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Plattform, Services und Prämien: E-Mobilität soll "massentauglich" werden

Plattform, Services und Prämien: E-Mobilität soll "massentauglich" werden
Die Allianz machte E-Mobilität auf dem 10. Autotag in Ismaning auch direkt erlebbar: Für die Veranstaltungsteilnehmer standen aktuelle Elektrofahrzeuge aus den Häusern von Audi, BMW, Mercedes-Benz und Porsche zur Verfügung, die selbst gefahren werden durften.
© Foto: Walter K. Pfauntsch

Die Allianz baut ihre Services und Leistungen für Fahrer von Elektrofahrzeugen weiter aus und schafft auch merkantile Anreize, auf diese Antriebsart umzusteigen.


Datum:
16.01.2023
Autor:
Walter K. Pfauntsch
Lesezeit:
6 min
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Der Münchner Versicherungskonzern engagiert sich jetzt aktiv in Sachen E-Mobilität, um bestehende und potentiell neue Kunden zum Umstieg von Verbrenner-Fahrzeugen zu bewegen. Erklärtes Ziel auch bei diesem Thema: Reduktion der CO2-Emissionen.

Mit einer jährlichen Emissionsmenge von rund 150 Millionen Tonnen ist der Verkehr "der drittgrößte Verursacher von CO2 in Deutschland", führte Dr. Frank Sommerfeld, Vorstandsvorsitzender der Allianz Versicherungs-AG, auf dem 10. Allianz Autotag aus. Nach Vorgaben der Bundesregierung solle bis 2030 die Emissionsmenge auf rund 85 Millionen Tonnen reduziert werden. Die geforderte Reduktion von 150 auf 85 Millionen Tonnen CO2 innerhalb der kommenden acht Jahre – also eine Verringerung um fast 60 Prozent – bezeichnet der Allianz-Manager für "ein äußerst ambitioniertes Ziel".

Dennoch hält er den konsequenten Ausbau der Elektromobilität im Straßenverkehr für "einen der wichtigsten Hebel, um dieses Ziel zu erreichen". Genau deshalb "müssen die Elektrofahrzeuge schnellstmöglich massentauglich gemacht werden". Das bedeute für Deutschland die Herausforderung, neben der Technik für den Antrieb auch eine passende Infrastruktur und nicht zuletzt eine breite Akzeptanz für Elektrofahrzeuge in der Bevölkerung zu schaffen.

Eine von Sommerfeld zitierte, aktuelle Umfrage der Allianz von August 2022 zu E-Mobilität und Nachhaltigkeit in der deutschsprachigen Bevölkerung zeige jedoch, dass tatsächlich nur 44 Prozent der Befragten an eine höhere Nachhaltigkeit von Elektrofahrzeugen gegenüber solchen mit herkömmlichen Antrieben glauben. "Die Mehrheit der Bevölkerung ist also noch skeptisch." Und sie wünsche sich mehr Orientierung, wenn es um Fragen rund um das E-Auto geht.

Neue Services und Info-Angebote

Diesen Wunsch habe man aktiv aufgenommen und will deshalb den Kundinnen und Kunden der Allianz "mit Information, Leistung und Services ein ganzheitliches Angebot rund um das E-Fahrzeug bieten", so Frank Sommerfeld. Das beginne beim klassischen Versicherungsprodukt mit speziellen Elektrotarifen. Außerdem gebe es bereits seit mehreren Monaten unterschiedliche Services für E-Fahrzeug-Halterinnen und -Halter, "die sehr gut angenommen werden": Dabei kümmere sich die Allianz etwa um die Beantragung der Prämie für Treibhausgasemissionen, die sogenannte THG-Prämie. Für diesen Service seien bereits mehr als 5.250 Fahrzeuge registriert worden. Mit "e-Charge" stelle die Allianz ihren Kundinnen und Kunden e-Charge-Ladekarten mit vergünstigten Strompreisen zur Verfügung und biete außerdem einen preisgünstigen Zugang zu Wallboxen inklusive der Installation an durch unterschiedliche Partner.

Digitaler Benefit-Marktplatz

Darüber hinaus baut die Allianz aktuell ihr Informations- und Serviceangebot rund um Elektrofahrzeuge für alle Interessierten, Kunden und Halter weiter aus und schafft dazu mit entsprechenden Partnern einen digitalen Marktplatz rund um das Thema Elektromobilität. Die Plattform werde Anfang 2023 in Deutschland an den Start gehen. "Wir fassen sämtliche unserer Produkte und Services zusammen und stellen mit dieser neuen digitalen Plattform allen Interessierten einen umfassenden und kuratierten Marktplatz zur Elektromobilität zur Verfügung", erklärte Sommerfeld. "Hier finden Kundinnen und Kunden wirklich alles rund um das Thema Elektrofahrzeug." Der Marktplatz wird Themen behandeln von Reichweite über Ladestationen bis hin zu Dienstleistungen wie einem Batteriecheck vor dem Kauf/Verkauf eines gebrauchten Elektrofahrzeugs, Wallbox-Installation mit Vor-Ort-Check und einer Ladekarte zu günstigen Konditionen, passende Versicherungsprodukte für Elektrofahrzeuge sowie beispielsweise Leasing- und Finanzierungsmöglichkeiten.

2.500 Euro Umstiegsprämie beim Kasko-Totalschaden

In der Kfz-Versicherung gibt es laut Sommerfeld vor allem im Bereich Schadenmanagement wichtige Ansatzpunkte, um die CO2-Emissionen zu reduzieren. Die Allianz habe darum ihre Schadenleistung in der Kaskoversicherung für alle Produktlinien erweitert und biete eine E-Fahrzeug-Wechselprämie an: "Besteht im Totalschadenfall ein Anspruch auf Neupreisentschädigung und ist das versicherte Fahrzeug ein Pkw mit Verbrennungsmotor oder Hybridantrieb, werden zusätzlich 2500 Euro zum Neupreis erstattet, wenn als Ersatz ein zulassungspflichtiger, rein elektrisch betriebener Pkw angeschafft wird."

Nachhaltigkeit künftig in den AKB

Die Untersuchungen des Allianz Zentrum für Technik (AZT) zeigen, dass grüne, ressourcenschonende Reparaturverfahren CO2-Emissionen deutlich reduzieren. "Wir haben deshalb den Nachhaltigkeitsaspekt im Schadenfall in unsere AKB neu aufgenommen, um die Bedeutung nachhaltiger Reparaturverfahren aufzuzeigen", sagte Sommerfeld. Beispielsweise werden im Schadenfall die Kundinnen und Kunden auf ihren Wunsch hin darüber informiert, ob die Beschädigung am Fahrzeug für eine nachhaltige Reparatur geeignet ist oder nicht.

Allianz-Vorstandschef Frank Sommerfeld fährt selbst elektrisch und lobt für Kunden, die mit einem Verbrenner einen Totalschaden erleiden, sogar eine Wechselprämie von 2.500 Euro im Falle eines Umstiegs auf ein E-Fahrzeug aus.
© Foto: Walter K. Pfauntsch
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