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Online-Fahrzeugbörse: Santander greift Mobile.de und Co. an

Online-Fahrzeugbörse
Santander greift Mobile.de und Co. an
Mit dem Einstieg von Santander wird der Wettbewerb unter den Online-Fahrzeugbörsen ab Herbst noch intensiver.
© Foto: Prof. Hannes Brachat

Der Markt für Autobörsen bleibt in Bewegung. Ab Herbst will auch der größte unabhängige Branchenfinanzierer mit einem eigenen Angebot mitmischen. Das Ziel: die Top-3 der Anbieter.

Der Automobilhandel bekommt eine weitere Option zur Gebrauchtwagen-Vermarktung über das Internet. Nach Informationen von AUTOHAUS geht die Santander Consumer Bank am 1. September 2020 mit einer eigenen Mobilitätsplattform an den Start. Dem Handel solle mit dem schlicht "Autobörse.de" getauften Portal eine zusätzliche Alternative zu den Marktführern Mobile.de und Autoscout24 geboten werden, hieß es aus Branchenkreisen. Ziel sei es, die Autohäuser darüber aktiv bei der Online-Vermarktung und in der Kundenkommunikation zu unterstützen.

Santander ist der größte herstellerunabhängige Branchenfinanzierer. Die Mönchengladbacher arbeiten derzeit mit rund 6.000 Kfz-Händlern zusammen. Sie sollen künftig möglichst alle ihre Fahrzeuge über das neue Online-Portal anbieten. Die Börse wird aber auch für weitere Händler sowie – zu einem späteren Zeitpunkt – für Privatverkäufer offen sein.

Die Abhängigkeit des Autohandels von digitalen Vertriebskanäle wird immer größer. Das macht nicht nur die Corona-Krise deutlich. Die neue Santander-Plattform soll dazu beitragen, das Potenzial der Digitalisierung noch stärker ausschöpfen zu können. Dem Vernehmen nach soll sie mehr Möglichkeiten bieten, als nur Autos im Internet anzubieten und Leads zu generieren. Parallel dazu setzt Santander auch seine Händler-Management-Software "Kosyfa" neu auf.

Der Startschuss für "Autobörse.de" soll zunächst Mitte Juli in Nordrhein-Westfalen mit dem Onboarding von 200 Händlern erfolgen. Anfang September geht man offiziell an den Markt, und ab Ende des Jahres sollen dann Privatverkäufer ihre Fahrzeuge einstellen können. Wie zu hören ist, peilt Santander an, zügig die Nummer drei auf dem deutschen "Börsen-Parkett" zu werden. Entsprechend wettbewerbsfähig dürfte auch das Preismodell für gewerbliche Kunden ausfallen.

In den vergangenen Jahren hat sich der Markt der Autoportale dynamisch entwickelt. Mit Heycar (VW Financial Services), DeineAutobörse.de (GGG-Garantie) und JuhuAuto (Bank Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe) sind neue Herausforderer für Mobile.de und Autoscout24 auf den Plan getreten. Die Ambitionen der Newcomer sind groß, noch haben aber die beiden Platzhirsche die Nase deutlich vorn: Mobile.de listet derzeit über 1,6 Millionen Fahrzeuge auf seiner Seite, Autoscout24 kommt auf gut eine Million Anzeigen in Deutschland (Stand 22. Juni 2020). Bei Heycar waren es hierzulande zuletzt 420.000 Inserate. JuhuAuto, erst vor gut einem halben Jahr gestartet, vermeldete jüngst über 120.000 Händlerangebote. (rm/rp)

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