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Statistik: Weniger Branchenpleiten im Juli

Positive Bilanz: Von Januar bis Ende Juli ging die Zahl der Kfz-Insolvenzen um 6,4 Prozent zurück.
© Foto: Shutterstock/hfuchs

Trotz erster Eintrübungen steht das Kfz-Gewerbe finanziell noch gut da. Im siebten Monat des Jahres ging die Zahl der insolventen Händler und Werkstätten um sechs Prozent auf 79 zurück.


Datum:
12.10.2012
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Das deutsche Kfz-Gewerbe steht finanziell noch auf stabilen Füßen – legt man die am Freitag veröffentlichte Insolvenztabelle des Statistischen Bundesamts (Destatis) für Juli 2012 zugrunde. Demnach zählten die deutschen Amtsgerichte im Berichtsmonat 79 Insolvenzverfahren bei Autohäusern und Werkstätten. Das waren sechs Prozent weniger als im Juli 2011. Den Angaben zufolge waren 116 Beschäftigte von den Pleiten betroffen, die voraussichtlichen Forderungen summierten sich etwas über 27 Millionen Euro.

Zur Jahresmitte zeigten sich aber schon erste Eintrübungen: Im Kfz-Handel standen im Juli 40 Unternehmen vor dem Ruin – ein kräftiger Zuwachs von 17,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Dagegen bedeuteten 25 zahlungsunfähige Service-Betriebe einen Rückgang um 28,6 Prozent.

Auf Jahressicht verhält es sich in den Kfz-Wirtschaftsbereichen exakt umgekehrt. Während die Zahl der Händler-Pleiten von Januar bis Juli um 18,6 Prozent auf 219 zurückging, gab es bei Instandhaltungs- und Reparaturbetrieben ein Plus von 3,5 Prozent auf 208 Insolvenzen. Insgesamt ist die Kfz-Bilanz in den ersten sieben Monaten 2012 positiv (minus 6,4 Prozent).

Konjunkturflaute macht Probleme

Der Blick auf alle Branchen macht aber deutlich: Die abflauende Konjunktur reißt wieder mehr deutsche Firmen in den Abgrund. Laut den Wiesbadenern Statistikern gab es im Juli 2.580 Unternehmensinsolvenzen. Das sind 1,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Kumuliert steht ein Rückgang um 2,2 Prozent auf 17.356 Pleiten in den Büchern.

Die deutschen Insolvenzverwalter erwarten, dass sich die Zahl der Firmenpleiten angesichts der Rezession im Euroraum zum Jahresende hin weiter erhöhen wird. "Der schwächelnde Export in der Eurozone wird schon bald Folgen haben", sagte der Vorsitzender des Insolvenzverwalterverbands VID, Christoph Niering. Gefährdet sei vor allem die Industrie. (rp/dpa)

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