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Werkstattportale: Festgefahren

Um einen Werkstatttermin zu vereinbaren, nutzt nur eine Minderheit der Deutschen ein Werkstattportal.
© Foto: picture alliance / Zoonar | Robert Kneschke

In einer Umfrage gaben 2017 mehr als 30 Prozent der Befragten an, künftig Werkstattportale nutzen zu wollen. In der aktualisierten Studie 2020 liegt der Anteil der tatsächlichen Werkstattportal-Nutzer nun aber sogar unter dem bereits niedrigen Wert von 2017.


Datum:
28.12.2020
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Werkstattportale schaffen es nicht, breitere Nutzerschichten zu gewinnen und sich flächendeckend durchzusetzen. Das legt eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstituts Ipsos im Auftrag der Prüforganisation Dekra nahe. Für diese hatten Marktforscher insgesamt 1.000 Autobesitzer zu ihren Gewohnheiten rund um das Thema Service und Aftersales befragt. Ein Thema dabei waren Werkstattportale und deren Nutzung. Dabei offenbarte sich gleich deren vordringlichstes Problem: Viele potentielle Kunden wissen nichts von ihnen. Nur 260 der 1.000 Autobesitzer in der Studie erklärten, Werkstattportale zu kennen. Von diesen wiederum gaben nur 18 Prozent an, schon einmal eines genutzt zu haben. In der Vorgängerstudie aus dem Jahr 2017 lag dieser Wert bei 20 Prozent.

Damals erklärten 31 Prozent (derjenigen die die Portale kennen) zudem, zwar noch keines der Angebote genutzt zu haben, dies aber zu planen. Die aktualisierte Studie belegt nun, dass aus diesen Plänen offenbar nicht viel geworden ist – schließlich ist der Anteil der Portal-Nutzer 2020 gesunken. Angesichts dessen sollte man auch in der aktuellen Studie die Aussage von 35 Prozent der Teilnehmer, ein Werkstattportal künftig nutzen zu wollen, mit Vorsicht genießen.

45 Prozent ziehen auch künftig keine Werkstattportale in Betracht

Für den größten Anteil der Umfrageteilnehmer kommen Werkstattportale aber ohnehin nicht in Frage: 45 Prozent derjenigen die Werkstattportale kennen, erklärten, noch keines genutzt zu haben und dies auch nicht zu planen. 2017 lag dieser Anteil bei 46 Prozent. Diese Konstanz über einen Zeitraum von drei Jahren legt nahe, dass Werkstattportale offenbar noch einen weiten Weg bis zu einer flächendeckenden Verbreitung vor sich haben.

Unter denjenigen Umfrageteilnehmern, die angegeben hatten, Werkstattportale zu nutzen, wollten die Forscher darüber hinaus noch wissen, worauf sie bei deren Nutzung Wert legen. Dabei landeten Festpreisangebote auf Platz eins. 87 Prozent bezeichneten sie als sehr wichtig oder eher wichtig. Dahinter folgen Angaben zur Teilequalität (82 Prozent), Preisvergleiche zwischen Werkstätten (81 Prozent), Online-Termine (80 Prozent) sowie Bewertungen von Werkstätten durch andere User (77 Prozent). (aw)

In seiner Aftersales-Studie hat Dekra auch untersucht, welche Rolle Werkstattportale hierzulande spielen.
© Foto: Dekra
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