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Exklusiv: Auto-Abo von VW noch nicht mit dem Handel abgestimmt

Das Vorpreschen von VW beim Thema Auto-Abo war in dieser Form nicht mit dem Handel abgestimmt, sagt Händlerverbandschef Dirk Weddigen von Knapp.
© Foto: Tim Wegner/VAPV

VAPV-Präsident Dirk Weddigen von Knapp ist irritiert über das Vorpreschen des Volkswagen-Konzerns beim Thema Auto-Abo. Es gibt noch keine Einigung mit dem Handel über dessen Einbindung.


Datum:
02.09.2021
Autor:
Doris Plate
Lesezeit: 
3 min
1 Kommentare

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Dirk Weddigen von Knapp ist irritiert über das Vorpreschen des Volkswagen Konzerns beim Thema Auto-Abo. Der Präsident des Volkswagen- und Audi-Partnerverbandes (VAPV) bestätigte auf Anfrage von AUTOHAUS zwar, dass es Gespräche mit dem Hersteller zu diesem Thema gebe. Verband und Konzern seien sich aber über die Einbindung des Handels noch nicht einig geworden. Unter anderem sei die Höhe der Auslieferungspauschale, die der Handel bekommen soll, noch strittig. "Wir sind uns im Gespräch zwar nähergekommen, aber es liegt immer noch ein erheblicher Betrag zwischen den Vorstellungen", so Weddigen von Knapp.

Uneinig über Auslieferung

Außerdem sei der VAPV auch nicht damit einverstanden, dass die Auslieferung der Fahrzeuge der ID.-Familie durch Logistiker erfolgen soll. "Wir als Volkswagen/Audi Partner tragen erheblich zur Markenbildung bei und haben stets die Qualität der Auslieferung hochgehalten. Fachleute haben den Kunden die Bedienung erklärt, was bei der großen Rolle, die die Konnektivität bei diesen Fahrzeugen spielt, von entscheidender Bedeutung ist. Diese Arbeit nun von Dritten machen zu lassen, erscheint uns problematisch", so Weddigen von Knapp.

Am Mittwoch gab Volkswagen Vertriebsvorstand Klaus Zellmer den Start des Volkswagen AutoAbos in Deutschland bekannt (wir berichteten). Bis 2030 sollen laut Zellmer 20 Prozent der Umsätze aus Abos und anderen kurzzeitigen Mobilitätsangeboten kommen. Volkswagen werde für das Auto-Abo in den kommenden Monaten mehr als 2.000 "junge Gebrauchte" zur Verfügung stellen. Das Abo wurde gemeinsam mit Volkswagen Financial Services (VWFS) konzipiert.

VW: "in konstruktiven Austausch mit dem Verband"

VW erklärte hierzu auf Nachfrage von AUTOHAUS, dass man zunächst nur mit der Vermarktung eigener Fahrzeuge aus dem Mitarbeiter-Pool begonnen habe. Dabei sei der Handel im Service bereits voll eingebunden. Im nächsten Schritt werde es dann darum gehen, den Handel auch an Auslieferung und Vermittlung des Abos zu beteiligen, um ihm so mehr Kundenkontakte zu verschaffen.

Man habe mehrfach schon betont, als wie wichtig man perspektivisch die volle Integration des Handels erachte, um für die Kunden ein bestmögliches Erlebnis sicherzustellen. Bei einem Abo Modell seien Prozesse und Abwicklung aber anders als in den gewohnten Abläufen, daher entwickle VW das Angebot und auch die Handelsintegration in Stufen weiter. "Zur genauen Ausgestaltung sind wir in sehr konstruktiven Austausch mit dem Verband", beteuerte ein Sprecher von VW.

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KOMMENTARE


Manni

02.09.2021 - 17:49 Uhr

Partnerschaftliches Verhalten ist, wenn man das macht was der Hersteller will. So lief es bisher immer und der Händlerverband macht mit. Von daher klappt das schon...


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