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SV-Wesen und technische Überwachung: "Unser Konzept funktioniert"

B1+B2: Ob Oldtimer-Forensik, Gutachten für Land- und Baumaschinen, Rettungsfahrzeuge oder Caravans: Der Zugang zu gesuchtem Fachwissen
ermöglicht das gezielte Besetzen zukunftsträchtiger Nischenmärkte. Fotos: FSP
B3:
"Durch ein geschärftes Profil, überzeugende Angebote und eine gute wirtschaftliche Entwicklung fällt die FSP positiv auf. Diesen Trend wollen wir 2022 gemeinsam fortsetzen": Andreas Berents, Geschäftsführer FSP Unternehmensgruppe. Foto: FSP
© Foto: FSP

Im engen Austausch und Schulterschluss zwischen Systemzentrale und Franchisenehmern geht die FSP seit mehr als 30 Jahren in Sachen Kfz-Sachverständigenwesen und Prüfgeschäft ihren eigenen Weg.

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Mit klar definierten Kompetenzen, frischen Ideen und einem verstärkten Fokus auf Aus- und Weiterbildung vor allem in lukrativen Nischenmärkten ist der Transformationsprozess der FSP in vollem Gange.

Wer in einem sich ständig und immer schneller wandelnden Markt bestehen will, muss auch sein eigenes Unternehmen immer wieder hinterfragen. Flexibel auf sich bietende Chancen reagieren, Fort- und Weiterbildung als ständigen Prozess begreifen und ein Gespür für Trends entwickeln gehört zum notwendigen Handwerkszeug. Eine besondere Mischung aus Tradition und Eigenständigkeit bietet die FSP Unternehmensgruppe, die Franchiseorganisation des TÜV Rheinland. In dem starken Verbund, der aktuell 700 FSP-Partner, über 100 Prüfstellen und mehr als 3.500 Untersuchungsstellen umfasst, profitieren alle Beteiligten von den aktuell freigesetzten Synergien, wie Geschäftsführer Andreas Berents im AUTOHAUS-Interview verdeutlicht.

Überzeugende Zahlen

AH: Herr Berents, vor etwas mehr als einem Jahr hatten Sie eine Transformation der FSP in Aussicht gestellt – wie sind die Ergebnisse der seitdem angestoßenen Veränderungen ausgefallen?

A. Berents: Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung des Unternehmens oder in anderen Worten: unser Konzept geht auf. Das beweist ein Blick auf die Kennzahlen – bis Oktober 2021 sind 123 neue FSP- Partner gestartet, 14 neue Prüfstellen gingen ans Netz und es laufen weitere erfolgversprechende Gespräche mit Interessenten. Der Gesamtumsatz entwickelt sich erfreulich, im Juni und Juli konnten wir jeweils die 10-Millionen-Euro Grenze knacken, ein Meilenstein in der 30-jährigen Geschichte unseres Unternehmens.

An dieser Stelle möchte ich unseren Franchisenehmern ein großes Lob aussprechen, die trotz durch die Pandemie erschwerten Bedingungen absolute Top-Leistung gebracht haben. Wir haben dies aus der Zentrale so gut als möglich unterstützt, indem wir unsere Arbeit voll auf den kompletten Lebenszyklus unserer Kfz-Sachverständigen und Prüfingenieure ausgerichtet haben.

Betreuung nicht nur zum Start

AH: Was hat sich im Vergleich zu früher dadurch verändert?

A. Berents: Wir haben bestehende Stärken beibehalten und darüber hinaus zusätzliche, nötige Schwerpunkte gesetzt. Die FSP war zu Recht bekannt dafür, sehr erfolgreich in der Akquise neuer Kollegen zu sein – das haben wir 2021 einmal mehr bewiesen. Allerdings mussten wir erkennen, dass wir in der Vergangenheit zu wenige Antworten für die Phase nach der Etablierung am Markt liefern konnten. Dies hat zu einer gewissen Fluktuation geführt, die wir inzwischen aufgehalten und wie gerade geschildert ins Gegenteil verkehrt haben.

Neue Partner bekommen von uns heute ein Komplettpaket von der Ausbildung über die erfolgreiche Besetzung des lokalen und regionalen Geschäfts bis hin zur Übergabe der etablierten Prüfstelle am Ende des gemeinsamen Weges. Nur eine vollumfängliche Betreuung von Franchisenehmern inklusive Beratung und Coaching in „allen Lebenslagen“ bringt uns im gewünschten Maße voran.

Darauf haben wir uns fokussiert und dafür gesorgt, dass sich Leistung im System FSP wieder lohnt. Stolz sind wir in diesem Zusammenhang auch auf die Tatsache, dass wir als einzige Überwachungsorganisation Vollmitglied im Deutschen Franchiseverband e.V. sind und den dazu nötigen, anspruchsvollen Systemcheck bestanden haben.

Kernaufgabe Aus- und Weiterbildung

AH: Sie hatten die Unterstützung durch die Zentrale bereits angesprochen. Welche Maßnahmen wurden eingeleitet?

A. Berents: Bei der FSP selbst kam es ebenfalls zu einer ganzen Reihe von Optimierungsprozessen inklusive der Sanierung unserer Zentrale in Geltow. Im Unternehmen wurde der Generationswechsel eingeleitet und so gestaltet, dass der notwendige Wissenstransfer zu jeweiligen Amtsnachfolgern einwandfrei funktioniert hat. Neben der organisatorischen Trennung der Regionalleitung von der stellvertretenden technischen Leitung, was zu verbesserter Betreuung in beiden Bereichen führt, wurde ein komplett neues Managementteam gebildet. Zudem wurden auch die kaufmännischen Prozesse überarbeitet, mit zentraler Abrechnung und einem automatisierten Mahnwesen.

Darüber hinaus haben wir die Teams in Sachen Aus- und Weiterbildung neu aufgestellt und zusätzliche Kollegen fürden amtlichen und freiwirtschaftlichen Bereich gewinnen können. In enger Zusammenarbeit mit unseren KollegInnen vom TÜV Rheinland ist unser Angebot mit drei Haupt-Standorten in Niederzier, Kaiserslautern und Geltow jetzt überregionaler. Zudem bieten wir mit dem Trainingsfinder einen modernisierten Weiterbildungskatalog und ein überzeugendes E-Learningkonzept. Im zu Ende gehenden Jahr haben wir über 200 Weiterbildungsaktivitäten durchgeführt, die von mehr als 3.000 Teilnehmern genutzt wurden.

AH: Wie kommt die neu aufgestellte FSP bei den Partnern an?

A. Berents: Damit unsere Maßnahmen greifen, muss der Informationsfluss zwischen Zentrale und Franchisenehmern stimmen und das in beide Richtungen. Neben regelmäßigen Newslettern gehen wir konsequent den Weg der Digitalisierung. Unsere bisher sieben virtuellen Roadshows sind auf großes Interesse gestoßen, hier konnten wir den Zusammenhalt mit den FSP-Partnern noch einmal deutlich steigern.

Einmal pro Quartal haben wir an mehreren Terminen abends und am Wochenende Zahlen, Daten und Fakten rund um das Unternehmen präsentiert, neue Kollegen und unsere externen Berater vorgestellt und Einblicke in die aktuellen Schwerpunkte verschiedener Abteilungen gewährt. Das kam so gut an, dass wir das Format auch über die Pandemie hinaus beibehalten werden. Pro Veranstaltung haben 250 bis 300 Partner teilgenommen und das Feedback war überwältigend positiv.

Know-how für Nischen

AH: Was können Ihre Partner ihrerseits dafür tun, die Zukunft erfolgreich zu gestalten?

A. Berents: Gemeinsam mit uns die Augen offen halten, wenn es um spannende neue Märkte geht. Wir sind immer daran interessiert, uns gemeinsam breiter aufzustellen und weiter zu entwickeln – vom Know-how der Experten profitiert ja am Ende die komplette Organisation. Der Fachbereich Classic Competence um die branchenweit anerkannten Spezialisten Fabian Ebrecht und Sebastian Hoffmann wurde neu organisiert, außerdem haben wir das Institut für automotive Forensik übernommen. Andere Schulungsschwerpunkte lagen 2021 im Bereich Lkw, Land- und Baumaschinen und Rettungsfahrzeuge. Gerade diese Nischenmärkte, die oft von sehr teuren Modellen und hohen Leasingquoten geprägt sind, sind für die FSP und ihre Partner interessant. 2022 werden wir Seminare in Sachen Elektromobilität und alternative Antriebe oder autonomes Fahren anbieten. Daneben sehen wir in Sachen Fahrrad eine ganze Menge Marktchancen.

AH: Wo liegen diese begründet?

A. Berents: Pro Jahr passieren viele tausend Unfälle, an denen Zweiräder beteiligt sind. Der Trend geht auch hier ganz klar in Sachen hochwertige Modelle, egal ob jetzt E-Bike oder Lastenräder. Es werden moderne Verbundwerkstoffe eingesetzt, die ersten Flotten tauchen auf dem Markt auf, so dass wir auch hier von einem steigenden Bedarf an Experten ausgehen. Mit der in Sachen Forensik bereits bewährten Ultraschallmethode lassen sich auch Fahrradrahmen nach einem Crash unter die Lupe nehmen. Die Zeiten, in denen man sich um normale Haftpflichtfälle bemüht hat, sind längst vorbei. Deshalb wollen wir die breite Kompetenz, die wie über den amtlichen Bereich und Standardgutachten hinaus bieten, auch verstärkt nach außen darstellen.

Bekanntheitsgrad steigern

AH: Welche Ziele verfolgen Sie hier?

A. Berents: Es geht darum, die Marke FSP noch bekannter zu machen, wobei wir im Geschäft mit End- und Großkunden natürlich auch von dem guten Namen des TÜV Rheinland profitieren. Unter dieser Prämisse wurden die Aktivitäten in Sachen Marketing und Öffentlichkeitsarbeit intensiviert – das reicht von gelungenen Eröffnungsveranstaltungen mit entsprechender Medienbegleitung über lokale und regionale Radiospots bis hin zu Bannerwerbung an Flugzeugen. Dass wir hier erfolgreichunterwegs sind, hat uns die steigende Zahl der Bewerber ebenso bewiesen wie die Reaktionen aus den Reihen des Wettbewerbs. Die FSP fällt also positiv auf! Diesen Weg wollen wir im kommenden Jahr konsequent weiter gehen, mit einer nochmals gesteigerten Präsenz in Social Media, Fachzeitschriften und mit dem Angebot eigener Homepages für unsere Partner.

AH: Herr Berents, vielen Dank für dieses Gespräch.   (kt)

"Durch ein geschärftes Profil, überzeugende Angebote und eine gute wirtschaftliche Entwicklung fällt die FSP positiv auf. Diesen Trend wollen wir 2022 gemeinsam fortsetzen": Andreas Berents, Geschäftsführer FSP Unternehmensgruppe.
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