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Umsatz und Gewinn: Porsche muss Federn lassen

Umsatz und Gewinn
Porsche muss Federn lassen
Porsche-Finanzchef Meschke: "Wir sind optimistisch, dass wir die Dellen von März, April und Mai teilweise kompensieren können."
© Foto: Porsche
Zum Themenspecial Corona-Krise

Die Corona-Pandemie setzt auch dem Sportwagenbauer zu. Das operative Ergebnis schmierte im ersten Halbjahr um mehr als ein Viertel auf gut 1,2 Milliarden Euro ab.

Auch der Sportwagenbauer Porsche büßt in der Corona-Krise kräftig Gewinn ein und sieht seine langfristigen Renditeziele erst einmal in weite Ferne rücken. Das operative Ergebnis der Porsche AG sackte im ersten Halbjahr um mehr als ein Viertel auf gut 1,2 Milliarden Euro ab, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten Geschäftsbericht der Konzernmutter Volkswagen hervorgeht.

Bei einem Umsatz von rund 12,4 Milliarden Euro ergibt sich eine Rendite von knapp zehn Prozent. Mindestens 15 Prozent hat sich Porsche eigentlich als Maßstab gesetzt – und hält daran auch fest. Dafür werde man weitere Maßnahmen zur Effizienzsteigerung ergreifen, kündigte Finanzvorstand Lutz Meschke an.

In der ersten Hälfte 2019 hatte die Porsche AG, zu der auch Finanzdienstleistungen gehören, noch 13,4 Milliarden Euro Umsatz gemacht und knapp 1,7 Milliarden Euro operativen Gewinn eingefahren – ein 500-Millionen-Euro-Bußgeld aus der Dieselaffäre schon abgezogen.

Als Grund für den Rückgang jetzt gibt der VW-Bericht die Kombination aus coronabedingt gesunkenen Absatzzahlen und weiter hohen Kosten vor allem für Digitalisierung und Elektrifizierung an. Porsche hat in den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 weltweit knapp 117.000 Fahrzeuge ausgeliefert - ein Rückgang um zwölf Prozent.

"Wir geben alles"

Dass man im Vergleich zu vielen anderen Autobauern trotzdem gut abschneide, sei auf ein umfassendes Programm zur Senkung der Gewinnschwelle sowie auf die erfolgreiche Einführung neuer Produkte zurückzuführen, betonte Porsche. Eine Prognose für das Gesamtjahr wollte Finanzchef Meschke nicht abgeben. "Wir sind optimistisch, dass wir die Dellen von März, April und Mai teilweise kompensieren können. Das gilt natürlich nur, wenn es keine weiteren Rückschläge durch das Corona-Virus gibt", sagte er. "Wir geben aber alles, um auch in 2020 eine zweistellige operative Umsatzrendite zu erreichen." (dpa)

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