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Autohaus Senger auf Instagram: Authentische Storys und Interaktion

Spontan und authentisch: die Posts und Storys von Jan Staufenbiel auf Instagram
© Foto: Jan Staufenbiel

IT 2021 // Im Autohaus Senger haben einige Verkäufer eigene Social-Media-Accounts. Sie nehmen ihre Follower mit in ihren Verkäuferalltag und bauen so eine rege Online-Beziehung zu Kunden auf.


Datum:
13.06.2021
Autor:
Andrea Haunschild
Lesezeit: 
4 min
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Vanseller_Staufenbiel heißt das Instagram-Profil von Jan Staufenbiel, Verkäufer bei der Senger-Gruppe mit einer großen Schwäche für Camper. Senger hat verschiedene Social-Media-Accounts: einen für Angebote, einen als Karriereseite mit Blick nach innen und einen Unternehmensaccount. Zusätzlich betreiben Verkäufer personalisierte Auftritte. Damit hat das Unternehmen das Wesen dieser Plattform verstanden. Es ist mehr als nur ein virtueller Showroom, hier kann man Kundenakquise und -bindung über Storytelling realisieren.

Auf seinem Profil kommuniziert Jan Staufenbiel seinen Alltag im Autohaus, die Liebe zu Campern, den Autoverkauf über Persönlichkeit. „Manche Kunden kommen zu uns ins Autohaus, weil sie einen Camper suchen und über mein Instagram-Profil erst entdeckt haben, dass wir diese verkaufen“, erzählt der Vollblut-Automobilverkäufer. „Wenn sie ins Autohaus kommen, kennen sie mich schon. Dann ist das Eis bereits gebrochen und wir können gleich loslegen.“

Vor einigen Jahren hat Senger mit Social Media angefangen und diese Kommunikationskanäle systematisch ausgebaut. „Wir beziehen alle Wege ein, auf denen unsere Zielgruppen unterwegs sind“, sagt Jana Nevels, Leiterin Online Marketing. Die Mitarbeiter betreiben einen Kanal, auf dem sie ihre Zielgruppen gezielt erreichen. Für Großkunden z. B. eignet sich eher Linked­in, auf Instagram können Privatkunden gut angesprochen werden.

Ganz nah am Kunden
Senger geht äußerst professionell an das Thema Social Media heran und nutzt für die Content-Gestaltung gezielt Kundenanalysen. „Man muss seine Zielgruppen und ihre Interessen kennen und sich konsequent darauf einstellen. Es ist nötig, ständig an seiner Zielgruppe dran zu sein und sich mit ihr zu entwickeln, seine Maßnahmen flexibel auf ihre Bedürfnisse abzustimmen“, betont Nevels. „Wir sind auch viel auf Social Media unterwegs und checken, wie andere Kanäle das machen, und dennoch müssen wir einen ganz individuellen Weg finden. Denn in jeder Region ticken die Kunden anders. Hier muss man sich ganz nah am Kunden bewegen und sich auf seinen Markt einstellen.“

Camper und Personality – das ist das Erfolgsrezept von Vanseller_Staufenbiel.
© Foto: Jan Staufenbiel

Zu Interaktion auffordern
Jan Staufenbiel hat aktuell 870 Follower aus allen Altersgruppen. Was sie eint, ist das Interesse an Autos und Campern. Aufgebaut hat er sie mit täglichen Posts und Storys. „Ich biete Anreize für Kontaktaufnahme, stelle Fragen, fordere die User zu Interaktion auf“, erzählt Staufenbiel. Dazu baut er regelmäßig Fragerunden, Abstimmungen, Schiebebuttons und andere Interaktionstools in seine Storys ein, um die Interessen seiner Abonnenten abzufragen und sie aktiv einzubeziehen. In der Fragerunde „Jan, zeig doch mal …“ z. B. geht Staufenbiel mit Witz und Kreativität auf die Fragen ein, zeigt den Ausblick aus seinem Fenster, sein Büro und sein Lieblingsgetränk.

Immer gibt es den persönlichen Bezug in Text und Bild: Da sind noch seine Schuhe zu sehen, wenn er tankt, oder seine Hand, in der er sein Lieblingsgetränk hält. Die Texte sind direkt und witzig. Staufenbiel zeigt seinen Autoverkäuferalltag und seine Autofaszination und hat verstanden, dass es in diesem Medium bei aller Professionalität darauf ankommt, sich authentisch zu zeigen.

Wichtig ist der persönliche Blick
Das sieht man auch in den Highlights auf seinem Profil, z. B. „Marco-Polo-Urlaub“ oder „Après Ski mit Marco Polo“. „Wichtig ist, dass ein persönliches Profil spürbar ist, auch wenn es immer ein geschäftlicher Account bleibt. Es muss der individuelle Blick rüberkommen, eine spezielle Story, etwas, bei dem sich die Zielgruppe angesprochen fühlt. Man nimmt die Follower praktisch mit in seinen Alltag und teilt Erlebnisse mit ihnen“, sagt Staufenbiel.

Am besten laufen Posts zum Thema Camping, das ist ein Thema, auf das die Leute anspringen. Reels (kurze Videos, die Instagram kürzlich eingeführt hat), gehören natürlich auch dazu. „Am besten lief eines, in dem ich einfach nur gezeigt habe, wie ich meinen Camper packe, es hat 170.000 Impressionen generiert“, erzählt Staufenbiel.


Das zählt auf Instagram

  • Was wollen meine Follower sehen?
  • Wann sind meine Follower online?
  • Regelmäßig alle Formate bespielen (Beitrag, Story, Reel)
  • Interaktionsmöglichkeiten nutzen: Umfragen, Abstimmungen, Schiebebuttons
  • Authentisch und spontan kommt an
  • Kurze persönliche Texte
  • Bilder mit persönlichem Bezug, es darf schief sein!
  • Analysetools der App nutzen


Statistik zur Erfolgskontrolle
Zur Kontrolle nutzt er die Insights auf Instagram, wo er seine Aktivitäten und ihren Erfolg kontrollieren kann und auch die Zeiten sieht, zu denen seine Follower online sind. Danach gilt es die Postings zu timen. „Man kann sehen, dass die meisten meiner Follower um 18 Uhr online sind – also lade ich genau zu dieser Zeit meinen Post hoch“, sagt Staufenbiel. Ein Post pro Tag ist die Regel, damit man vom Algorithmus Beachtung findet. Auch Reels werden von Instagram gerade stark gepusht, wie alle neuen Funktionen. „Man muss aber aufpassen, seine Follower nicht mit zu vielen Beiträgen zu nerven. Hier ist es wichtig, eine gute Balance zu finden“, gibt Staufenbiel zu bedenken.

Contentsammlung läuft immer ­parallel mit
Die Pflege des Instagram-Accounts läuft bei ihm immer zwischendurch, wenn kurz Kapazität da ist. „Wenn ich z. B. darauf warte, dass ein Verkaufsbericht erstellt wird, checke ich die Likes und Kommentare und reagiere darauf. Fotos und Videos für neue Posts und Storys erstelle ich, wenn sich eine Situation anbietet. Das läuft praktisch immer parallel mit. Denn die besten Situationen ergeben sich spontan. Man braucht einfach ein Gefühl dafür.“

Gute Situation, schönes Licht? Schnell mal einen Camper fotografieren oder filmen, kann man später immer brauchen. „Gerade lädt der Spediteur z. B. drei schwarze Marco Polos ab, alle noch ganz dreckig und mit Aufklebern. Das halte ich natürlich gleich fest, genauso wie sie sind, dann kann ich später posten: ,Schaut mal, so kommen die Fahrzeuge bei uns an‘“, lacht Jan Staufenbiel.

Ein Tipp für Autohäuser auf Insta? Jan Staufenbiel: „Social Media funktioniert nicht nach einem starren Schema. Hier findet ständig wechselnder Austausch mit Menschen statt, man muss dranbleiben und vor allem Spaß an der Sache haben. Nur dann kommt das gewisse Etwas rüber und man kann die Leute mitnehmen. Das ist wie beim Kochen. Es reicht nicht, ein Rezept zu haben. Man muss auch ein Gespür für die Komposition, für das Flair haben, sonst schmeckt es nicht.“

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