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Mobilitätsgeschäft: Lueg übernimmt Ambulanz-Hersteller WAS

Starker Zusammenschluss: Die WAS wird Teil der Lueg Gruppe
© Foto: Fahrzeug-Werke Lueg

Die WAS Ambulanz- und Sonderfahrzeuge GmbH schlüpft unter das Dach der Lueg Gruppe. Das Familienunternehmen aus Bochum hatte bis in die 50er-Jahre selbst Krankenwagen gebaut.


Datum:
05.10.2021
Autor:
rp
Lesezeit: 
5 min
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Die Lueg Gruppe erweitert ihr Portfolio. Das Bochumer Familienunternehmen übernimmt die WAS – Wietmarscher Ambulanz- und Sonderfahrzeug GmbH mit allen Beschäftigten. "Das ist ein Meilenstein auf unserem Weg in eine wachstumsorientierte, sichere Zukunft als breit aufgestellter Mobilitätsanbieter", sagte Vorstandssprecher Martijn Storm laut einer Mitteilung. Die WAS gehört seit 2002 zur Holding Norddeutsche Vermögen.

Den Angaben zufolge sind für das 1987 gegründete Unternehmen weltweit mehr als 600 Menschen tätig, davon 350 in Deutschland. Produktionsstätten gibt es in Emsbüren und Toruń (Polen). Dort werden Ambulanz- und Sonderfahrzeuge in Großserien, Kleinserien oder als Einzelfahrzeuge gefertigt. Das Sortiment umfasst Rettungswagen (RTW), Krankentransportwagen (KTW), Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) sowie Sonderfahrzeuge auf Basis aller gängigen Nutzfahrzeughersteller.

Die WAS wird innerhalb der Lueg Gruppe weiterhin eigenständig agieren. "Unsere erfolgreich eingeleitete umfangreiche Neuausrichtung, die sich unter anderem an zwei modernen, zukunftsweisenden Standorten in Deutschland und Polen ausdrückt, wird von Lueg fortgeführt", betonte Geschäftsführer Andreas Plöger. Hier kämen jetzt "zwei dynamische Familienunternehmen" zusammen.

Christian Mahnert-Lueg, Gesellschafter und Mitglied des Lueg-Aufsichtsrates, ergänzte: "Wir freuen uns sehr über die Chance, den führenden Ambulanz Hersteller Europas in die Lueg Gruppe aufnehmen zu können. Im Namen der ganzen Eigentümerfamilie heiße ich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den WAS Standorten weltweit herzlich willkommen." Lueg hatte bis in die 1950er Jahre selbst Krankenwagen gebaut.

Storm zufolge will Lueg mit der Übernahme im attraktiven Segment der Aufbauten und Umbauten für Nutzfahrzeuge wachsen. Die WAS sei ein "innovativer Hersteller auf Expansionskurs, der unsere Wertschöpfungskette vom Handel über den Service um die Produktion hervorragend ergänzt". Chancen sehen die Beteiligten besonders bei der Elektromobilität. Auch im Bereich Fuhrparkmanagement und Finanzierungslösungen werde man Impulse an WAS geben können, hieß es.

Top-Händler mit langer Geschichte

Die Fahrzeug-Werke Lueg AG zählt zu den größten Autohandelsgruppen in Deutschland. Das 1868 als Wagenfabrik gegründete Unternehmen ist nach wie vor im Besitz der Gründerfamilie und mit zwölf Gesellschaften, mehr als 30 Standorten und insgesamt knapp 1.700 Beschäftigten im Ruhrgebiet, in Sachsen und in der Zentralschweiz aktiv.

Neben der klassischen Autohaus-Sparte mit zurzeit acht Marken, darunter Mercedes, Volvo und Ferrari, ist das Mobilitätsgeschäft ein wichtiges Standbein, allen voran in den Bereichen Flotten- und Schadenmanagement, Parkraumvermietung und E-Mobilität. 2020 verkaufte das Traditionsunternehmen laut einer Erhebung des Instituts für Automobilwirtschaft (IfA) über 25.000 Fahrzeuge und erzielte einen Umsatz von 982,6 Millionen Euro.

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