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BVdP: Corona zeigt Sollbruchstellen im Schadenmanagement

Waren es im Jahr 2010 "erst" 75 Prozent der Betriebe, die an ihrer handwerklichen Arbeit nicht wirklich verdienten, so sind es zehn Jahre später "bereits fast 90 Prozent", beklagt der BVdP die wirtschaftliche Situation seiner Mitgliedsbetriebe.
© Foto: BVdP e.V.

Seit zehn Jahren liefert die Kostenstudie des BVdP wichtige Kennzahlen zur Beurteilung der wirtschaftlichen Situation freier K&L-Fachbetriebe in der Schadensteuerung. Nun liegen erste Auswertungen für das vergangene Jahr in der Pandemie-Sondersituation vor.


Datum:
23.02.2021
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In dem aktuellen Bericht des BVdP lassen sich mehrere Trends besonders feststellen:

1. Der Anteil der Betriebe mit einer Betriebsleistungseffizienz über 100 % ist deutlicher als in den Vorjahren zurückgegangen. Beinahe 90 % der Werkstätten verdienen nicht an ihrer handwerklichen Leistung (Grafik 1). "Ein angesichts der aktuellen Entwicklung im Bereich der Teilemargen mehr als dramatischer Wert", kommentiert dies der Verband.

2. Die in den vergangenen Jahren tendenziell gestiegene Zahl verkaufter Stunden ist signifikant auf ein Niveau vergleichbar 2015 eingebrochen.

3. Parallel dazu sind die Kosten pro verkaufte Stunde für die Partnerbetriebe noch einmal deutlich gestiegen.

4. Einen "regelrechten Absturz im Vergleich zu 2019" habe die Anzahl der verkauften Stunden pro Mitarbeiter erlebt. Hier sei ein Rückgang von annähernd 40 Indexpunkten zu verzeichnen und damit der "niedrigste Wert seit Einführung der Kostenstudie" erreicht (Grafik2).

"Brandbeschleuniger" für unrentable Arbeit

Als Fazit aus der aktuellen Kostenstudie hält der BVdP fest: "Die seit längerem deutlich sichtbare Entwicklung, dass sich die betrieblichen Kosten im Schadenmanagement für die überwältigende Mehrheit der Betrieb nicht durch Lohnarbeit decken lassen, hat sich in 2020 noch einmal überproportional verschärft. Corona ist also nicht Ursache des Problems, sondern Brandbeschleuniger. Und seit 2021 wird quasi durch die Reduzierung der Teilemargen noch mehr Öl ins Feuer gegossen."

Deshalb sieht der BVdP die "Notwendigkeit, die Stundenverrechnungssätze für die
Partnerwerkstätten in dem (partnerschaftlichen) Maß zu erhöhen, dass diese Brandherde im Schadenmanagement gelöscht werden und die Betriebe den Fokus noch intensiver auf qualitativ hochwertige Arbeit sowie Investitions- und Zukunftsfähigkeit richten können". (bs)

"Regelrechter Absturz bei den verkauften Stunden pro Mitarbeiter": Entsprechend der BVdP-Erhebung ging es im Corona-Jahr 2020 gegenüber dem Jahr davor um fast 40 Indexpunkte nach unten.
© Foto: BVdP e.V.
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