erprobung neuer Werkzeuge und Prozesse sowie die Optimierung der Fehlerdiagnostik ein. Zudem können seither Schulungen und Weiterbildungen mit eigens dafür ausgerichteten Kalibrierungstools gemeinsam mit den Technik-Coaches noch effizienter gestaltet werden. Das Kompetenz-Center Kalibrierung ergänzt und stärkt seither auch die Service-Center des Unternehmens, die deutschlandweit komplett mit Kalibrierungstechnologie ausgestattet wurden.

Bernd Zimmermann sprach bei der Eröffnung des Münchner Kalibrierungs-Stabndortes im April 2019 deshalb auch selbstbewußt von einem "neuen Branchen-Standard", den man setze. Als Service Delivery Director verantwortet Zimmermann das operative Geschäft der über 345 Service-Center und mehr als 240 mobilen Einheiten deutschlandweit. Er führt die Abteilungen Expansion, Supply Chain und Prozessmanagement sowie die Bereiche Technik und Arbeitssicherheit.

Exakte Protokollierung aller Prüfarbeiten

Jede Kalibrierung bei Carglass erfolgt zu 100 Prozent nach Herstellervorgaben und wird mit einem Protokoll dokumentiert. Ein wertvolles Indiz im Falle eines Unfalls, um falsch eingestellte Fahrerassistenzsysteme als Ursache ausschließen zu können. Kunden erhalten zusätzlich zusammen mit ihrer Rechnung einen Nachweis über die erfolgreiche Kalibrierung.

Kalibrierungsdaten jetzt online verfügbar

Nun erweitert der Autoglas-Spezialist in München erneut sein Portfolio in diesem Bereich mit einem markenübergreifenden Online-Zugang zu Kalibrierungsdaten, die bislang nur Serviceorganisationen der einzelnen Hersteller zugänglich waren. Den Forschungs- und Entwicklungsstandort, den Carglass 2019 mit dem Kompetenz-Center Kalibrierung geschaffen hat, baut das Unternehmen jetzt zum "European Technology Center" aus und nimmt damit europaweit die Funktion des Innovators und Impulsgebers innerhalb des Mutterkonzerns Belron ein, wie offiziell mitgeteilt wurde.

"Innovationsträger und Technologie-Hub"

"Mit dem Ausbau zum European Technology Center untermauern wir unsere Vorreiterrolle in der gesamten Branche", erklärte Bernd Zimmermann vor kurzem. Der Standort werde zum "Innovationsträger und Technologie-Hub innerhalb der gesamten Belron-Gruppe".

Für die Erprobung entsprechender neuer Tools und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Technologien und Prozesse erstellen im bisherigen Kompetenz-Center Kalibrierung die Experten bereits seit 2019 hochpräzise Fehleranalysen unter Laborbedingungen, entwickeln die dynamische und statische Kalibrierung weiter, testen neue Technologien und pflegen eine interne Wissensdatenbank, von der zukünftig das gesamte Unternehmen europaweit profitieren soll.

"asTech" löst Herausforderungen durch "Security Gateways"

Auf Grundlage der weitreichenden Expertise des European Technology Centers will Carglass ab jetzt "einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung der Kalibrierungstechnologie" setzen. Denn: "Immer mehr Fahrzeuge lassen sich aufgrund der ,Security Gateways' über die bisherigen Diagnosetools allein nicht mehr kalibrieren." Speziell innerhalb der ersten sechs Monate nach Markteinführung habe dies vor allem markenungebundene Kfz-Serviceanbieter vor teilweise große Herausforderungen gestellt.

Um diese Lücke zu schließen, setzt Carglass neben dem bewährten System von Hella Gutmann jetzt auch die App-basierte Kalibrierungssoftware von "asTech" ein. Sie bietet einen markenübergreifenden Online-Zugang zu diesen limitierten Kalibrierungsdaten und ermögliche sogar die Kalibrierung bei Modellen, bei denen der Prozess ausschließlich über "Diagnostic over Internet Protocol" (DoIP) möglich ist. Über die OBD-Schnittstelle kann eine direkte Online-Verbindung zwischen dem Steuergerät des Fahrzeugs und den Daten der Hersteller realisiert werden. So ist eine nahezu lückenlose, markenübergreifende Modellabdeckung gewährleistet. "Die Kalibrierung von Fahrerassistenzsystemen ist und bleibt für uns ein wichtiges Fokusthema. Entsprechend sind wir stolz, dass wir mit der Integration von ,asTech' und dem Aufbau des ,European Technology Center' erneut zwei wichtige Meilensteine erreichen", so Zimmermann abschließend. (wkp)

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