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Audi: Mehr Macht für Markus Duesmann

Audi-Chef Markus Duesmann leitet ab sofort auch die Entwicklung und das China-Geschäft des Autobauers.
© Foto: VW

Die Technische Entwicklung bei Audi wird jetzt Chefsache. CEO Markus Duesmann übernimmt zusätzlich die Aufgaben von Hans-Joachim Rothenpieler. Auch das wichtige China-Geschäft gehört nun zum Verantwortungsbereich des Vorstandsvorsitzenden.

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Der Audi-Aufsichtsrat stärkt die Position des neuen CEO Markus Duesmann. Knapp drei Monate nach seinem Antritt als Vorstandsvorsitzender wurde der ehemalige BMW-Manager zusätzlich mit der Leitung der Technischen Entwicklung betraut. Er übernimmt damit die Aufgaben von Hans-Joachim Rothenpieler, der auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen ausscheidet.

Auch wird die Verantwortung für das wichtige China-Geschäft direkt bei Duesmann angegliedert. "Ich freue mich auf die Aufgabe, unsere Präsenz in unserem größten Markt weiter auszubauen", erklärte er. Bisher war bei Audi der Finanzvorstand für das China-Geschäft zuständig. Der im März von VW zu Audi geschickte neue Finanzchef Arno Antlitz soll sich nun "stärker auf die finanzielle Steuerung fokussieren und Kosten sowie Ertragskraft optimieren", hieß es.

Wie die VW-Tochter weiter mitteilte, verantwortet Duesmann in seiner Funktion als neuer Entwicklungsvorstand außerdem einen neu geschaffenen Bereich für die Baureihenorganisation. Diese selbstständige Einheit ist Auftraggeber der Technischen Entwicklung und führt die Baureihen mit derzeit 65 Modellen sowie das Projekthaus Premium Platform Electric (PPE). Mit der Stärkung des Fahrzeugprojektgeschäfts will der Autobauer nach eigenen Angaben einen noch stärkeren Fokus auf die Produkte legen.

Rothenpieler war seit November 2018 Technik-Chef bei Audi. Davor leitete der 62-Jährige die Entwicklung bei Bentley, dann bei VW Nutzfahrzeuge und war ab 2016 oberster Qualitätsmanager des Wolfsburger Autokonzerns. Mit seiner langjährigen Erfahrung habe Rothenpieler "der gesamten Entwicklungsmannschaft in unruhigen Zeiten und nach vielen personellen Wechseln Stabilität gegeben", erklärte der stellvertretende Audi-Aufsichtsratsvorsitzende und Betriebsratschef Peter Mosch.

Fokus auf Prozessqualität

Duesmann soll nun das Entwicklungsressort neu ausrichten und dabei einen besonderen Fokus auf Prozessqualität legen. Dabei unterstützen ihn ein Chief Operating Officer, der das Tagesgeschäft der Entwickler koordiniert, und ein Chief Transition Architect, der die Neuausrichtung der Entwicklung organisiert. "Ich bin überzeugt, dass Markus Duesmann mit Blick auf den Audi-Anspruch 'Vorsprung durch Technik' die Transformation beschleunigen wird", betonte Aufsichtsratschef Herbert Diess. (rp)

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KOMMENTARE


Carajan

22.06.2020 - 18:04 Uhr

Markus Duesmann ist sicher ein kompetenter Manager bei BMW gewesen, aber die Marke Audi ist Teil eines Großkonzerns. Hier ist man mit vielen Schnittstellen innerhalb des Konzerns verknüpft und oft sehr abhängig mit seinen Entscheidungen. Diese bittere Erfahrung musste gerade Herbert Diess bei VW machen, der ebenfalls von BMW kam. Das Unternehmen aus Bayern hat viel flachere Hierarchien und ist deshalb wahrscheinlich auch viel schneller bzw. flexibler bei der Entscheidungsfindung. Hoffentlich wird hier nicht wieder ein guter Kopf im Konzern verbrannt.


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