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Autoscout24 und Autoproff: Neue webbasierte Trade-in-Lösungen

Marc Berger, Executive Advisor von AUTOproff Deutschland
© Foto: AUTOproff

Echte Entspannung auf dem GW-Markt und beim Thema Fahrzeugzukauf ist noch nicht in Sicht. Durch die Mehrheitsbeteiligung von Autoscout24 an Autoproff versprechen die Anbieter ihren HÄndlerkunden neue, europaweite Ein- und Verkaufserlebnisse via digitaler Auktionen.


Datum:
21.09.2022
Autor:
se
1 Kommentare

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Die Lage am Gebrauchtwagenmarkt ist nach wie vor sehr angespannt. Marc Berger, Executive Advisor von AUTOproff Deutschland, gibt eine Einschätzung zur aktuellen Lage und erklärt, welche Vorteile die Mehrheitsbeteiligung von Autoscout24 an Autoproff für den Autohandel bietet.

AUTOHAUS: Wird sich die Situation auf dem GW-Markt wieder entspannen?

Marc Berger: Echte Entspannung ist noch nicht in Sicht. Die Entwicklungen der jüngsten Vergangenheit haben nicht nur dem Handel, sondern allen Kundengruppen zugesetzt. Wir erleben gerade die Gesetze der Marktwirtschaft par excellence. Aus großer Nachfrage und wenig Angebot resultieren hohe Preise. Der Handel hat große Mühe, für Nachschub an Ware zu sorgen. Es sind Gebrauchte verfügbar, allerdings zu Preisen, die sich nicht immer mit entsprechender Marge an den Endkunden zu vermarkten sind. Hinzu kommen Kunden, die aus Unsicherheit ihre Kaufentscheidung vertagen, Mobilitätsalternativen suchen oder Leasingverträge verlängern. Wohl dem, der fehlende Handelsmarge mit Werkstattauslastung kompensieren kann. Die Gründe für das knappe Warenangebot sind hinlänglich bekannt. Das sich die Lage am GW-Markt irgendwann wieder entspannen wird ist sicher. Allerdings müssen wir uns schon jetzt auf ein vorübergehendes Überangebot an Fahrzeugen einstellen, welches ebenfalls gehandelt werden will. Dann wieder mit niedrigen Margen. Die "echte" Regulierung des Marktes wird wohl noch ein paar Jahre dauern.

AH: Welche strategische Bedeutung hat die Mehrheitsbeteiligung von Autoscout24 an Autoproff?

M. Berger: Die Mehrheitsbeteiligung von Autoscout24 an Autoproff ist für beide Unternehmen von weitreichender strategischer Bedeutung. Zum einen erweitert Autoscout24 sein Angebotsportfolio im wichtigen B2B-Bereich und eröffnet seinen Händlern neue Ein- und Verkaufserlebnisse via digitaler Auktionen. Zum anderen profitieren sowohl Endkunden, als auch Handelspartner von neuen webbasierten Trade-in-Lösungen. Die Autoscout24 Gruppe bietet somit erstmals die gesamte Produktpalette für den digitalen Einzel- und Großhandel von Fahrzeugen in Europa aus einer Hand an. Die Verschmelzung beider Unternehmen ermöglicht Autoproff wesentlich schnelleres Wachstum in Europa. Unser Partner ist in allen wichtigen Märkten stark vertreten, pflegt enge Kontakte zum Handel und erleichtert uns so den europaweiten Rollout unserer Dienstleistungen.

AH: Welche Vorteile bietet die Mehrheitsbeteiligung von Autoscout24 an Autoproff für den Autohandel bzw. die Handelspartner der beiden Plattformen?

M. Berger: Nachdem Autoscout24, der europaweit größte Online-Automarkt, die Mehrheit an der B2B-Auktionsplattform Autoproff übernommen hat, eröffnen sich dem Handel künftig europaweit völlig neue und einzigartige Möglichkeiten. Die Integration verbindet alle Bereiche der Wertschöpfungskette des Einzel- und Großhandels auf einer Plattform und reicht von der digitalen Inzahlungnahme (C2B-Weblösung) bis zum Ein- und Verkauf per B2B-Auktion und Endkundeninserat. Volldigitale Prozesse und Full-Service bilden dabei die Grundlage für einfaches und sicheres Handeln über Ländergrenzen hinweg. Mit unseren etablierten Services - wie Verkaufspreisgarantie, Treuhandkonto, Vor-Ort-Begutachtung, sicherem Dokumentenhandling und europaweitem Transport - steigern unsere gemeinsamen Kunden künftig ihre Effizienz und Profitabilität im C2B-, B2B- und B2C-Bereich erheblich; und das europaweit.

Wie kommen Autohändler aktuell am besten an Ware? Welche Zukaufs- und Prozessstrategien versprechen mehr Erfolg? AUTOHAUS hat sich bei den Branchenexperten im B2B-Markt umgehört. Die Analysen und Tipps für erfolgreichen Zukauf lesen Sie in der aktuellen Ausgabe AUTOHAUS 18/2022, die am 19. September erschienen ist!

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KOMMENTARE


mein name

21.09.2022 - 00:00 Uhr

Und wie erklärt der Herr Berger die damals hohen Fahrzeug-Gebrauchtwagenpreise in der sozialistischen DDR, war das auch Marktwirtschaft? Da konnte ein junger gebrauchter Lada problemlos den Doppelten Neuwagenpreis erzielen. War die DDR der bessere Marktwirtschaftler bzw. hat die Marktwirtschaft unter sozialistischen Bedingungen viel besser funktioniert oder liegt es ganz einfach daran, dass wir mittlerweile sehr starke sozialistische Tendenzen erleben? Auf die Antwort bin ich gespannt


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