Mit dem Start der neuen E-Auto-Kaufprämie für Privatkunden setzt die Politik einen Impuls für die Elektromobilität. Im Autohandel wird die Förderung grundsätzlich positiv bewertet, wie aus einer Mitgliederinfo des Verbands der Automobilhändler (VAD) hervorgeht. Gleichzeitig werden aber zentrale Nachbesserungen gefordert, insbesondere bei der praktischen Umsetzung und beim Förderumfang. Das Schreiben liegt der Redaktion vor.
Nach Einschätzung aus dem Handel hat die jüngste Entwicklung der Kraftstoffpreise bereits zu einer stärkeren Nachfrage nach Elektrofahrzeugen geführt. Die nun gestartete Förderung dürfte diesen Trend weiter stützen, insbesondere im Neuwagensegment.
Zusätzliche Anforderungen für Betriebe
Mit dem Förderstart entstehen für Autohäuser neue Aufgaben in Beratung und Abwicklung. Händler können Anträge für Kunden übernehmen, wenn eine Vollmacht vorliegt. Gleichzeitig steigt der Aufwand für Prüfung und Dokumentation, was klare Prozesse und einfache digitale Abläufe erforderlich macht.
Entscheidend für den Erfolg der Förderung ist die Alltagstauglichkeit der Verfahren. Offene Fragen bei Nachweisen, Antragstellung und Systemzugängen müssen zeitnah geklärt werden, um eine reibungslose Kundenberatung zu ermöglichen. Der VAD will sich deshalb für entsprechende Schulungen einsetzen: "Wir haben das BAFA gebeten, zeitnah ein Webinar durchzuführen, um den Autohandel über die für den Handel besonders relevanten Aspekte zu informieren", heißt es in der Info an die Verbandsmitglieder.
Kritik: Gebrauchtwagen außen vor
Kritisch bewertet der VAD nach wie vor den Umstand, dass gebrauchte Elektrofahrzeuge nicht Bestandteil des Programms sind. Der Handel sieht darin eine verpasste Chance, zusätzliche Käufergruppen zu erreichen. Gerade im wachsenden Gebrauchtwagensegment könnte eine Förderung den Markthochlauf weiter beschleunigen.